SUSE: SLE 15 vereinheitlicht Codebasis für alle Angebote

Der Code und Installer von SLE 15 wird von Suse für Cloud- und traditionelle Kunden zusammengefasst, was mit der ersten Beta getestet werden kann. Die Distribution liefert zudem viele Paket-Updates und vor allem bessere Sicherheitstechnik.

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Die erste Beta von Suse Linux Enterprise 15 ist verfügbar.
Die erste Beta von Suse Linux Enterprise 15 ist verfügbar. (Bild: Eric Kilby, flickr.com/CC-BY 2.0)

Auf der Susecon vor rund einem Monat hat sich gezeigt, dass der Linux-Distributor mit reichlich Ambition in das Cloud- und Containergeschäft vordringt. Um dieses zu bedienen und gleichzeitig auch das Geschäft mit traditioneller Infrastruktur zu betreiben, wird die Codebasis für Suse Linux Enterprise (SLE) 15 vereinheitlicht. Die erste Beta von SLE 15 steht nun zur Verfügung.

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Die einheitliche Codebasis wird über einen für alle Angebote einheitlichen Installer an Kunden verteilt. Über Module und Erweiterungen sollen darauf aufbauend dann Pakete und Angebote nach Wunsch der Kunden installiert werden können. Unterstützt werden die Architekturen x86-64, Power LE, System Z und ARM64 sowie verschiedene virtuelle und Cloud-Hosts.

Veraltete Software fliegt raus

Grundlage des Systems bilden der Linux-Kernel 4.12 und GCC 7 als System-Compiler. Diese Version wird über die gesamte Lebenszeit von SLE 15 aufrechterhalten. Darüber hinaus sollen wahlweise aber auch die jährlichen Updates verfügbar sein. Die Konfigurationsverwaltung Salt wird Teil des Basissystems.

Standardversion von OpenSSL wird der 1.1-er Zweig, der etwa zwingend für das kommende TLS 1.3 benötigt wird. OpenSSL 1.0 wird lediglich als Legacy-Modul bereitstehen, vermutlich, bis die Upstream-Community den Support hierfür einstellt. Geplant ist das derzeit für Ende 2019.

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Ähnlich will Suse auch mit Python vorgehen. Als Standard wird Python 3 genutzt, der Versionszweig Python 2 steht nur als Legacy-Modul bereit und soll mittelfristig entfernt werden. Hinzu kommen PHP 7, das noch für dieses Jahr geplante Ruby 2.5 oder auch das erst vor kurzem veröffentlichte OpenJDK 9 für Java.

Von Red Hat gelernt

Für Server-Nutzer interessant ist, dass Suse für SLE 15 einige Pakete gegen jene ersetzt, die auch beim Konkurrenten Red Hat zur Verfügung stehen und teilweise sogar direkt von dessen Fedora-Community als Upstream gepflegt werden.

Letzteres betrifft etwa OpenLDAP, das durch den 389 Directory Server (DS) ersetzt wird, oder Firewalld, das die bisher selbst gepflegte Suse-Firewall ablöst. Wie bei Red Hat setzt auch Suse künftig auf Chrony statt dem veraltetem NTPD für die Zeitverwaltung.

Auf dem Desktop wird wie in den vorangegangenen Versionen auch auf Gnome gesetzt, das ebenfalls von Red Hat und neuerdings auch wieder von Canonical genutzt wird. Mit Gnome 3.26 wird dann auch standardmäßig Wayland statt dem X11-Fenstersystem genutzt, was die Sicherheit ebenso erhöhen sollte.

Die finale Version von SLE 15 ist für Mitte April 2018 geplant. Der Versionssprung von der vorhergehenden Version 12 auf 15 erklärt sich wahrscheinlich durch die Unglückszahlen 13 und (in China) 14 .

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