Swatting: Polizeieinsätze über gehackte Kameras gestreamt

Das FBI warnt vor Swatting, bei dem die Täter die teils gefährlichen Polizeieinsätze über gehackte Kameras verfolgen oder streamen.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein Swat-Einsatz der Polizei. (nachgestellt)
Ein Swat-Einsatz der Polizei. (nachgestellt) (Bild: tommy pixel/Pixabay)

Das FBI hat es nach eigenen Angaben immer häufiger mit Fällen zu tun, bei denen Eindringlinge erst Internet-of-Things-Geräte (IoT) wie Überwachungskameras übernehmen und anschließend einen Swatting-Angriff durchführen, den sie über die gehackten Kameras live verfolgen können.

Stellenmarkt
  1. Consultant (m/w/d) digitales Veranstaltungsmanagement
    Fresenius Digital Technology, Bad Homburg
  2. IT Datacenter Specialist (m/w/d)
    DLR Gesellschaft für Raumfahrtanwendungen (GfR) mbH, Oberpfaffenhofen
Detailsuche

Beim sogenannten Swatting provozieren Dritte einen falschen Alarm bei der Polizei, beispielsweise mit einem Anruf. Der Polizei berichten sie von einer schweren Gewalttat am Wohnort des Opfers und provozieren so einen Polizeieinsatz, teils von Spezialeinheiten wie einem Swat-Team. Für die nichtsahnenden Betroffenen können solche Einsätze nicht nur traumatisierend, sondern auch lebensgefährlich sein. In den USA nahmen die Fälle in den letzen Jahren zu, auch hierzulande gibt es Swatting.

"Während die Strafverfolgungsbehörden auf die Warnung reagieren und in die Wohnung eindringen, schaut sich der Täter die Live-Stream-Aufnahmen an und unterhält sich über Kamera und Lautsprecher mit der Polizei", berichtet das FBI. "In einigen Fällen streamt der Täter den Vorfall auch live auf gemeinsamen Online-Community-Plattformen."

Einfallstor schlecht gesicherte IoT-Geräte

Dabei setzen die Angreifer auf schlecht gesicherte IoT-Geräte, deren Eigentümer beispielsweise Zugangsdaten verwenden, die sie auch bei anderen Anbietern verwenden. Besitzer von IoT-Geräten sollten daher unbedingt individuelle und sichere Passwörter sowie im besten Fall eine Zwei-Faktor-Authentifizierung verwenden. Dazu rät auch das FBI. Können die Zugangsdaten über Mailaccount oder das Smartphone zurückgesetzt werden, müssen auch diese entsprechend gesichert werden.

Golem Karrierewelt
  1. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    19./20.07.2022, Virtuell
  2. Einführung in Unity: virtueller Ein-Tages-Workshop
    21.06.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Neben Swatting und dem Verfolgen des Einsatzgeschehens werden schlecht gesicherte IoT-Geräte teils auch genutzt, um ihre Eigentümer zu terrorisieren. So ertönte bei einem Pärchen aus Milwaukee/USA vulgäre Musik aus der Nestcam und die Temperatur kletterte immer weiter nach oben - wie in einem Horrorfilm, nur eben echt. Anders hingegen ging ein kanadischer Hacker vor, er übernahm Überwachungskameras und forderte anschließend deren Besitzer dazu auf, sichere Passwörter zu verwenden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


x2k 05. Jan 2021

selten aber es kommt vor, die Polizei hat hier viel mehr und wichtigere aufgaben. z.b...

tom.stein 05. Jan 2021

Wie sollte Deiner Ansicht nach ein SWAT vorgehen, wenn die Meldung lautet "Familie von...

wurstdings 05. Jan 2021

So nen Amoklauf müsste man doch vor Ort sehen? Da liegen dann überall Leichen rum, wenn...

Vögelchen 05. Jan 2021

Und wie viele Tote gab es dabei? Haben Sie meinen Kritikpunkt überhaupt verstanden, oder...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
"Macht mich einfach wahnsinnig"
Kelber beklagt digitale Inkompetenz von VW

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat vor einem Jahr ein Elektroauto bei VW bestellt. Und seitdem nichts mehr davon gehört.

Macht mich einfach wahnsinnig: Kelber beklagt digitale Inkompetenz von VW
Artikel
  1. Unikate: Deutsche Post verkauft eine Milliarde Matrixcode-Briefmarken
    Unikate
    Deutsche Post verkauft eine Milliarde Matrixcode-Briefmarken

    Die Deutsche Post begann im Februar 2021, Briefmarken mit Matrixcode zu verkaufen. Nun wurden bereits eine Milliarde Stück verkauft.

  2. Telemetrie: Voyager 1 weiß wohl nicht, wo sie ist
    Telemetrie
    Voyager 1 weiß wohl nicht, wo sie ist

    Seit 1977 befindet sich die Raumsonde Voyager 1 auf ihrer Reise durchs All. Die neusten Daten scheinen einen falschen Standort anzuzeigen.

  3. Agile Softwareentwicklung: Einfach mal so drauflos programmiert?
    Agile Softwareentwicklung
    Einfach mal so drauflos programmiert?

    Ohne Scrum wäre das nicht passiert, heißt es oft, wenn etwas schiefgeht. Dabei ist es umgekehrt: Ohne agiles Arbeiten geht es nicht mehr. Doch es gibt drei fundamentale Missverständnisse.
    Von Frank Heckel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Xbox Series X bestellbar • Samsung schenkt 19% MwSt. • MindStar (u. a. AMD Ryzen 9 5950X 488€) • Cyber Week: Jetzt alle Deals freigeschaltet • LG OLED TV 77" 62% günstiger: 1.749€ • Bis zu 35% auf MSI • Alternate (u. a. AKRacing Core EX SE Gaming-Stuhl 169€) [Werbung]
    •  /