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Suse: Linux soll x86-32-Bit-Prozesse leicht abschalten können

Suse will Schluss machen mit dem 32-Bit-Support. Die Linux-Community diskutiert nun Patches zur einfachen Deaktivierung von 32-Bit-Code.

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Die Abschaltung des 32-Bit-Supports unter x86 soll in Linux einfacher werden. (Bild: Pixabay)

Seit Jahren diskutiert die Linux-Community über den Umgang mit der Unterstützung für 32-Bit-Code der x86-Architektur. Selbst Intel überlegt, entsprechende Kompatibilitätsmodi zu entfernen. Der bei Linux-Distributor Suse angestellte Entwickler Nikolay Borisov schlug nun Patches auf der Linux-Kernel-Mailing-Liste vor, die eine leichte Deaktivierung entsprechender 32-Bit-Prozesse ermöglichen sollen.

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Bisher ist es so, dass eine standardmäßige Deaktivierung des Supports für den 32-Bit-Code durch die Distributoren dazu führt, dass Nutzer entsprechende Software nicht mehr ohne weiteres verwenden und ausführen können. Denn bisher steht dazu im Linux-Kernel nur eine Konfigurationsoption bereit, sodass dies dann beim Bauen des Kernels umgesetzt wird. Betroffene Nutzer müssten also im Zweifel den Kernel neu bauen, um doch noch 32-Bit-Software auf einem 64-Bit-Kernel laufen zu lassen.

Wie Borisov schreibt, hätte Suse gern die Möglichkeit, den Verzicht auf den 32-Bit-Support so umzusetzen, dass Nutzer diese Entscheidung künftig auch leicht wieder überschreiben könnten. Konkret schlug der Entwickler dazu eine Kommandozeilenoption für den Linux-Kernel vor, die jeweils beim Start aktiv wird und entsprechend durch Nutzer selbst gesetzt werden kann.

Das Vorgehen von Borisov soll dabei explizit dazu dienen, die Meinung der anderen beteiligten Entwickler einzuholen und zu diskutieren, ob der gewählte Ansatz eine akzeptable Lösung sei. Derzeit sieht es aber nicht danach aus, dass hier schnell eine für alle akzeptable Lösung gefunden wird. So kritisiert vor allem der Co-Betreuer des x86-Supports im Linux-Kernel, Thomas Gleixner, die Umsetzung.