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Hauptfigur Kate Walker im Artwork von Syberia 3
Hauptfigur Kate Walker im Artwork von Syberia 3 (Bild: Microids)

Syberia 3 im Test: Kate Walker erlebt den Absturz

Hauptfigur Kate Walker im Artwork von Syberia 3
Hauptfigur Kate Walker im Artwork von Syberia 3 (Bild: Microids)

Die Adventure-Heldin Kate Walker ist wieder da: Was für Fans des 2002er-Adventures Syberia wie eine tolle Nachricht klingt, entpuppt sich in Syberia 3 mit jeder Spielminute mehr als technische Katastrophe - und das, obwohl mit der Entwicklung bereits 2012 begonnen wurde.

Der Einstieg scheint vielversprechend. Zwar wirkt die Grafik von Syberia 3 vom ersten Augenblick an antiquiert, die Story hat aber Potenzial: Auf einer Reise gerät Kate in einen schweren Sturm, den sie nur mit Glück überlebt. Das Nomadenvolk der Youkol findet sie und rettet sie vor dem sicheren Kältetod. Kate kommt in einem Sanatorium wieder zu Bewusstsein, das ganz offensichtlich nicht nur um ihre Gesundheit bemüht ist.

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Die Türen nach draußen sind verschlossen, die Ärzte stellen seltsame Fragen und schließen die Heldin an einen Lügendetektor an. Auch die anderen Patienten wirken nicht unbedingt glücklich. Zeit also, einen Ausweg zu finden und nebenbei auch die Youkol in ihrem Kampf zu unterstützen.

Was der Beginn eines spannenden Abenteuers hätte sein können, frustriert leider von Anfang an. Das beginnt mit der Entscheidung der Entwickler, das Spiel per Gamepad steuern zu lassen. Die Bedienung per Tastatur ist zwar theoretisch möglich, funktioniert aber nur ungenügend. Auch per Pad bewegt sich Kate nur hakelig, bleibt hängen oder findet Gegenstände nicht. Zudem wechselt beim Bewegen ständig die Perspektive, was auch die Laufrichtung ändert und zu ungewollten Bewegungen führt.

  • Syberia 3 (Screenshot: Golem.de)
  • Syberia 3 (Screenshot: Golem.de)
  • Syberia 3 (Screenshot: Golem.de)
  • Syberia 3 (Screenshot: Golem.de)
  • Syberia 3 (Screenshot: Golem.de)
  • Syberia 3 (Screenshot: Golem.de)
  • Syberia 3 (Screenshot: Golem.de)
Syberia 3 (Screenshot: Golem.de)

Auch an anderen Stellen wirkt Syberia 3 technisch unfertig. Die Ladezeiten sind enorm, viele Ruckler trüben das Bild, und im Test gab es Situationen, aus denen es spielerisch keine Möglichkeit mehr gab, vorwärtszukommen. Vollkommen misslungen ist die deutsche Sprachausgabe: Die mangelnde Lippensynchronität und Kates neue Stimme lassen sich vielleicht noch verschmerzen, die mangelnde Motivation der Sprecher nicht.

Zudem gibt es auch hier technische Fehler. Immer wieder enden Sätze abrupt oder einzelne Worte werden verschluckt. Teils stimmen die gesprochenen und die auf dem Bildschirm dargestellten Texte auch überhaupt nicht überein.

Das ist vor allem deshalb schade, weil das grundsätzliche Rätseldesign funktioniert: Zwar sind es typische Schalter- und Logikrätsel, die der Spieler lösen muss. In Kombination mit dem Szenario und der Story hätte es Fans der Reihe trotzdem Spaß machen können. Zusammen mit der nicht vorhandenen Speicherfunktion - das Spiel legt nur an bestimmten Stellen automatisch Savegames an - erlischt schnell die Lust, sich weiter durch das Abenteuer zu bewegen.

Syberia 3 ist ab sofort für Windows-PC, Xbox One und Playstation 4 verfügbar und kostet etwa 35 Euro (PC) beziehungsweise 50 Euro (Konsolen). Das von Microids entwickelte Spiel hat eine USK-Freigabe ab 12 Jahren erhalten.

Fazit

Das hat Kate nicht verdient: Mit einer rundum unfertigen und an vielen Stellen auch komplett lieblos wirkenden Fortsetzung tut Syberia 3 alles dafür, den Ruf der populären Adventure-Reihe massiv zu ramponieren. Grundsätzlich gute Story- und Rätselansätze werden durch technische Schlampigkeit zunichtegemacht. Selbst großen Fans der Reihe dürfte es schwerfallen, hier längere Zeit motiviert zu bleiben.


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Celeritas 06. Mai 2017

Das Urteil von Thorsten Wiesner ist etwas zu hart geraten. Habe Syberia 3 auf dem PC...

Thunderbird1400 06. Mai 2017

Keine Ahnung, wovon du redest. Ich habe letztens zum ersten Mal in meinem Leben diesen...



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