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Swisspod: Die Schweiz hat eine Hyperloop-Teststrecke

In Lausanne ist eine Teströhre fertiggestellt worden, in der die EPFL und das Startup Swisspod Hyperloop -Systeme entwickeln wollen.
/ Werner Pluta
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So könnte der Schweizer Hyperloop aussehen. (Bild: Swisspod)
So könnte der Schweizer Hyperloop aussehen. Bild: Swisspod

Es geht rund in Lausanne: An der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (École polytechnique fédérale de Lausanne, EPFL) ist eine Teststrecke für einen Hyperloop gebaut worden. Dort wollen die EPFL und das Startup Swisspod mit dem Hochgeschwindigkeits-Transportmittel Hyperloop experimentieren.

Die Teststrecke ist ringförmig, mit einem Durchmesser von 40 Metern und einer Länge von 120 Metern. Der Ring aus Aluminium ist gespickt mit Sensoren – das ist laut EPFL(öffnet im neuen Fenster) eine Neuheit in Europa. Das soll es ermöglichen, "die für die Realisierung eines ultraschnellen Vakuumtransportsystems notwendigen Hypothesen zu validieren, sowohl aus Sicht der Infrastruktur als auch derjenigen der Transportkapsel."

In der Vakuumröhre wollen EPFL und Swisspod Antriebs-, Schwebe- und Kinematiksysteme im Maßstab 1:6 testen. Anders als bei einer Magnetschwebebahn wird der Antrieb nicht in der Infrastruktur, sondern im Fahrzeug sein. Dafür entwickeln Swisspod und das Distributed Electrical Systems Laboratory (DESL) der EPFL einen neuen linearen Induktionsmotor (LIM).

Der Hyperloop ist effizient

Der Hyperloop verkehrt in einer Röhre, in der ein weitgehendes Vakuum herrscht, was den Luftwiderstand stark reduzieren soll. Ein Zug soll in der Röhre bis zu 1.000 km/h schnell sein. Dabei soll der Energieaufwand deutlich geringer sein als bei anderen Verkehrsmitteln: Die EPFL geht für einen Passagier von 10 bis 50 Wattstunden pro Kilometer (Wh/km), je nach Länge der Fahrt, aus. Zum Vergleich: In einem Elektroauto sollen es 97 bis 100 Wh/km sein, in einem Flugzeug 515 bis 600 Wh/km.

Was Swssipod will
Was Swssipod will (01:33)

Der Hyperloop soll das fünfte Verkehrsmittel sein. Das Konzept hatte Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk aufgebracht . Es ist Open Source, weshalb sich mehrere Unternehmen mit der Umsetzung beschäftigen. Darunter ist Virgin Hyperloop, früher Hyperloop One, das bereits eine Kapsel mit zwei Passagieren durch seine Teströhre im US-Bundesstaat Nevada hat schweben lassen.

Hyperloop TT hat eine Teststrecke in Frankreich

Der zweite große Akteur, Hyperloop TT, hat in Toulouse eine 320 Meter lange Teströhre gebaut und darin auch schon ein Vakuum erzeugt. Es hat auch schon eine Kapsel .

Hyperloop erklärt – Hyperloop One
Hyperloop erklärt – Hyperloop One (01:33)

Für das Transport- und Verkehrsmittel gibt es verschiedene Interessenten. Darunter ist etwa der Hamburger Hafen . Außerdem wollen Kanada und Saudi-Arabien einen Hyperloop.

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In der Schweiz gibt es großes Interesse: Das Unternehmen Cargo Sous Terrain arbeitet schon seit längerem an einem Konzept, den Güterverkehr zum Teil unter die Erde zu verlegen . Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben 2018 den Bau einer Hyperloop-Teströhre angekündigt .

"Das Projekt ist eine hervorragende Gelegenheit für Swisspod, sich mit den erstklassigen Ingenieursfähigkeiten der EPFL-Forscher zu verbinden" , sagte Swisspod-Chef Denis Tudor. Ziel des Projekts ist, eine Lösung zu entwickeln, die in vier bis fünf Jahren marktreif ist. Swisspod hat schon mehrfach am Hyperloop-Wettbewerb von SpaceX teilgenommen und dort gut abgeschnitten.


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