Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Outdoor-Gaming-Selbstversuch

Auch wenn der Fernseher wetterfest ist: Die restliche Gaming-Hardware – egal ob PS5, Xbox oder PC – ist es meistens nicht. Das hinderte uns aber nicht daran, es trotzdem auszuprobieren – im hintersten Teil des Gartens.

Im Gaming-Modus mit deaktivierten Bildoptimierern für Filme bietet der Sylvox-Fernseher tatsächlich ein latenzfreies Spielerlebnis mit vollen 120 Hz. Dank Freesync und Low-Latency-Modus verhält sich das Gerät dann nicht anders als ein großer Monitor.

Doch das spiegelnde Display erschwert bei Sonnenschein die Erkennung von Freund und Feind im Shooter deutlich. Bei Regen spielt es sich generell nicht so gut, auch der angeschlossene PC mag herbstliches Wetter nicht. Der ist jedoch schnell eingepackt und in Sicherheit gebracht – und der Fernseher bleibt draußen.

Wetterfest auch im tiefsten Herbst

Und das klappt gut. Inzwischen hat das Gerät fast drei Monate im Freien verbracht, wurde zwischenzeitlich von Spinnen bevölkert, wieder bereinigt und wieder bevölkert. Probleme gibt es trotz herbstlicher Stürme und heftiger Regenschauer bislang keine.

Der Fernseher trotzt den Elementen, wie es der Hersteller verspricht. Dank des hohen Gewichts von TV und Rollwagen konnte auch der Wind keinen Schaden anrichten.

Fazit

So verlockend es ist, einen Fernseher im Garten stehen zu haben, so zwiegespalten sind wir bei der Bewertung des Geräts. Was die Outdoor-Fähigkeiten angeht, erledigt der Fernseher seinen Job hervorragend. Der Schutz vor Feuchtigkeit ist dem Hersteller gut gelungen – bis hin zur wasserdichten Fernbedienung.

Bei einem Preis von über 2.000 Euro sollte aber auch eine angemessene Bildqualität dazugehören, und hier schwächelt der Sylvox. Das Panel ist bestenfalls untere Mittelklasse, bietet kein Dimming, kein QLED oder gar OLED. Features, die andere Fernseher selbst im niedrigen dreistelligen Preissegment bieten.

Für Biergärten oder die Außengastronomie ist der Fernseher gut geeignet, allerdings wäre da wohl trotzdem ein Modell mit besserem Bild vorzuziehen – auch unter Verzicht auf 120 Hz, da in diesen Locations meist nicht gezockt wird. Privatnutzer sollten sich hingegen genau überlegen, ob die Investition gerechtfertigt ist.


Relevante Themen