Symphony Communication Services: Google beteiligt sich an verschlüsseltem Banken-Messaging

Das Messaging-Startup Symphony stellt den Banken eine abgeschottete Kommunikationsplattform bereit, die selbst das State Department nicht mitlesen konnte. Jetzt will sich Google dort einkaufen.

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Grafik von Symphony Communication Services
Grafik von Symphony Communication Services (Bild: Symphony Communication Services)

Google wird sich an dem Messaging-Startup Symphony Communication Services beteiligen. Das berichtet das Wall Street Journal aus informierten Kreisen. In der Finanzierungsrunde wurde Symphony Communication Services mit 1 Milliarde US-Dollar bewertet. Das Chatprogramm soll Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bieten.

Symphony Communication Services wurde als ein internes Messaging-System von den Investmentbankern Goldman Sachs unter der Bezeichnung Live Current entwickelt und gilt als Konkurrenzprodukt zu den kostspieligen Bloomberg-LP-Terminals. Im Oktober 2014 investierte Goldman Sachs zusammen mit vielen anderen Banken 66 Millionen US-Dollar in Symphony Communication Services und übernahm Perzo, um Ende-zu-Ende-Verschlüsselung implementieren zu können. Das Unternehmen Perzo wurde von David Gurle gegründet.

State Department konnte nicht mitlesen

Die Finanzkonzerne schufen sich damit ein abgeschlossenes Kommunikationssystem, was dazu führte, dass das New York State Department of Financial Services sie bat, bestimmte Informationen offenzulegen. Die Behörde erzielte eine Vereinbarung mit Goldman, Deutsche Bank, Credit Suisse und Bank of New York Mellon, um "einen verantwortungsvollen Umgang sicherzustellen". Danach müssen Kopien der Symphony-Kommunikationsdaten zwischen den vier Banken für sieben Jahre aufbewahrt werden.

Symphony kostet ab 50 Teilnehmer pro Nutzer 15 US-Dollar im Monat. Zusätzlich zum Chat werden auch Nachrichten geboten.

Die aktuelle Finanzierungsrunde soll laut Informationen des Wall Street Journals in einer Woche abgeschlossen werden.

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