Abo
  • Services:

Symantec und Norton: Millionen Antivirennutzer durch Schwachstelle verwundbar

Sicherheitssoftware verbessert die Sicherheit und Zitronenfalter falten Zitronen. Tavis Ormandy hat in fast allen Produkten von Norton und Symantec Schwachstellen gefunden, die Speicherfehler im Windows-Kernel ohne Nutzerinteraktion ermöglichen.

Artikel veröffentlicht am ,
Fast alle Produkte von Norton haben eine kritsche Sicherheitslücke.
Fast alle Produkte von Norton haben eine kritsche Sicherheitslücke. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Eine gefährliche Sicherheitslücke in fast allen Sicherheitsprodukten von Norton und Symantec ermöglicht Angreifern, die PCs der Nutzer zu übernehmen. Schuld ist ein schwerwiegender Designfehler: Malwaresamples werden nicht in einer Sandbox entpackt, sondern direkt im System.

Stellenmarkt
  1. MT AG, Großraum Düsseldorf-Köln-Dortmund
  2. Scout24 AG, München

Um die Sicherheitslücke auszunutzen, ist keinerlei Interaktion der Nutzer notwendig, weil die Dateien nach dem Herunterladen oder wenn sie per E-Mail gesendet werden automatisch analysiert werden. Die Dateien werden von den Antivirenprodukten erst entpackt, um von Malware-Autoren verwendete Kompressionstechniken auszuhebeln.

Dieser Prozess findet jedoch nicht wie üblich in einer Sandbox oder einer speziellen virtuellen Maschine statt. Stattdessen wird der Prozess direkt im Arbeitsspeicher ausgeführt. Die Analysewerkzeuge parsen den in den Dateien enthaltenen Code. Wenn diese Dateien speziell präpariert werden, kann der Angreifer aus dem eigentlich zugewiesenen Speicherbereich ausbrechen (Buffer Overflow), weiteren Code ausführen und das System übernehmen.

"Viel schlimmer können die Schwachstellen kaum sein"

"Viel schlimmer können die Schwachstellen kaum sein", sagte der Entdecker Tavis Ormandy, der für Googles Project Zero arbeitet. "Es ist keinerlei Interaktion der Nutzer erforderlich und die Standardkonfigurationen sind betroffen, außerdem läuft die Software mit den höchstmöglichen Rechten." In einigen Fällen werde der verwundbare Code sogar direkt im Windows-Kernel ausgeführt und ermögliche so eine Manipulation der Kernel-Speicherbereiche aus der Ferne.

Hinzu kommt, dass eine verwendete Bibliothek zur Analyse von Code, die "decomposer library", lange veraltete Open-Source-Komponenten enthält. Einige der Komponenten sollen mehr als sieben Jahre lang nicht auf den neuesten Stand gebracht worden sein, obwohl der Code bekannte Sicherheitslücken enthält.

Betroffen sind nach Angaben von Ormandy fast alle aktuellen Consumer- und Enterprise-Varianten der Software. Das betrifft unter anderem Norton Security, Norton, 360 und Legacy-Produkte, die Symantec Endpoint Protection, Symantec Email-Security, Symantec Protection Engine und Symantec Protection für Share-Point-Server.

Symantec hat ein Security-Advisory herausgegeben, die entsprechenden Updates können über Live-Update eingespielt werden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-79%) 8,49€
  2. (-79%) 12,49€
  3. 39,99€ (Release 14.11.)
  4. (-43%) 11,49€

Sharra 30. Jun 2016

Sich dazu durchzuringen das OEM-Windows direkt runterzuwerfen, und eine nicht verseuchte...

Sharra 30. Jun 2016

Beides? Norton gehört zu Symantec seit 1990.

Baron Münchhausen. 29. Jun 2016

Alter er/sie schreibt "bei so viel marketing" und nicht einfach "bei". Meine Fresse...

SoniX 29. Jun 2016

So ein Verhalten hatte ich schon vor zig Jahren beobachtet. War irgendwas um 2002 rum. Da...

1st1 29. Jun 2016

Da ist sie wieder!


Folgen Sie uns
       


Amazons Kindle Paperwhite (2018) - Hands on

Amazons neue Version des Kindle Paperwhite steckt in einem wasserdichten Gehäuse. Außerdem unterstützt der E-Book-Reader Audible-Hörbücher und hat mehr Speicher bekommen. Das neue Modell ist zum Preis von 120 Euro zu haben.

Amazons Kindle Paperwhite (2018) - Hands on Video aufrufen
Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

Campusnetze: Das teure Versäumnis der Telekom
Campusnetze
Das teure Versäumnis der Telekom

Die Deutsche Telekom muss anderen Konzernen bei 5G-Campusnetzen entgegenkommen. Jahrzehntelang von Funklöchern auf dem Lande geplagt, wollen Siemens und die Automobilindustrie nun selbst Mobilfunknetze aufspannen. Auch der öffentliche Rundfunk will selbst 5G machen.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Funklöcher Telekom bietet freiwillig hohe 5G-Netzabdeckung an
  2. 5G Telekom hat ihr Mobilfunknetz mit Glasfaser versorgt
  3. Stadtnetzbetreiber 5G-Netz kann auch aus der Box kommen

Probefahrt mit Tesla Model 3: Wie auf Schienen übers Golden Gate
Probefahrt mit Tesla Model 3
Wie auf Schienen übers Golden Gate

Die Produktion des Tesla Model 3 für den europäischen Markt wird gerade vorbereitet. Golem.de hat einen Tag in und um San Francisco getestet, was Käufer von dem Elektroauto erwarten können.
Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

  1. 1.000 Autos pro Tag Tesla baut das hunderttausendste Model 3
  2. Goodwood Festival of Speed Tesla bringt Model 3 erstmals offiziell nach Europa
  3. Elektroauto Produktionsziel des Tesla Model 3 erreicht

    •  /