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Synchrotron: Teilchenbeschleuniger mit zehnfachem Gewinn gegenüber Kosten

Eine Kosten-Nutzen-Analyse der Röntgenquelle Bessy II kommt zu dem Schluss, dass Berlin für jeden investierten Euro 10 Euro zurückbekommt.
/ Mario Petzold
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Luftbild von Bessy II am Helmholtz-Zentrum Berlin (Bild: HZB/Dirk Laubner)
Luftbild von Bessy II am Helmholtz-Zentrum Berlin Bild: HZB/Dirk Laubner

Eine Wirkanalyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Econ(öffnet im neuen Fenster) kommt zu dem Schluss, dass die von der Stadt Berlin in die Röntgenquelle Bessy II(öffnet im neuen Fenster) in Berlin-Adlershof investierten 58 Millionen Euro zu einer Bruttowertschöpfung von 600 Millionen Euro geführt haben. Betrachtet wurde der Zeitraum von 2010 bis 2022.

Die insgesamt eingesetzten Mittel in Höhe von 600 Millionen Euro hätten deutschlandweit inklusive nachfrage- und angebotsseitiger Effekte in etwa die dreifache Wertschöpfung ausgelöst. Gezählt wurden die entstandene Erwerbstätigkeit sowie konkrete Einnahmen durch die Stadt Berlin und deutschlandweit.

Außerdem wurden der Wert wissenschaftlicher Erkenntnisse, die Ausbildung von Fachkräften und konkrete Gewinne durch Unternehmen berücksichtigt. Hierfür wurden Studien ausgewertet, inwieweit die Unternehmen entweder als Zulieferer oder als Nutzer von Bessy II profitiert haben.

Dritte Generation wird ähnlich profitabel

Die Synchrotronstrahlungsquelle Bessy II ist ein Teilchenbeschleuniger, an dem sich Elektronen bis nah an die Lichtgeschwindigkeit beschleunigen lassen. Der Elektronenspeicherring besitzt einen Umfang von 240 m.

Damit werden vor allem Strukturanalysen durchgeführt. Unter anderem lässt sich direkt die Degeneration von Batteriezellen beobachten. Generell können mit der Strahlung detaillierte Atomstrukturen auch im zeitlichen Verlauf sichtbar gemacht werden.

Gebaut wird derzeit an Bessy III(öffnet im neuen Fenster). Die Strahlungsquelle soll noch detailreichere Einblicke in das Verhalten von Materialien liefern können. Der Bau des Teilchenbeschleunigers, der 2020 begonnen hat und etwa 900 Millionen Euro kosten soll, soll sich laut der Wirkanalyse bereits ausgezahlt haben. Zudem könnte Bessy III eine jährliche Wertschöpfung von 90 Millionen Euro verursachen.

Als Profiteure werden unter anderem ASML und Zeiss SMT genannt, die die Lithografiesysteme für die Halbleiterindustrie bereitstellen.

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