Hohe Refreshrate für Games
Geboten werden drei HDMI-Anschlüsse, davon zwei HDMI 2.1, der dritte Port bietet nur HDMI 2.0. Für Netzwerkverbindungen gibt es Wi-Fi 5 und RJ45-LAN. USB 3.0 steht ebenso zur Verfügung wie ein TV-Tuner für DVB-S2/T2/C. Ton gibt der Fernseher über seine nach hinten gerichteten Lautsprecher sowie per optischem Ausgang und Klinke aus.
Das Panel löst mit 3.840 x 2.160 Pixeln auf, umgangssprachlich also 4K. Mit einer maximalen Helligkeit von – laut Hersteller – 1.000 Nits soll der Fernseher deutlich heller strahlen als klassische Innenraumgeräte. Hierzu später mehr.
Die Refreshrate – und das macht den Fernseher erst zum Gaming-Modell – liegt bei 120 Hz. Dank Auto Low Latency Mode (ALLM) und einer vergleichsweise geringen Latenz von 8 ms verspricht der Hersteller auch bei flotten Spielen ein flüssiges Erlebnis. Dazu kommt Freesync in Verbindung mit kompatiblen Endgeräten.
Schwache Bildqualität
In der Praxis dauert es nicht lange, den Fernseher auf seinen Rollwagen zu hieven und ihn in Betrieb zu nehmen, erfordert aber idealerweise mindestens zwei Personen. Die ebenfalls wasserdichte und recht klobige Fernbedienung ist keine größere Hilfe als bei anderen Fernsehern auch: Hier wurde ein Standardmodell in eine wasserdichte Hülle gebaut; Sonderfunktionen gibt es keine.
Google TV als Smart-Dienst ist trotzdem schnell eingerichtet. Ein Blick auf die Bildqualität zeigt jedoch schnell: Der Kaufpreis von 2.299 Euro (mit Rollwagen 2.498 Euro) wird nicht wegen des erstklassigen Bilds fällig, sondern eher wegen der IP55-Einstufung.
Tatsächlich offenbaren ein paar zum Test abgespielte Videos und Bilder den größten Schwachpunkt des Fernsehers – und der ist der Fernseher selbst. Die Bildqualität ist dem hohen Preis nicht angemessen.
Probleme mit Gegenlicht
Es handelt sich um ein einfaches LCD-Panel ohne QLED oder Dimming. Die Hintergrundbeleuchtung strahlt zwar hell – wie versprochen -, sie offenbart aber massives Clouding über den gesamten Bildschirm.
Die Farbwiedergabe ist ebenfalls auf eher durchschnittlichem Niveau. Im Menü des Fernsehers lassen sich verschiedene Farbprofile auswählen, die für ein subjektiv besseres Ergebnis sorgen als die Werkseinstellung.






Tests ergaben bei der maximalen Helligkeit aber nicht die versprochenen 1.000 Nits, sondern nur maximal gut 600. Das reicht für die meisten Outdoor-Anwendungszwecke zwar aus, ist aber deutlich weniger als angegeben. Das Display spiegelt zudem stark, was es bei Gegenlicht fast unbrauchbar macht.
Hörbare Belüftung
Die 12-Watt-Lautsprecher klingen kräftig und bieten sogar hörbaren Bass, sie verzerren in höheren Lautstärken aber. Am meisten hat man vom Ton, wenn man sich direkt hinter dem TV befindet: Die Lautsprecheröffnungen im Fernsehergehäuse sind nach hinten gerichtet.
Im Sommer wird es schnell warm, das merkt auch der Fernseher. Da er in einer massiven Metallhülle steckt, sorgt ein integrierter Lüfter dafür, dass die Technik nicht zu schnell überhitzt. An sehr heißen Tagen kann das trotzdem passieren – und an den meisten anderen ist der Lüfter etwas zu aufdringlich zu hören. Tests bei Minustemperaturen konnte der Autor noch nicht durchführen.



