Switch 2: Nintendo-Kurs fällt nach Preiserhöhung und vorsichtigem Ausblick
Der Aktienkurs des japanischen Spiele- und Konsolenherstellers Nintendo ist nach der Bekanntgabe einer Preiserhöhung für die Switch 2 und der Geschäftszahlen(öffnet im neuen Fenster) merklich gesunken. Angaben von Reuters(öffnet im neuen Fenster) zufolge gab der Kurs am 11. Mai 2026 um über 8 Prozent nach. Die Geschäftszahlen und die Preiserhöhung wurden am 8. Mai bekannt gegeben, dazwischen lag ein Wochenende.
In Europa kostet die Switch 2 künftig 500 statt 470 Euro, was einer Steigerung von 6,4 Prozent entspricht. Das ist verglichen mit anderen Märkten noch wenig: In den USA steigt der Preis der Konsole um 11 Prozent, in Japan gar um 20 Prozent. Nintendo begründete die Preiserhöhungen nur mit den "Marktbedingungen". Die weltweit gestiegenen Preise für Speicher dürften Nintendos Kalkulation beeinflusst haben.
Reuters zufolge rechnet der Markt zeitnah zudem nicht mit hochkarätigen Spielen, die die Nachfrage positiv beeinflussen könnten. Nintendo selbst prognostiziert für das Finanzjahr 2027 einen Rückgang der Umsätze um 11,4 Prozent, was mit einem erwarteten Abklingen des initialen Hypes um die Switch 2 zusammenhängen könnte – und mangelndem Vertrauen in seine kommenden Spiele.
Analyst hält Nintendos Ausblick für zu pessimistisch
"Mit der im Vergleich zum Vorjahr rückläufigen Prognose zu den Spieleverkaufszahlen riskiert Nintendo den Eindruck, dass das Unternehmen kein Vertrauen in seine kommenden Veröffentlichungen hat", erklärt zumindest der japanische Analyst Ito Kazunori gegenüber Reuters(öffnet im neuen Fenster). "Da die Nutzeraktivität jedoch in der Regel im zweiten Jahr eines Konsolenzyklus zunimmt, halten wir diese Einschätzung für zu pessimistisch."
Die Nachfrage nach Nintendos Switch-Konsolen war im letzten Finanzjahr gut. Im Geschäftsjahr bis zum 31. März 2026 verkaufte Nintendo 19,86 Millionen Switch 2. Dazu kamen 48,71 Millionen Softwareeinheiten für die neue Plattform.
Auch die erste Switch verkauft sich weiterhin: allein im vergangenen Geschäftsjahr 3,8 Millionen Mal. Insgesamt wurden bis jetzt 155,92 Millionen der ersten Switch-Generation abgesetzt.
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