Surface Pro X, Surface Book: Microsoft Surface muss sich verändern

Ob Laptop oder Tablet: Seit Jahren stopft Microsoft etwas bessere Prozessoren in die immer gleichen Gehäuse. Das darf nicht so weitergehen.

Ein IMHO von veröffentlicht am
Das Surface Pro 6 sieht genauso aus wie das Surface Pro 7 - und das Surface Pro 7+.
Das Surface Pro 6 sieht genauso aus wie das Surface Pro 7 - und das Surface Pro 7+. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Ein neuer Prozessor, mehr RAM und ein LTE-Modul: Dadurch definiert sich Microsofts neues Surface Pro 7+. Dabei sind das Konzept und das Design seit mehreren Jahren unverändert geblieben. Dass Microsoft zudem die Preise noch einmal anhebt und vollausgestattete Versionen des Detachables für mehr als 3.000 Euro verkauft, scheint symptomatisch für die gesamte Surface-Serie zu sein. In der kommenden Zeit muss sich meiner Meinung nach etwas ändern, wenn die Marke ihre Relevanz nicht verlieren will.

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Denn Microsoft Surface stand einmal für Referenzgeräte, die das Betriebssystem Windows 10 in einem möglichst schicken und funktionellen Gerät vermarkten konnten. Die Surface-Pro-Serie hat mit ihrem integrierten Standfuß und der abnehmbaren Tastatur die Produktkategorie der Detachables erst salonfähig gemacht. Seit dem Surface Pro 3 stellte Microsoft zudem regelmäßig immer etwas verfeinertere Geräte der Serie vor - zunächst mit verbessertem Standfuß, dann mit einer wesentlich brauchbareren Tastatur und zuletzt mit USB-C statt Mini-Displayport.

Langsam und überteuert

Doch ist klar: Die Konkurrenz schläft nicht. Apple hat das iPad Pro etwa klar in ein Konkurrenzprodukt mit integrierter Tastatur verwandelt, während der aktuelle M1-ARM-Chip Microsofts Windows-10-on-ARM-Referenz Surface Pro X mit angepasstem Qualcomm-Snapdragon-SoC ziemlich langsam und veraltet aussehen lässt. Da hilft auch ein moderneres dünneres Chassis mit weniger sichtbaren Displayrändern nicht.

Das Surface Pro X kann für niemanden außerhalb einer kleinen Microsoft-Fangemeinde interessant sein, was nicht zuletzt am völlig überzogenen Preis jenseits von 1.000 Euro liegt. Und dann erlaubt es sich Microsoft noch, für das Konzept essenzielles Zubehör wie die Anstecktastatur für 150 Euro und den Surface Pen für 110 Euro separat zu verkaufen. Danke, aber nein danke, Microsoft!

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Auch das Surface Book hat mir zuletzt gezeigt, wie sehr sich Microsoft auf alten erfolgreichen Konzepten ausruht. Beim aktuellen Surface Book 3 ist einfach nur die Hardware etwas aktualisiert worden, während das Chassis des Vorgängers fast unverändert übernommen wurde. Parallel dazu stellen Unternehmen wie Apple, Dell, HP, Lenovo und andere modern wirkende neue Geräte vor - zuletzt auf der CES 2021. Dabei sind übrigens auch tolle Konzepte wie das bereits erhältliche Thinkpad X1 Fold oder Kopien des Surface Pro in Form des Thinkpad X12 Detachable.

Mitläufer statt Innovator

Microsoft wirkt hier mit seinen Geräten nicht mehr wie ein Vorreiter, sondern wie ein Mitläufer, was auch der seit Jahren kaum veränderte Surface Laptop zeigt. Dieser hat zumindest einen annehmbaren Kaufpreis und kann als Clamshell-Notebook einen größeren Kundenkreis ansprechen. Warum Microsoft seit der Einführung des Laptops aber auf nur zwei Anschlüsse setzt, bleibt mir ein Rätsel. Obwohl: dadurch lassen sich sicher überteuerte Zubehörteile wie das Surface Dock für so schon nicht günstige Geräte besser verkaufen.

Dass Microsoft im Hardwarebereich zumindest nicht ganz stillsteht, zeigen Dual-Screen-Geräte wie das Surface Duo und das geplante Surface Neo. Klar ist das Duo ein überteuertes Smartphone mit Android-OS, das zudem keine Bestwerte bei der Kamera- und CPU-Leistung abliefert. Das Konzept erreicht aber genau das, was Microsoft bereits zum Start des ersten Surface Pro und spätestens mit dem ersten Surface Book in mir ausgelöst hat: Einen gewissen "Möchte-ich-haben"-Effekt.

Dabei ist es nicht wichtig, dass der Konzern die bereits existierenden Geräte komplett überarbeitet. Ein Redesign wäre aber bei allen Geräten wünschenswert. Ein Surface Book im weniger klobigen Chassis, ein paar Anschlüsse mehr beim Surface Laptop, eine besser benutzbare Anstecktastatur beim Surface Pro und ein stark gesenkter Preis beim Surface Pro X - das wären einige Dinge, die die Serie eventuell wieder aufleben lassen könnten.

Dann würde auch bei mir wieder ein Surface-Gerät auf dem Schreibtisch stehen, gerne auch mit zwei Bildschirmen.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

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Trollversteher 19. Jan 2021

iPad Pro 12.9 (2020) mit LTE und 512 GB: ca 1.300¤ Surface Pro X Q2 LTE 512 GB: ca 1...

Trollversteher 15. Jan 2021

Und das hat man zB beim MBA lange Zeit gemacht, als dort über mehrere Generationen...

Trollversteher 15. Jan 2021

Der Satz schlägt dem Fass ja den Boden aus... Das IST doch GENAU das was Apple...

Smolo 15. Jan 2021

Das ist doch jetzt doppelter Blödsinn was du da geschrieben hast. 1) RAM kann man nie...



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