Suse Linux Enterprise: SLE 12 erscheint mit Systemd und Btrfs

Nach Red Hat setzt nun auch Suse mit seiner Enterprise-Distribution auf Systemd. Darüber hinaus werden weiter Btrfs als Standard und Wicked zur Netzwerkkonfiguration verwendet. Als Desktop kann Gnome 3.10 verwendet werden, KDE Plasma steht nicht bereit.

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Suse Linux Enterprise 12 verfügbar
Suse Linux Enterprise 12 verfügbar (Bild: Wikimedia: William Warby - CC-BY-SA 2.0)

Die auf Unternehmens- und Geschäftskunden ausgerichtete Distribution Suse Linux Enterprise (SLE) steht in Version 12 bereit. Wie bei der Konkurrenz von Red Hat wird nun auch in SLE standardmäßig Systemd statt dem veralteten System-V-Init eingesetzt. Zudem unterstützt Suse das Dateisystem Btrfs als Standard für die Root-Partition und XFS für alle anderen. Btrfs sorgt gemeinsam mit dem von Suse entwickelten Tool Snapper für eine einfache Möglichkeit, das System zurückzusetzen, zum Beispiel nach einer fehlerhaften Installation einer Software. Als unausgereift geltende Funktionen in Btrfs hat Suse allerdings im Kernel deaktiviert.

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Zur Verwaltung von Netzwerken ist das Tool Wicked in SLE integriert. Dieses soll als Ersatz für die bisher verwendeten klassischen Kommandozeilenwerkzeuge wie Ifup-Skripte dienen und erlaubt etwa die Konfiguration der Schnittstellen via D-Bus. Voll unterstützt wird außerdem der MySQL-Community-Fork MariaDB sowie die Open-VM-Tools, um für eine bessere Interaktion mit den Virtualisierungslösungen von VMWare zu sorgen. Ebenso können nun Linux Container via Libvirt benutzt werden, und Docker steht als Technikvorschau bereit.

Neben dem minimalistischen IceWM, das nur für spezielle Einsatzgebiete des Servers gedacht ist, enthält SLE 12 die Desktop-Umgebung Gnome 3.10. Die Suse-Angestellten Jan Weber und Frederic Crozat begründeten diese Wahl in einer Präsentation auf der Susecon im vergangenen Jahr mit der hohen Anzahl an Beitragenden zu dem Projekt. Der Classic-Modus ist dabei an das Aussehen von SLE 11 mit Gnome 2.24 angepasst, es kann aber auch die Standardansicht der Gnome-Shell genutzt werden. Die KDE-Plasma-Arbeitsflächen stehen jedoch nicht bereit.

Über ein spezielles Modul-Angebot erhalten Kunden von Suse zusätzliche Pakete, etwa für die Webentwicklung, die allerdings im Vergleich zur restlichen Distribution für einen kürzeren Zeitraum gepflegt werden. Die darin verfügbaren Versionen der Software werden je nach Modul unterschiedlich lang gepflegt und sollen Nutzern den Zugriff auf aktualisierte Pakete gewährleisten.

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Weitere Änderungen finden sich in den Release-Notes der Server- sowie der Desktop-Version. Die Distribution steht wie gewohnt in einem Abo-Modell bereit, Suse bietet aber auch eine kostenlose Testversion.

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