Abo
  • IT-Karriere:

Sweep: US-Startup Scanse entwickelt günstigen Lidar-Sensor

Roboter, Drohnen oder das Smart Home: Einsatzmöglichkeiten gibt es viele für ein Lidar. Das Problem der Laserabstandsmesser ist der Preis. Das US-Unternehmen Scanse hat mit Sweep einen günstige Variante entwickelt.

Artikel veröffentlicht am ,
Lidarsensor Sweep: Treiber für ROS, SDK für Arduino und Raspberry Pi
Lidarsensor Sweep: Treiber für ROS, SDK für Arduino und Raspberry Pi (Bild: Scanse)

Entfernungen abschätzen und Hindernisse erkennen - das können robotische Systeme am besten mit Lidar, dem optischen Pendant zu Radar. Das Problem: Lidar-Sensoren sind teuer. Das will Scanse ändern.

Stellenmarkt
  1. Camelot Management Consultants AG, Mannheim, Köln, München, Basel (Schweiz)
  2. NDR Media GmbH, Hamburg

Das US-Startup hat mit Sweep einen Lidar-Scanner entwickelt, der deutlich günstiger ist als die Konkurrenten, die derzeit auf dem Markt sind. 250 US-Dollar soll der Sensor kosten, der eine Reichweite von 40 Metern hat. Andere Lidars sind deutlich teurer - bei einer geringeren Reichweite.

Sweep sendet Lichtmuster aus

Lidar funktioniert ähnlich wie Radar: Ein Laserpuls wird ausgesendet und das System berechnet aus der Laufzeit zwischen dem Abschicken und dem Eintreffen des von einem Objekt reflektierten Lichts die Entfernung zu dem Objekt. Scanse hat das Verfahren variiert: Der Laserpuls besteht aus mehreren Mikropulsen. Der Sensor vergleicht dann das reflektierte Muster mit dem ursprünglich ausgesandten.

Vorteil sei, dass die Laserpulse - anders als bei herkömmlichen Lidar-Sensoren - nicht heller sein müssten als Umgebungslicht, erklärt Scanse. So könnten weniger leistungsfähige Komponenten eingesetzt werden, was wiederum den Preis senke.

Sweep ist kompatibel mit verschiedenen Plattformen

Sweep hat einen Cortex-M-Prozessor, der die Sensorsignale schon vorverarbeitet. Das soll den Prozessor des Roboters entlasten. Damit ist der Lidar-Sensor auch für kleinere, weniger leistungsfähige Roboter geeignet. Es gibt einen Treiber für das Robotic Operating System (ROS) sowie Software Development Kits (SDK) für Arduino und Raspberry Pi.

Sweep ist in erster Linie für Roboter und Drohnen gedacht. Sie sollen mit dem Lidar navigieren, Hindernisse erkennen und umfahren. Es gebe aber auch noch andere Anwendungen, sagen die Entwickler: Sweep könne zum Beispiel dazu genutzt werden, um Räume zu vermessen - als Ersatz für Gliedermaßstab und Maßband.

Lidar bildet virtuellen Vorhang

Eine andere Möglichkeit ist, mit Sweep Menschen zu erfassen. So lässt sich mit dem System ein virtueller Vorhang einrichten, der verhindert, dass eine bestimmte Linie überschritten wird oder dass jemand etwas anfasst, von dem er besser die Finger lässt, in einem Museum beispielsweise. Oder Sweep erkennt, ob eine Person im Raum ist oder nicht und schaltet entsprechend das Licht ein oder aus.

Um die Produktion des Sensors vorzubereiten, haben die Entwickler eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter eingerichtet. 230.000 US-Dollar wollen sie sammeln. Das Ziel dürften sie erreichen: Vier Tage vor dem Ende sind knapp 210.000 US-Dollar zusammengekommen. Die ersten Sweeps sollen Ende des Jahres ausgeliefert werden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 49,94€
  2. 1,12€
  3. 4,49€

buntspexxt 07. Apr 2016

Wenn Du mehr gemacht hättest, als eine schnelle google Suche, dann wären Dir nach dem...

gadthrawn 07. Apr 2016

2002 oder früher. http://xenon.arcticus.com/lego-rcx-lidar-station


Folgen Sie uns
       


AMD Ryzen 9 3900X und Ryzen 7 3700X - Test

Wir testen den Ryzen 9 3900X mit zwölf Kernen und den Ryzen 7 3700X mit acht Kernen. Beide passen in den Sockel AM4, nutzen DDR4-3200-Speicher und basieren auf der Zen-2-Architektur mit 7-nm-Fertigung.

AMD Ryzen 9 3900X und Ryzen 7 3700X - Test Video aufrufen
Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
Mobilfunktarife fürs IoT
Die Dinge ins Internet bringen

Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
Von Jan Raehm

  1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
  2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
  3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

Razer Blade 15 Advanced im Test: Treffen der Generationen
Razer Blade 15 Advanced im Test
Treffen der Generationen

Auf den ersten Blick ähneln sich das neue und das ein Jahr alte Razer Blade 15: Beide setzen auf ein identisches erstklassiges Chassis. Der größte Vorteil des neuen Modells sind aber nicht offensichtliche Argumente - sondern das, was drinnen steckt.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Blade 15 Advanced Razer packt RTX 2080 und OLED-Panel in 15-Zöller
  2. Blade Stealth (2019) Razer packt Geforce MX150 in 13-Zoll-Ultrabook

Projektorkauf: Lumen, ANSI und mehr
Projektorkauf
Lumen, ANSI und mehr

Gerade bei Projektoren werden auf Plattformen verschiedener Onlinehändler kuriose Angaben zur Helligkeit beziehungsweise Leuchtstärke gemacht - sofern diese überhaupt angegeben werden. Wir bringen etwas Licht ins Dunkel und beschäftigen uns mit Einheiten rund um das Thema Helligkeit.
Von Mike Wobker


      •  /