Swisscom: Ausbau des 5G-Netzes stockt wegen Moratorien der Gegner

Die Swisscom sieht sich durch Proteste nicht in der Lage, das 5G- und 4G-Netz weiter ausreichend auszubauen.

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Swisscom-Chef Urs Schaeppi
Swisscom-Chef Urs Schaeppi (Bild: Swisscom)

Die Proteste in der Schweiz behindern den weiteren Ausbau von 5G. Das erklärte die Swisscom am 30. April 2020. "Aufgrund aktueller Einschränkungen wie Moratorien in einzelnen Kantonen stockt der Ausbau des Mobilfunknetzes und damit die Schaffung dringend notwendiger Kapazitäten sowohl für 4G wie auch 5G."

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In den Kantonen Genf und Waadt wurde von verschiedenen Organisationen ein Moratorium für 5G durchgesetzt: Solange keine Studien von unabhängiger Seite vorliegen, dürfen keine neuen Mobilfunkanlagen gebaut werden. Gegner fordern ein landesweites 5G-Moratorium, bis juristisch geklärt sei, ob das 5G-Netz nicht insgesamt eine Baubewilligung benötige und bis die möglichen "Folgen von nicht-ionisierender Strahlung, von adaptiven Antennen, von unabhängiger Stelle abschließend untersucht und als ungefährlich erklärt werden".

Befürworter wenden ein, dass die Grenzwerte für die Strahlung von Mobilfunkantennen in der Verordnung über den Schutz vor nicht ionisierender Strahlung (NISV) geregelt würden. Deren Grenzwerte lägen rund zehnmal tiefer als in den Nachbarländern und müssten auch von den 5G-Antennen eingehalten werden.

Laut Swisscom werden Folgeschäden wie "Datenkolonnen und Datenstau" erst in Zukunft spürbar. Zudem zeige gerade die aktuelle Lage der Corona-Pandemie, wie wichtig der stetige Ausbau sei, um flexibel auf komplette Nutzungsänderungen reagieren zu können. "Politik und Behörden stehen in der Pflicht, die Voraussetzungen für den Ausbau der Netze und für eine auch künftig leistungsfähige Mobilfunkinfrastruktur zu schaffen. Denn diese ist für das Funktionieren der Schweizer Gesellschaft und Wirtschaft unabdingbar", erklärte die Swisscom.

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Die Swisscom führt 5G auf verschiedenen Frequenzen ein: Die Frequenzen 1.800 und 2.100 MHz seien eher für die Abdeckung geeignet und die 3.500-MHz-Frequenz biete hohe Kapazität und Geschwindigkeit, aber keine große Abdeckung. "Darum unterscheiden wir zwischen 5G Fast - großer Datendurchsatz, kleine Abdeckung - und 5G Wide - schweizweite 5G-Abdeckung mit geringerem Datendurchsatz", erklärte Swisscom-Sprecherin Sabrina Hubacher Golem.de im April 2019.

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