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Surface: Microsoft will gegen Apple "nichts mehr unversucht lassen"

Ein euphorischer Steve Ballmer hat angekündigt, Apple nicht mehr den Bereich integrierter Hard- und Software zu überlassen. Surface sei der Beginn einer neuen Ära. Nicht mal ein eigenes iPhone -Konkurrenzprodukt schloss Ballmer völlig aus.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Achim Sawall
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Microsoft-Chef Steve Ballmer (Bild: Kevork Djansezian/Getty Images)
Microsoft-Chef Steve Ballmer Bild: Kevork Djansezian/Getty Images

Microsoft gesteht ein, in der Vergangenheit einen Teil der Innovationen im Bereich "Hard- und Software" an Apple "abgetreten" zu haben. Das sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer der Zeitschrift Computer Reseller News(öffnet im neuen Fenster) auf der Worldwide Partner Conference des Unternehmens in Toronto. Doch das Tablet Surface markiere den Beginn einer neuen Ära, in dem Microsoft im Konkurrenzkampf mit Apple "nichts mehr unversucht lassen" werde, erklärte Ballmer.

"Wir wollen eindeutig klarstellen, dass wir Apple keinen einzigen noch offenen Bereich überlassen werden" , sagte ein ausgelassener Ballmer in dem 30-minütigen Interview.

Microsoft sei Apple gegenüber in den Bereichen "Produktivität" , "Enterprise-Management" und durch das Zusammenspiel von Endgeräten "mit der Serverinfrastruktur in großen Unternehmen" im Vorteil.

Kein "Stück Marktanteil" werde künftig kampflos Apple überlassen, wiederholte Ballmer. "Nicht die Endkunden-Cloud, nicht der Bereich Hardware-Software-Innovationen. Wir werden nichts davon Apple überlassen. Das wird nicht passieren. Nicht mit uns."

Microsoft fühle sich stark genug, Innovationen in allen Bereichen zu präsentieren. Ballmer: "Dabei werden wir nichts unversucht lassen."

Ballmer schloss auch die Entwicklung eines eigenen Smartphones als Konkurrenz zum iPhone nicht völlig aus. Auf die Frage, ob Microsoft ein eigenes Gerät entwickeln werde, sagte Ballmer nach einer Pause: "Im Moment arbeiten wir sehr intensiv an Surface. Darauf konzentrieren wir uns im Kern. Wir werden sehen, was passiert. Wir haben mit Nokia und HDC im Handybereich starke Partner." Einen ersten Versuch gab es hier bereits: Im Juli 2010 nahm Microsoft nach nur zwei Monaten sein Kin-Handy vom Markt . Die gesamte Kin-Abteilung wurde aufgelöst und ging in der Windows-Phone-7-Sparte auf.

Nachtrag vom 11. Juli 2012, 11:00 Uhr

Die Redaktion Computer Reseller News hat bislang nicht auf eine Anfrage von Golem.de reagiert, ob es sich bei "HDC" um einen Schreibfehler handelt und HTC gemeint war, was sehr viel wahrscheinlicher wäre.


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