AMD gegen Intel: verkehrte Welt

Die Notebooks sind wieder sehr gut verarbeitet. Die Gehäuse bestehen aus Metall und fühlen sich hochwertig an. Microsoft hat zudem die verschraubte Unterplatte des Vorgängers hier wieder übernommen. Wir gelangen so leichter an Komponenten und Hardware heran und müssen das Gerät beim Öffnen nicht nachhaltig beschädigen. Zumindest die SSD lässt sich bei beiden Modellen austauschen. Arbeitsspeicher und andere Komponenten sind allerdings auf dem Mainboard verlötet. Interessant: Es wird ein identischer Akku mit 46 Wattstunden verwendet, obwohl in der 15-Zoll-Version sichtlich Platz für mehr ist.

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Dazu erben beide Notebooks die ziemlich magere Anschlussauswahl, die aus einem USB-C-Port, einer Kopfhörerklinke, dem magnetischen Surface-Dock-Port und USB-A 3.2 Gen1 besteht. Es fehlen uns weitere Optionen wie ein Micro-SD-Kartenleser, HDMI oder weitere USB-Ports. Nach vier Generationen stagnierender Anschlussvielfalt gehen wir nicht mehr davon aus, dass Microsoft das jemals ohne ein größeres Redesign ändern wird. Schade ist es trotzdem. Übrigens setzen beide Notebooks, ob Intel oder AMD, auf USB-C 3.2 Gen2 und verzichten auf schnellere Standards wie Thunderbolt 4. Zumindest bei dem Intel-Modell wäre das möglich gewesen.

Tastatur und Trackpad weiterhin top

Positiv können wir die Tastaturen und Trackpads beider Modelle hervorheben. Der Tastenanschlag ist - wenig überraschend - bei beiden Modellen und zum Vorgänger identisch. Außerdem sind die weiß beleuchteten Tasten an sich mit je 1,8 cm Seitenlänge gleich groß. Microsoft setzt auf die verbreitete Scissor-Technik, die einen besonders flachen und leisen Anschlag garantiert und an Flachtastaturen wie das Apple Magic Keyboard oder das Microsoft Modern Keyboard erinnert. Wir freuen uns zudem über das in Europa verbreitete ISO-Layout mit größerer Return-Taste und über die vielen Funktionstasten. Die Umstellung von einem anderen Gerät auf den Surface Laptop 4 dürfte schnell gehen.

  • Gute Kombination aus Trackpad und Tastatur (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Surface Laptop 4 13,5" (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Surface Laptop 4 13,5" (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Webcam an der oberen Seite bei beiden Modellen (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Anschlüsse links beim 13,5-Zoll-Modell (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Anschlüsse rechts beim 13,5-Zoll-Modell (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die beiden Notebooks im Größenvergleich (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die beiden Notebooks im Größenvergleich (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Beide Notebooks verwenden identische Ports. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Anschlüsse rechts beim 13,5-Zoll-Modell (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Anschlüsse links beim 13,5-Zoll-Modell (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Surface Laptop 4 15" (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Surface Laptop 4 15" (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Surface Laptop 4 15" (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Surface Laptop 4 15" (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Chassis ist aus Metall gefertigt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die beiden Notebooks im Größenvergleich (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die beiden Notebooks im Größenvergleich (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Gute Kombination aus Trackpad und Tastatur (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Tastatur im ISO-Layout (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Tastatur im ISO-Layout (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Surface Laptop 4 13,5" (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Surface Laptop 4 13,5" (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Surface Laptop 4 13,5" (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Surface Laptop 4 15" (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Surface Laptop 4 15" (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Trackpad könnte beim 15-Zoll-Modell größer sein.
  • Tastatur im ISO-Layout (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Tastatur im ISO-Layout (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Gute Kombination aus Trackpad und Tastatur (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Surface Laptop 4 15" (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Surface Laptop 4 15" (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Das Trackpad könnte beim 15-Zoll-Modell größer sein.

Das Trackpad bleibt weiterhin eine gute Alternative zur herkömmlichen Maus. Die Sensorfläche ist bei beiden Modellen groß genug und Klicks, Gesten und Fingerbewegungen werden zuverlässig erkannt. Das 15-Zoll-Modell hat allerdings weiterhin keine größere Sensorfläche zu bieten, obwohl dafür reichlich Platz gewesen wäre.

Tiger Lake und Renoir - auf die Kerne kommt es an

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Wie eingangs erwähnt, war es bisher selten der Fall, dass Intel und AMD gleichzeitig gute CPUs für Notebooks angeboten haben. Bei acht Kernen und 16 Threads beim Renoir-Chip gegenüber den vier Kernen und acht Threads im Tiger-Lake-SoC wird es wenig verwundern, wenn AMDs Ryzen in Benchmarks mithalten kann. So erreicht das Ryzen-System im zehnminütigen Mehrkerndauerlauf in Cinebench R23 8.800 Punkte. Das Intel-Modell liegt mit 5.500 Punkten weit dahinter.

Anders sieht es aus, wenn wir den Vorteil durch die reine Kernanzahl außen vor lassen und nur die Singlethread-Performance messen. Intels Tiger Lake erreicht im zehnminütigen Cinebench-R23-Test 1.503 Punkte. Der Ryzen 7 4980U kommt im gleichen Test auf 1.218 Punkte.

Microsoft Surface Laptop 4, 15 Zoll Laptop (Ryzen 7se, 16GB RAM, 512GB SSD, Win 10 Home) Matt Schwarz

Im Dauerlauf sind beide Notebooks hörbar, da sie über eine aktive Kühlung verfügen. Allerdings dreht das Intel-Modell erst ab 95 Grad Celsius den Lüfter auf, während der Tiger-Lake-Chip maximal 55 Watt reserviert. Entsprechend taktet er in den ersten Sekunden auf 1,5 GHz pro Kern hoch und pendelt sich dann bei 1,2 GHz und 30 Watt TDP ein.

Im gleichen Test taktet das AMD-Modell mit effektiv 3,7 GHz und pendelt sich bei 3,1 GHz ein. Das System wird dabei maximal 87 Grad heiß und erreicht einen Package Power Threshold von 45 Watt. Das System pendelt sich auch hier schnell bei 30 Watt und später auf maximal 22 Watt ein.

  • Farbraumabdeckung des AMD-Notebooks (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Farbraumdiagramm des AMD-Notebooks (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Singlecore-Leistung des Ryzen 7 4980U Surface Edition (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Multicore-Leistung des Ryzen 7 4980U Surface Edition (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Kerntakt des Ryzen 7 4980U Surface Edition (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Kerntemperatur des Ryzen 7 4980U Surface Edition (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Leistung des AMD-Notebooks in CS:GO (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Akkulaufzeit des AMD-Notebooks in PCMark 10 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Akkulaufzeit des AMD-Notebooks in Powermark (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Power-Budget des Ryzen 7 4980U Surface Edition (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • SSD-Geschwindigkeit des AMD-Notebooks (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Singlecore-Leistung des Intel Core i7-1185G7 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Multicore-Leistung des Intel Core i7-1185G7 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Kerntakt des  Intel Core i7-1185G7 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Leistungsbudget des Intel Core i7-1185G7 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Temperatur des Intel Core i7-1185G7 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Leistung des Intel-Notebooks in CS:GO (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Farbraumdiagramm des Intel-Notebooks (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Farbraumabdeckung des Intel-Notebooks (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Akkulaufzeit des Intel-Notebooks in PCMark 10 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Akkulaufzeit des Intel-Notebooks in Powermark (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • SSD-Geschwindigkeit des Intel-Notebooks (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Multicore-Leistung des Ryzen 7 4980U Surface Edition (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

In klassischen Anwendungen wie Webbrowsern, Office-Software, Adobe Photoshop und beim Streaming von Serien und Filmen sind beide CPUs schnell und leistungsstark. Erst, wenn wir beispielsweise Rendering-Aufgaben erledigen oder virtuelle Maschinen aufsetzen, macht sich der Vorteil bei der Kernanzahl bemerkbar. Allerdings nicht überall: bei dem nicht auf viele Kerne optimierten Adobe Premiere Pro zum Beispiel eher weniger.

Zum Test haben wir eine fünfminütige Episode des Golem.de-Wochenrückblickes mit Adobe Premiere Pro gerendert. Mit voreingestelltem Youtube-4K-Preset, H.264 und dem Software-Renderer benötigt das Intel-Modell 7:44 Minuten. Für den gleichen Test braucht unser AMD-Muster 9:06 Minuten. Der Software-Renderer belastet die CPU. Schalten wir die GPU-Unterstützung der Mercury Playback Engine dazu, bleibt Intel mit 4:10 Minuten noch immer vor dem AMD-Modell mit 6:40 Minuten. Das ist in dem Fall die Fixed Function für Encoding, also VCE (AMD) oder Quicksync (Intel).

Schauen wir uns die Grafikleistung der beiden SoCs in Spielen an, dann gewinnt Intel ebenfalls leicht.

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 Surface Laptop 4 AMD und Intel im Test: Welcher Surface Laptop 4 ist der richtige?Mehr GPU-Leistung bei Intel 
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