Switch 2: Speicherkrise setzt Nintendo unter Druck

Nintendos Aktie ist in den letzten Tagen um insgesamt knapp 10 Prozent gefallen und damit auf den niedrigsten Stand seit Mai 2025 gerutscht. Auslöser sind stark steigende Preise für Speicherbausteine, die die Gewinnmargen der neuen Switch 2 belasten könnten.
Laut einem Bericht von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) muss Nintendo für die 12 GByte RAM der Konsole im aktuellen Quartal rund 41 Prozent mehr zahlen als zuvor. Auch der Preis für den verbauten NAND-Flash-Speicher soll um knapp acht Prozent gestiegen sein, was indirekt auch Zubehör wie Speichererweiterungskarten verteuert.
Die Entwicklung trifft Nintendo zu einem heiklen Zeitpunkt. Die Switch 2 verkauft sich zwar sehr gut, doch höhere Materialkosten schränken den Spielraum für Preisaktionen oder Bundles ein.
Analysten warnen zudem, dass steigende Komponentenpreise die Nachfrage belasten könnten, wenn sich dies in höheren Endkundenpreisen für bestimmte Modellvarianten oder Zubehör niederschlägt.
Nintendo: Schafft die Switch 2 wirklich 19 Millionen Geräte?
Die Verkaufszahlen der Switch 2 sind bislang beeindruckend: Seit ihrem Start im Juni 2025 verkaufte sich die Konsole weltweit bereits über zehn Millionen Mal – deutlich schneller als frühere Nintendo-Geräte im gleichen Zeitraum.
Nintendo korrigierte seine Jahresprognose nach oben und peilt nun rund 19 Millionen Verkäufe bis Ende des Geschäftsjahres im März 2026 an, nachdem zuvor rund 15 Millionen erwartet worden waren. Diese starken Absätze zeigen, dass die Nachfrage nach der Hybridkonsole hoch ist, auch wenn die steigenden Kosten den Gewinndruck erhöhen.
In den kommenden Monaten erscheinen mehrere spannende Titel für die Switch 2, aber ganz große Blockbuster von Nintendo wie ein neues Super Mario oder The Legend of Zelda sind derzeit nicht angekündigt. Stattdessen gibt es Mitte Januar 2026 die Switch-2-Edition von Animal Crossing – New Horizon mit vielen Verbesserungen, Mitte Februar 2026 folgt Mario Tennis Fever.