Vertraute und unvertraute Desktops

Ein zentrales Thema für Windows-Umsteiger bei Linux ist der Desktop. Der hat sich zwar auch bei Windows in den vergangenen Jahren immer wieder geändert. Wer aber auf Windows 95 gelernt hat, wird sich auch in einem Windows 10 nach etwas Eingewöhnungszeit zurechtfinden - zumal unter Windows keine Möglichkeit besteht, einen anderen Desktop zu verwenden.

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Das ist unter Linux anders. Fedora setzt etwa auf Gnome 3, das sich von Windows sehr unterscheidet. Für Ubuntu gilt dasselbe, es sei denn, man nutzt eine der Ubuntu-Alternativen wie Kubuntu, bei dem KDE der Standard ist. KDE ist einer der ältesten Desktops für Linux und kommt einem klassischen Windows-Desktop näher als Gnome 3. Mint setzt auf schlankere Desktops wie Xfce oder Cinnamon. OpenSUSE kommt ab Werk mit KDE.

Allerdings ist die Frage nach dem Default-Desktop der Distributionen gar nicht von so großer Bedeutung. Denn bei allen Systemen hat der Nutzer die Wahl, andere Umgebungen nachträglich zu installieren. KDE auf Fedora ist ebenso wenig ein Problem wie Gnome auf OpenSUSE. Wer Kubuntu installiert und anschließend merkt, dass Xfce doch die bessere Option ist, installiert Xfce einfach nach. Weil alle Ubuntu-Flavours die gleichen Paketverzeichnisse nutzen, ist das gar kein Problem.

Die Empfehlung lautet also ganz klar, die Desktops zu testen und jenen zu nutzen, der dem eigenen Geschmack am ehesten entspricht. Wer auf der Suche nach einem möglichst kompatiblen Windows-Ersatz ist, schaut sich im ersten Schritt idealerweise Cinnamon auf Mint-Linux oder KDE auf einer der anderen Distributionen an.

Linux hat unterschiedliche Grafikbibliotheken

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Ganz egal ist die Wahl der Desktop-Umgebung nicht. Für Linux gibt es unterschiedliche Grafikbibliotheken, also Bibliotheken, über die Programme etwa ihre Fenster auf den Desktop malen. Die großen Konkurrenten sind hier auf der einen Seite GTK und auf der anderen Seite Qt.

Die Herausforderung: Setzt man auf diese oder jene Bibliothek und modifiziert seine Desktop-Einstellungen, bekommen die Programme für die andere Bibliothek das möglicherweise nicht mit. Und bestimmte Programme wie Chrome oder Firefox nutzen eigene Bibliotheken, so dass sie eigene Konfigurationsparameter haben.

Es ist deshalb sinnvoll, sich in Sachen Applikationen möglichst im Dunstkreis nur einer Grafikbibliothek zu bewegen. Alternativ kommt dem Anwender anfangs einmal die Aufgabe zu, sich die nötigen Einstellungen für beide Welten sowie für die anderen Tools so herzurichten, wie es gewünscht ist. Der Mühe Lohn ist ein Desktop, der den eigenen Bedürfnissen entspricht.

Fazit

Für alltägliche Arbeiten funktioniert Linux ebenso gut wie Windows. Wer sich mit Windows 10 nicht anfreunden kann, sollte also ruhig einmal einen Blick über den Tellerrand wagen. Wer den Umstieg nicht gleich komplett vollziehen möchte, kann Linux auch erstmal in einer virtuellen Maschine ausprobieren: In Virtualbox lassen sich alle gängigen Linux-Distributionen gut testen.

Martin Gerhard Loschwitz ist Cloud Platform Architect bei Drei Austria und bearbeitet dort Themen wie Openstack, Kubernetes und Ceph.

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stan__lemur 30. Jan 2020

oder zVM und zVSE und ja, auch zLinux. Finde es lustig, wie sich manche, die durchaus...

phex 29. Jan 2020

Wenn man nur wüsste, wie man eine #bash nutzt, dann würden mehrfache Passworteingaben...

Tuxinator 28. Jan 2020

Genau... Die brauchen nur ein sicheres, schnelles Betriebssystem und einen Browser.

Tuxinator 28. Jan 2020

Tja das hat M$ mit Win7 aber auch schon seit 2013 gemacht... die Schnüffelupdates sind...



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