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Surface, Xbox und Co: Microsoft stimmt leichter reparierbaren Geräten zu

Anfangs war Microsoft strikt gegen eine bessere Reparierbarkeit, doch der Druck einer Aktionärsgruppe sorgte für einen Haltungswechsel.

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Beim Surface Pro 7+ ist zumindest die SSD austauschbar. (Bild: Windows Central)

Es ist ein Novum in der Tech-Branche: Microsoft hat sich dazu bereit erklärt, die Reparierbarkeit der eigenen Geräte ab Ende 2022 deutlich einfacher zu gestalten. Dieser Erfolg ist As You Sow anzurechnen, denn die Beratungsfirma hat sich im Namen von Aktionärinnen und Aktionären für das Recht auf Reparatur eingesetzt.

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Microsoft wird eine Studie in Auftrag geben, welche die Auswirkungen prüfen soll, die eine bessere Reparierbarkeit von Geräten für den ökologischen Fußabdruck und das Sozialverhalten hat. Explizit werden hier die Surface- und Xbox-Marken genannt.

Zudem soll die Verfügbarkeit bestimmter Ersatzteile sowie Reparaturanleitungen außerhalb von Microsofts autorisierten Partnern erweitert und Endkunden mehr Möglichkeiten gegeben werden, selbst lokal Reparaturen vorzunehmen.

Nein! Doch! Oh!

Der Weg bis zu Microsofts Zusage war alles andere als leicht, wie Grist zusammenfasst. Das Unternehmen war strikt gegen Reparaturen und verneinte jeglichen Zusammenhang zwischen Reparierbarkeit und verbesserter Nachhaltigkeit. Erst nach einem Aktionärsbeschluss im Juni 2021 änderte Microsoft seine Ansicht radikal und sagte, die Studie sei eine gute Idee.

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Video: Microsoft zeigt Surface Pro 7 Plus [7:49]

Bis Mai 2022 sollen die Ergebnisse der Studie als Zusammenfassung veröffentlicht werden, da es sich bei den konkreten Details teils um vertrauliche Informationen handelt. Bisher lassen sich die meisten Surface- und Xbox-Geräte praktisch nicht warten, da die meisten Komponenten verlötet oder verklebt sind. Eine Ausnahme bilden das Surface Pro 7+/8 und der Surface Laptop 4, hier kann die SSD aufgerüstet werden.

Mittelfristig könnte das Recht auf Reparatur auch bei weiteren Unternehmen für Veränderungen sorgen, da entsprechende Aktionärsbeschlüsse auch bei Apple und dem Baumaschinenhersteller Deere & Company eingereicht wurden. Hintergrund ist der Präsidentenerlass von Joe Biden, der eine bessere Reparierbarkeit fordert.