Surface Hub 2S angesehen: Das Surface Hub, das auch in kleine Meeting-Räume passt

Präsentationen teilen, Tabellen bearbeiten oder gemeinsam auf dem Whiteboard skizzieren: Das Surface Hub 2S ist eine sichtbare Weiterentwicklung des doch recht klobigen Vorgängers. Und Microsofts Pläne sind noch ambitionierter.

Ein Hands-on von veröffentlicht am
Das Surface Hub 2S ist mit 50 Zoll recht kompakt.
Das Surface Hub 2S ist mit 50 Zoll recht kompakt. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)

Nicht in lauten Messehallen, sondern in privaten Büros in Berlin zeigt Microsoft Golem.de sein Surface Hub 2S, das es seit Juni 2019 zu kaufen gibt. Das Kollaborations-Display ist nicht nur optisch eine Weiterentwicklung des ursprünglichen Modells, das bereits 2015 vorgestellt wurde. Ein Blick in die nicht allzu ferne Vergangenheit erhaschen wir beim Besuch, denn Microsoft-Produktmanager Andre Hansel stellt das neue Gerät mit 50,5-Zoll-Bilddiagonale mit 4K-Auflösung direkt vor das alte mit 85 Zoll - sicherlich nicht ganz zufällig.

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Schnell wird klar, dass das Hub 2S im Gegensatz zum Ur-Modell wesentlich kompakter ist. Die Stereolautsprecher sind integriert statt an der Seite aufgehangen und die Displayränder sind wesentlich schmaler. Deshalb wird die Webcam als externer Adapter mitgeliefert. Die stecken Nutzer an einen der USB-Typ-C-Ports an der Oberseite oder den Seiten des Produktes. Allerdings ist der Rollständer nicht in der Lage, das Panel vertikal zu drehen. Das soll laut Hansel in Zukunft mit einem anderen Stand nachgeholt werden.

Denn das Hub 2S soll sich für den Multimonitorbetrieb eignen und entweder eine Applikation über mehrere Displays oder mehrere Applikationen über ein Display anzeigen. Das ist allerdings ebenfalls noch nicht implementiert. Auch eine Batterie soll es künftig geben, die das Gerät abseits von Stromquellen nutzbar macht. Das entsprechende Fach ist im Stand bereits vorhanden. Hansel spricht von einer Akkulaufzeit von etwa 100 Minuten.

Betriebssystem erinnert an Windows 10 im Tablet-Modus

Was hingegen bereits funktioniert, ist das Betriebssystem an sich. Microsoft installiert eine Art Windows-OS auf dem Gerät, das fast identische Menüs und Systemeinstellungen wie Windows 10 im Tablet-Modus anzeigt. Das Gerät ist mit UWP-Software von Drittherstellern kompatibel, solange diese auch für das Surface Hub freigegeben ist. Das Surface Hub 2S ist wie Windows-Geräte an Microsofts Update-Server angebunden und kann über Windows Update automatisch aktualisiert werden.

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Als UWP-Beispiel präsentiert uns Hansel eine CAD-Software von Siemens, die Maschinenteile bis ins Detail anzeigt. Gerade bei grafisch anspruchsvollen Inhalten sehen wir, dass das Hub 2S an einigen Stellen ruckelt und nachlädt - gerade beim Hereinzoomen und Auswählen von Bauteilen. Allerdings ist das nicht unbedingt der primäre Zweck des Konferenzsystems. Stattdessen integriert es Microsoft Teams, Outlook, Excel, Word, Powerpoint und andere Office-365-Anwendungen auf einer Plattform - und das funktioniert auf den ersten Blick recht gut.

Microsoft-Account ist Pflicht

Das Hub 2S funktioniert folglich nur mit einem Microsoft-Konto, mit dem sich Nutzer auf dem Gerät authentifizieren - bei Bedarf auch mit zweitem Faktor. Über dieses werden Kalenderdaten, eigene Dokumente und Meetinginformationen synchronisiert. Das Hub 2S kann so beim Start etwa anzeigen, welcher Termin gerade wahrgenommen wird und Kontakte vorschlagen, die in eine Konferenz eingeladen werden. Angemeldete Nutzer können zudem ihre in Onedrive abgelegten Dokumente in die Präsentation einbinden.

  • Surface Hub 2S (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Surface Hub 2S (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Die Webcam ist sichtbar. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Sie wird an einen USB-C-Port angesteckt. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Dort soll der Akku hineinpassen. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Der Stift ist batteriebetrieben. (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Surface Hub 2S (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
  • Surface Hub 2S (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)
Surface Hub 2S (Bild: Heiko Raschke/Golem.de)

Die primäre Funktion ist aber weiterhin das gemeinsame Erstellen von Ideen auf dem System. Über ein endlos scrollbares Whiteboard können mit dem Stift Skizzen, Cluster, Programmablaufpläne oder Mindmaps erstellt werden. Das Hub 2S fasst einzelne Formen wie Kreise, Quadrate und Dreiecke zu Objekten zusammen. Die können ihrerseits als Ganzes skaliert, gedreht und verändert werden. Hansel zeigt zudem die automatische Formerkennung, die grob skizzierte Formen in einheitliche geometrische Objekte umwandelt. Das ist praktisch, wenn wir unsere Ideenskizzen möglichst übersichtlich und präsentierbar halten wollen.

Aktiver Stift und Digitizer für mehrere Finger

Als Eingabegerät dienen Finger oder der Stift, den Microsoft mitliefert. Dieser ist - im Gegensatz zu Produkten wie dem Samsung Flip - batteriebetrieben und kann magnetisch an das Panel befestigt werden. Das ist eine Änderung zum Vorgänger, der eine Ladestation integriert. Das Problem war allerdings wohl, dass viele Mitarbeiter den Stift falsch herum eingesteckt und damit nicht geladen haben. Der Digitizer ist so ausgelegt, dass er mehrere Eingabesignale erkennen soll, etwa wenn zwei Personen gleichzeitig darauf zeichnen.

Per Microsoft Teams können sich mehrere Nutzer von außen auf das Konferenzsystem zuschalten und ebenfalls Eingaben auf dem Whiteboard vornehmen. Änderungen werden zwischen allen Teilnehmern, zumindest im lokalen Netzwerk des Microsoft-Büros, mit recht geringer Verzögerung angezeigt.

Bei Unternehmen beliebt

Obwohl das Hub 2S wie der Vorgänger nicht ganz preiswert ist - Microsoft will rund 9.000 Euro dafür haben - soll es bei Unternehmen sehr beliebt sein. Laut Hansel kommt Microsoft nicht mit der Produktion hinterher und die erste Charge des Panels sei bereits ausverkauft. Nutzer, denen 50 Zoll zu klein sind, sollten aber noch warten. Microsoft will eine 85-Zoll-Version anbieten.

Etwas weiter in der Zukunft liegt der Nachfolger des Hub 2S. Dieser wird modular aufgebaut sein: Die Hardware steckt in einer Kassette, die an das Panel angeklemmt wird. Durch dieses Konzept wäre das System nachrüstbar und damit langlebiger. Das kann Microsoft für die derzeitige Version nicht versprechen, die in der Vorführung - bis auf die 3D-Beschleunigung - aber schnell genug reagiert.

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Galaxy3000 16. Okt 2019

Kann jemand in wenigen Worten schildern, was die Alleinstellungsmerkmale eines...

Anonymer Nutzer 14. Sep 2019

nein ich sehe das definitiv nicht aus privater Sicht! Ich habe selbst ein Unternehmen und...

Kleba 14. Sep 2019

Es geht doch gar nicht darum, dass man es nicht selbst hinbekommen kann. Es geht um die...

spagettimonster 12. Sep 2019

für 9k könnte man das annehmen, aber wer weis, ist ms ... ¯\_()_/¯



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