Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Swatting: Polizeieinsätze über gehackte Kameras gestreamt

Das FBI warnt vor Swatting, bei dem die Täter die teils gefährlichen Polizeieinsätze über gehackte Kameras verfolgen oder streamen.
/ Moritz Tremmel
39 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Ein Swat-Einsatz der Polizei. (nachgestellt) (Bild: tommy pixel/Pixabay)
Ein Swat-Einsatz der Polizei. (nachgestellt) Bild: tommy pixel/Pixabay

Das FBI hat es nach eigenen Angaben immer häufiger mit Fällen zu tun, bei denen Eindringlinge erst Internet-of-Things-Geräte (IoT) wie Überwachungskameras übernehmen und anschließend einen Swatting-Angriff durchführen, den sie über die gehackten Kameras live verfolgen können.

Beim sogenannten Swatting provozieren Dritte einen falschen Alarm bei der Polizei, beispielsweise mit einem Anruf. Der Polizei berichten sie von einer schweren Gewalttat am Wohnort des Opfers und provozieren so einen Polizeieinsatz, teils von Spezialeinheiten wie einem Swat-Team. Für die nichtsahnenden Betroffenen können solche Einsätze nicht nur traumatisierend, sondern auch lebensgefährlich sein. In den USA nahmen die Fälle in den letzen Jahren zu, auch hierzulande gibt es Swatting.

"Während die Strafverfolgungsbehörden auf die Warnung reagieren und in die Wohnung eindringen, schaut sich der Täter die Live-Stream-Aufnahmen an und unterhält sich über Kamera und Lautsprecher mit der Polizei," berichtet das FBI(öffnet im neuen Fenster) . "In einigen Fällen streamt der Täter den Vorfall auch live auf gemeinsamen Online-Community-Plattformen."

Einfallstor schlecht gesicherte IoT-Geräte

Dabei setzen die Angreifer auf schlecht gesicherte IoT-Geräte, deren Eigentümer beispielsweise Zugangsdaten verwenden, die sie auch bei anderen Anbietern verwenden. Besitzer von IoT-Geräten sollten daher unbedingt individuelle und sichere Passwörter sowie im besten Fall eine Zwei-Faktor-Authentifizierung verwenden. Dazu rät auch das FBI. Können die Zugangsdaten über Mailaccount oder das Smartphone zurückgesetzt werden, müssen auch diese entsprechend gesichert werden.

Neben Swatting und dem Verfolgen des Einsatzgeschehens werden schlecht gesicherte IoT-Geräte teils auch genutzt, um ihre Eigentümer zu terrorisieren. So ertönte bei einem Pärchen aus Milwaukee/USA vulgäre Musik aus der Nestcam und die Temperatur kletterte immer weiter nach oben - wie in einem Horrorfilm, nur eben echt. Anders hingegen ging ein kanadischer Hacker vor , er übernahm Überwachungskameras und forderte anschließend deren Besitzer dazu auf, sichere Passwörter zu verwenden.


Relevante Themen