Abo
  • Services:

Symbian: Nokia zahlte Erpressern Millionen

Nokia hat sich auf eine Erpressung eingelassen und mehrere Millionen Euro gezahlt. Die Täter entkamen.

Artikel veröffentlicht am ,
Nokia wurde vor sechs Jahren erpresst.
Nokia wurde vor sechs Jahren erpresst. (Bild: Jukka Toyli/AFP/GettyImages)

Vor einigen Jahren ist Nokia auf Erpresser eingegangen und hat diesen mehrere Millionen Euro Lösegeld gezahlt, wie der finnische Fernsehsender MTV Finland berichtet. Die finnische Polizei hat den Vorfall der Nachrichtenagentur Reuters bestätigt. Ziel der Erpressung waren die Verschlüsselungsfunktionen von Nokias damaligem Smartphone-Betriebssystem Symbian.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, deutschlandweit
  2. MediaNet GmbH Netzwerk- und Applikations-Service, Freiburg im Breisgau

Die Erpresser sollen Nokia Ende 2007 damit gedroht haben, die Schlüssel für die Verschlüsselungsfunktionen innerhalb von Symbian zu veröffentlichen. Sie sollen sie gekauft haben, von wem, ist nicht bekannt. Nach einer Veröffentlichung der Schlüssel hätten andere diese dazu missbrauchen können, Schadsoftware für Symbian-Smartphones zu schreiben und die Plattform damit unsicher zu machen. Um das zu verhindern, sollte Nokia mehrere Millionen Euro Lösegeld zahlen. Zu dem Zeitpunkt war Nokia mit deutlichem Vorsprung Marktführer im weltweiten Handymarkt und auch im Smartphonesegment.

Lösegeld übergeben, Erpresser entkommen

Nachdem sich die Erpresser bei Nokia gemeldet hatten, informierte das Unternehmen die Polizei. Unter Aufsicht der Polizei und mit deren Absprache soll dann Anfang 2008 auf einem Parkplatz im finnischen Tampere das Geld übergeben worden sein. Wie hoch die von Nokia bezahlte Summe war, ist nicht bekannt, es sollen mehrere Millionen Euro gewesen sein. Die Erpresser entkamen mit der Beute; die Polizei arbeitet bis heute daran, den Fall aufzuklären.

Nokia selbst sei für eine Stellungnahme nicht erreichbar gewesen, berichtet Reuters. Die finnische Polizei gestand ein, dass der Fall auch nach mehr als sechs Jahren nicht gelöst und abgeschlossen wurde. Wie die Erpresser der Polizei entkommen konnten, ist ebenfalls nicht bekannt.

Nachdem Nokia vor einiger Zeit auf Microsofts Smartphone-Plattform Windows Phone gewechselt ist, werden schon lange keine neuen Symbian-Smartphones mehr auf den Markt gebracht. Mittlerweile gehört der Handybereich von Nokia zu Microsoft.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

jo-1 22. Jun 2014

aha? Wertvoller Beitrag - danke!

androidfanboy1882 18. Jun 2014

2007. Anyone?

holminger 18. Jun 2014

Alles für die Katz.

RaZZE 18. Jun 2014

Die Bild würde jetzt glatt über einen Terroranschlag sprechen.

Anonymer Nutzer 18. Jun 2014

Vielleicht wollte Nokia Steuern Sparen :D


Folgen Sie uns
       


Infiltrator Demo mit DLSS und TAA

Wir haben die Infiltrator Demo auf einer Nvidia Geforce RTX 2080 Ti mit DLSS und TAA ablaufen lassen.

Infiltrator Demo mit DLSS und TAA Video aufrufen
Segelflug: Die Höhenflieger
Segelflug
Die Höhenflieger

In einem Experimental-Segelflugzeug von Airbus wollen Flugenthusiasten auf gigantischen Luftwirbeln am Rande der Antarktis fast 30 Kilometer hoch aufsteigen - ganz ohne Motor. An Bord sind Messinstrumente, die neue und unverfälschte Daten für die Klimaforschung liefern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Luftfahrt Nasa testet leise Überschallflüge
  2. Low-Boom Flight Demonstrator Lockheed baut leises Überschallflugzeug
  3. Elektroflieger Norwegen will elektrisch fliegen

Energietechnik: Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus
Energietechnik
Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus

Ein Akku mit der Energiekapazität eines Benzintanks würde viele Probleme lösen. In der Theorie ist das möglich. In der Praxis ist noch viel Arbeit nötig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Elektroautos CDU will Bau von Akkuzellenfabriken subventionieren
  2. Brine4Power EWE will Strom unter der Erde speichern
  3. Forschung Akku für Elektroautos macht es sich im Winter warm

Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
  2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

    •  /