Surface Lite: Microsofts günstiges Tablet nutzt Pentium-Chips

Microsoft arbeitet an günstigeren Surface-Tablets, welche die Nachfolge des Surface 3 (Test) von 2015 antreten und preislich unterhalb des aktuellen Surface Pro (Test) positioniert werden. Letzteres kostet ohne Stift und Tastatur derzeit mindestens 950 Euro, mit Zubehör weit über 1.000 Euro. Für die neuen Tablets arbeitet Microsoft erneut mit Intel zusammen und verbaut deren Pentium-Chips, wie Winfuture(öffnet im neuen Fenster) erfahren haben will.
Die Geräte nutzen ein 10-Zoll-Display im 3:2-Format, darin stecken ein Pentium Silver oder ein Pentium Gold. Trotz ähnlichen Namens verbergen sich dahinter unterschiedliche Architekturen, auch die Geschwindigkeit variiert deutlich: Die Pentium Silver wie der N5000 haben vier Kerne mit 1,1 GHz bis 2,7 GHz bei sechs Watt und nutzen Goldmont Plus als Technik, sind also Atom-Derivate. Die Pentium Gold wie der 4415Y sind Dualcores mit Hyperthreading und Kaby-Lake-Core-Architektur bei 1,6 GHz und ebenfalls sechs Watt. Im Surface Pro nutzt Microsoft hingegen teurere 15-Watt-Chips wie den Core i7-7660U mit flotter Grafikeinheit.

Um die Kosten im Vergleich zum Surface Pro neben dem Display und dem Chip weiter zu drücken, verbaut Microsoft nur 4 GByte oder 8 GByte Arbeitsspeicher statt bis zu 16 GByte und es soll Modelle mit 64 GByte Flash-Storage geben. Ein Preistreiber ist jedoch das in einigen Geräte integrierte LTE-Modem. Das wohl passiv gekühlte Tablet selbst kommt wahrscheinlich ohne Anstecktastatur und Stift, bei diesem seperat zu erwerbenden Zubehör dürfte Microsoft ebenfalls kostengünstigere Varianten entwickelt haben.
Das Surface 4 oder Surface Lite – oder wie auch immer es dann heißen wird – soll schon sehr bald veröffentlicht werden. Zumindest hörten wir dies aus informierten Kreisen.