Symmetrische Datenraten von 10 GBit/s: Glasfaserbetreiber setzt bereits komplett auf XGS-PON
10 Gigabit durch XGS-PON bieten noch wenige Glasfaserzugänge. Vattenfall Eurofiber ist eher Experten bekannt und setzt in seinem Glasfasernetz von Anfang an auf den Standard.
Der Berliner Glasfaserbetreiber Vattenfall Eurofiber nutzt in seinem gesamten Netz den Standard XGS-PON. Das erklärte Unternehmenssprecherin Cornelia Kuhlmey Golem.de. "Wir sind der Meinung, dass XGS-PON der richtige Weg ist. Wir nutzen diesen Standard übrigens ausschließlich."
Vattenfall Eurofiber begann im Jahr 2019 noch als Start-up einen GPON-Piloten. "Danach haben wir uns dazu entschieden, direkt und ausschließlich auf XGS-PON zu setzen. Im April 2022 haben wir unsere ersten beiden Standorte mit XGS-PON-OLTs in Betrieb genommen: in der Spandauer Wasserstadt bei der FTTB-Anbindung von Bestandswohnungen und in Marzahn-Hellersdorf für die FTTH-Anbindung einer Grundschule", sagte Kuhlmey.
Der französische Betreiber Orange hatte zuvor angekündigt, sein Glasfasernetz auf XGS-PON auszubauen. Es sei relativ einfach, vom älteren GPON-Standard auf XGS-PON umzusteigen, weil das Optical Distribution Network des Netzbetreibers beide Technologien zugleich unterstütze.
Das 10-Gigabit-System XGS-PON für symmetrische Datenraten wird in deutschen Glasfasernetzen noch wenig eingesetzt. Der Ausbau von GPON zu XGS-PON entspricht der Entwicklung von 1 GBit/s zu 10 GBit/s. XGS-PON erfordert technisch einen kompletten Austausch der aktiven optischen Komponenten im Netz und auf der Anschlussseite bei den Kunden. Die Kosten lassen sich besser verteilen, wenn die Netzseite auf Port-Level zugleich GPON und XGS-PON unterstützt.
Vattenfall Eurofiber: Glasfaser größtenteils über vorhandene Fernwärmekanäle
Vattenfall Eurofiber war ursprünglich ein Gemeinschaftsunternehmen des schwedischen Energieunternehmens Vattenfall und des niederländisch-belgischen Glasfasernetzbetreibers Eurofiber, das nun komplett zu Eurofiber gehört.
Man verlegt die Glasfaser größtenteils über vorhandene Fernwärmekanäle, wobei deutlich weniger Tiefbauarbeiten entstehen. Die Rohre liegen in Tunneln, zum Verlegen der Glasfaser kann man die Fernwärmenetze des Energieversorgers Vattenfall mit 800 bis 900 Kilometer langen Tunnelsystemen in Ost und West unter der Stadt nutzen. Das Land Berlin kauft aktuell für 1,6 Milliarden Euro das Fernwärmenetz der Hauptstadt von Vattenfall zurück.
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Die Swisscom wollte auch P2MP bauen und beisst sich die Zähne aus.
Dürfte da nicht schon eine simple Fritzbox 5590 Fiber reichen? Die gibt es ja für GPON...
PLZ 1....: Daher schreiben wir auch Berliner Anbieter. Was ist kompletter Unsinn...