Survnet: RKI will Corona-Meldesoftware verbessern

Die Software, mit der die Corona-Fallzahlen übertragen werden, sei teilweise unbenutzbar, kritisieren die Gesundheitsämter. Das RKI will nun nachbessern.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Die Gesundheitsämter haben mit langen Ladezeiten und Softwareabstürzen zu kämpfen.
Die Gesundheitsämter haben mit langen Ladezeiten und Softwareabstürzen zu kämpfen. (Bild: iXimus/Pixabay/Montage Golem.de)

Bei der von Gesundheitsämtern genutzten Software zur Meldung von Coronafällen sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) Verbesserungen erforderlich. Dabei geht es "neben der Behebung von aktuellen Problemen in der Software auch um Verbesserungen der Benutzerführung, damit Vorgänge einfacher und schneller bearbeitet werden können", teilte eine RKI-Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit. Darüber hinaus gehe es "um technische Ertüchtigungen, damit die großen Datenmengen insgesamt bewältigt werden können". Das RKI sei in engem Austausch mit den Gesundheitsämtern und unterstütze entsprechend.

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Mitarbeiter in etlichen Gesundheitsämtern hatten sich in den vergangenen Wochen darüber beschwert, dass die vom RKI bereitgestellte Software Survnet zum Teil so langsam auf Eingaben reagiere, dass die Software oft unbrauchbar sei. Außerdem stürze sie häufig ab. Das Survnet-System wird von vielen der rund 400 Gesundheitsämter verwendet, um ihre Daten an 16 Landesgesundheitsämter zu übermitteln. Dort werden die Daten noch einmal aufbereitet, bevor sie dann an das RKI gehen.

Die RKI-Sprecherin betonte, das Institut habe den Überblick über die übermittelten Fälle, könne jedoch "keinen systematischen Überblick darüber geben, wie viele Meldungen in den Gesundheitsämtern nicht zeitnah verarbeitet werden können". Es sei dem RKI bekannt, dass es aufgrund der sehr hohen Anzahl der Meldungen in den Ämtern zu einem Rückstau komme. Dies sei auch in den Ämtern ohne eventuelle Softwareprobleme der Fall.

Expertenrat fordert Echtzeitdaten

Zuvor hatte der Expertenrat der Bundesregierung zu Covid-19 gefordert, dass Pandemiedaten in Echtzeit übermittelt werden. So sollen Krankenhausressourcen und -belegung insbesondere mit COVID-19 tagesaktuell, maschinenlesbar und transparent zur Verfügung gestellt werden. Eine Echtzeitübersicht über alle verfügbaren Krankenhausbetten mit aktueller Belegung auch außerhalb der Intensivmedizin werde dringend benötigt.

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"Wird einem Gesundheitsamt in Deutschland derzeit ein neuer Covid-19-Fall bekannt, hat dieser in der Regel noch einen weiten Weg vor sich, bis er in den Statistiken des RKI auftaucht", sagte Wikimedia-Vorstand Christian Humborg. Auf dem Hackerkongress rC3 kritisierte die Software-Entwicklerin Bianca Kastl am Beispiel der Software Survnet, dass diese im Grunde nur bestehende Verwaltungsstrukturen digital abbilde.

Der Prozess enthalte jedoch immer noch "sehr, sehr viele Fallstricke", sagte Kastl. Die Einbindung verschiedener Behördenhierarchien auf dem Weg zum RKI verzögere die Weiterleitung der Infektionsdaten. Daran ändere auch die Nutzung von neuer Software wie Sormas nichts.

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Katsuragi 28. Jan 2022

So ziemlich jede Uni in Deutschland, wenn Du auch nur annähernd eine IT-Qualifikation...

krymel2k12 27. Jan 2022

In Japan begehen sie danach aber manchmal auch Harakiri, weil ihr Sinn im Leben von ihrer...

krymel2k12 27. Jan 2022

Jo ein System das mit ein paar Hunderttausend DB Einträgen nicht klar kommt ist aber dann...



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