Intels Atom x7 überzeugt
Microsofts Surface 3 ist das erste Gerät mit Intels neuem Cherry-Trail-Topmodell. Das Atom x7-8700 genannte System-on-a-Chip bietet vier Kerne mit Airmont-Architektur und eine integrierte Grafikeinheit der Broadwell-Generation. Damit unterstützt der passiv lautlos gekühlte Chip sogar die 3D-Grafikschnittstelle DirectX-12.
Unser Muster des Surface 3 ist mit recht schnellem 128-GByte-eMMC-Speicher ausgestattet, viele andere Tablets liefern schlechtere Werte. Auf dem eMMC-Speicher ist Windows 8.1 in der 64-Bit-Version installiert. Das ist bei bisherigen Atom-Geräten nicht üblich und daher sehr lobenswert. Passend dazu verlötet Microsoft 4 GByte sparsamen LPDDR3-Arbeitsspeicher. Unsere Messungen sprechen allerdings dafür, dass nur ein RAM-Chip im Surface 3 steckt - der Atom x7 bräuchte aber zwei für volle Geschwindigkeit.
Verglichen mit dem Atom Z3770, bei Veröffentlichung das Topmodell der vorherigen Bay-Trail-Generation, schneidet Intels neuer Atom x7 dennoch gut ab. Die reine CPU-Geschwindigkeit steigt ein bisschen an, die stellte aber bisher schon kein Problem dar. Geräte mit einem Core M oder einem Core i5 liefern zwar mehr Leistung, kosten aber oft einige Hundert Euro mehr.
Im Alltag mit Webbrowsing und Office-Dokumenten reagiert das Surface 3 aufgrund des Atom-x7-Prozessors und der eMMC langsamer als das Surface Pro 3 mit SSD. Dank 4 GByte Arbeitsspeicher ist es aber flotter als Atom-Tablets mit nur 2 GByte RAM und speicherintensive Programme wie Lightroom laufen flüssiger.
Für Spiele ist der Atom x7 nur bedingt ausgelegt, wenngleich Intel die Grafikleistung mehr als verdoppeln konnte. Die zusätzliche Geschwindigkeit ist jedoch bei GPU-Computing nützlich, etwa bei per OpenCL-Schnittstelle beschleunigten Filtern in Bildbearbeitungsprogrammen.
Verglichen mit den besten Tablet-Chips am Markt, Apples A8X und Nvidias Tegra K1 Denver, schneidet der Atom x7 schlecht ab: Abgesehen vom 3DMark erreicht er in keinem Benchmark die Geschwindigkeit der Konkurrenz, egal ob Prozessor- oder Grafikleistung gefordert ist.
Die meisten ARM-Chips berechnen Operationen wie Verschlüsselung allerdings über fest verdrahtete Einheiten. Zudem sind Benchmark-Vergleiche mehrerer Architekturen sowie Betriebssysteme generell mit Vorsicht zu genießen.
Wichtiger als ein Geschwindigkeitsrekord ist die Effizienz eines Chips, da diese die Akkulaufzeit mitbestimmt. Hier wiederum steht das Surface 3 mit dem Atom x7 gut da, dafür gibt es anderswo Probleme.
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