Surface Studio 2+: Microsoft belebt das Surface Studio nach Jahren wieder
Das Surface Studio (Test) ist das einzige Desktopsystem der Surface-Reihe und fällt durch das ungewöhnliche Display-Scharnier als All-in-One-Gerät auf. Allerdings wurde das Gerät nur einmal Ende 2018 neu aufgelegt. Seit mehreren Jahren gab es kein Update. Microsoft hat es aber wohl nicht vergessen und bringt das Surface Studio 2+ heraus. Dabei handelt es sich um eine angepasste Version des bekannten Gerätes mit ähnlichen Maßen.
Interessant: Das Surface Studio 2+ wird mit einem schon jetzt veraltet wirkenden Tiger-Lake-H35-Prozessor der elften Generation ausgerüstet. Genauer gesagt handelt es sich um den Core i7-11370H, der auch im von Golem.de getesteten Surface Laptop Studio eingesetzt wird. Das SoC kann mit 40 Watt die meisten Aufgaben verarbeiten. Es kommt zudem eine Geforce RTX 3060 Laptop GPU zum Einsatz. Das System sollte daher für Rendering und die meisten Spiele gerüstet sein.
Ansonsten ähnelt die Plus-Version dem mittlerweile obsoleten Surface Studio 2. Das 28-Zoll-Display löst mit hohen 4.500 x 3.000 Pixeln auf und stellt damit mehr als 4K dar, was in diesem Formfaktor äußerst selten ist. Das Panel soll zudem für DCI-P3 kalibriert sein. Der Fokus auf kreative Profis wird also sichtbar.
Frankensteins Windows-11-Monster
Eine Touch-Funktion und Stift-Digitizer für den Surface Pen sind ebenfalls integriert. Zudem behält das Surface Studio 2+ das Schwenkgelenk als Alleinstellungsmerkmal bei. Dabei wird das Display über den Standfuß geklappt und kann so als Zeichentablet dienen.
Kunden haben keine Wahl, wie viel RAM oder Massenspeicher verbaut wird. Beide Komponenten sind wohl auf dem Mainboard verlötet und nicht erweiterbar. 32 GByte DDR4-RAM und einer 1-TByte-SSD sollten allerdings erst einmal reichen.
Ansonsten ersetzt Microsoft einige Anschlüsse durch modernere I/O: Es stehen nun drei USB-C-Ports (Thunderbolt 4) und 2 USB-A-Buchsen (3.2 Gen1) zur Verfügung. Hier können also maximal drei externe USB-C-Monitore mit 4K60 daran angeschlossen werden. Die USB-Ports werden durch eine 3,5-mm-Klinke und Gigabit Ethernet ergänzt.
Sicher ist ein Grund, warum Microsoft das Surface Studio zumindest teilweise aktuell behält, es als schickes Schaufensterprodukt für Windows 11 Pro darzustellen. Damit fällt auch die skurrile Ausnahme weg, die Microsoft hinsichtlich der Windows-11-Kompatibilität beim alten Surface Studio 2 gemacht hat. Dieses ist eins der wenigen Geräte mit Intel-7000-SoC, das mit Windows 11 nativ funktioniert.
| SoC | Intel Core i7-11370H (4C/8T, 40 Watt) |
| GPU | Nvidia Geforce RTX 3060 Laptop (6 GByte GDDR6 VRAM) |
| Display | 28" IPS-Touchscreen (4.500 x 3.000 Pixel @ 60 Hz, Stift-Digitizer) |
| RAM | 32 GByte DDR4 |
| Massenspeicher | 1 TByte NVMe-SSD |
| Ports | 3x USB-C (Thunderbolt 4), 2x USB-A (3.2 Gen 1), 1x RJ45, 3,5-mm-Klinke |
| Netzwerk | Gigabit Ethernet, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.1 |
| Zubehör | Surface Keyboard, Surface Mouse, Surface Pen, Surface Dial (separat erhältlich) |
Preise und Verfügbarkeiten nannte Microsoft bisher nicht. Klar ist, dass Komponenten austauschbar sein sollen und der PC zusammen mit Surface Pen, Surface Keyboard und Surface Mouse ausgeliefert wird.
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