Umstieg erfordert oft mehr als nur ein Softwareupdate
2026 ist es daher für Noch-Windows-10-User wichtig, nach einem neuen Betriebssystem zu schauen (g+) . Die simple Lösung: Existierende Hardware auf Windows 11 aufrüsten.
Das neue Betriebssystem ähnelt in Bedienung und GUI dem bekannten Windows 10. Elemente wie das zentrierte Startmenü lassen sich zudem so anpassen, dass sie wie bei Windows 10 linksbündig auf dem Bildschirm angezeigt werden.
Mit Windows 11 bringt Microsoft allerdings auch einige Neuerungen – allen voran Copilot und KI-Assistenz, die auf neuen Computern bereits vorinstalliert sind. All das lässt sich in den Systemeinstellungen allerdings abschalten und kann danach ignoriert werden. Das ist sicherlich Mehrarbeit, sollte für die meisten Menschen, die an Windows und dessen Workflow gewöhnt sind, jedoch kein Problem darstellen.
Neue Hardware teilweise Pflicht
Klar ist: Ein Upgrade auf Windows 11 wird nicht so reibungslos ablaufen, wie es noch zu Zeiten von Windows 7 der Fall war. Das Betriebssystem erfordert etwa eine halbwegs aktuelle CPU, zum Beispiel einen AMD-Ryzen-Chip mit Zen-2-Cores von 2019 oder einen Intel-Chip der Generation Coffee Lake von 2017.
Da Windows 11 vor allem auch von mehr RAM profitiert, sind 8 oder 16 GByte Arbeitsspeicher ebenfalls ratsam. Dabei könnten User in diesem Jahr auf ein Problem stoßen: Laptops und Desktops dürften weitaus teurer werden, da die RAM-Preise immer weiter steigen. Große Hersteller wie Micron gehen zudem davon aus, dass der Bedarf auch 2026 nicht abreißen und Preise konstant hoch sein werden.
Aus rein finanziellen Gründen könnte es deshalb sinnvoll sein, auf ein alternatives Betriebssystem zu setzen. Apple bietet mit dem Mac Mini aktuell etwa einen günstigen Einstieg in die Welt von MacOS an.
Derzeit gibt es ihn für 600 Euro. Auch plant Apple Gerüchten zufolge noch im Frühjahr 2026 ein neues günstiges Macbook mit A18-Chip für etwa 600 Euro. Beide Optionen sind für MacOS ausreichend gut ausgestattet.
Linux und Mac als Alternativen
Versierte User und Enthusiasten mit Tech-Erfahrung können sich auch an einer Linux-Distribution versuchen. Die Entwickler von Zorin OS versuchen etwa, eine Windows-ähnliche Benutzeroberfläche mit Taskleiste und Startmenü anzubieten.
Die auf Ubuntu basierende Distro ist laut eigenen Aussagen besonders bei Menschen beliebt, die von Windows 10 umsteigen wollen. Aber auch andere Distributionen wie Linux Mint oder Ubuntu selbst könnten gute Alternativen sein.
Beim Umstieg auf Linux sollte stets klar sein: Es ist nicht garantiert, dass viele Programme und selbst Treiber sofort funktionieren und oft ist etwas Bastelarbeit erforderlich. Linux ist aber generell ressourcensparender als Windows 10 und 11. Außerdem haben die User hier meist selbst die Kontrolle, welche Daten sie an welche Provider senden wollen.
Doch für welche Plattform sich Nutzer am Ende entscheiden, ist wohl weniger wichtig als die Entscheidung selbst – denn ab dem 13. Oktober 2026 wird Windows 10 unsicher.
Da ist es gut, dass noch einige Monate Zeit bleiben, um sich von der am weitesten verbreiteten Windows-Version aller Zeiten zu verabschieden. Und die Alternativen im Jahr 2026 sind merklich besser als noch vor einigen Jahren zum Supportende von Windows 7.