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Es gibt unter Linux vieles, aber nicht alles

Die Frage: "Windows oder Linux" ist keine ganz neue. Regelmäßig haben in den vergangenen Jahren die Vertreter beider Seiten immer wieder teils heftig darüber diskutiert, welcher Ansatz der bessere sei. Traditionell redet da auch die Mac-OS-Fraktion ein Wörtchen mit. Zumindest in der Vergangenheit haben die Windows-Befürworter die Diskussion regelmäßig damit für sich entschieden, dass auf Windows dieses oder jenes Programm verfügbar ist, das es für die anderen Plattformen einfach nicht gibt.

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Folgerichtig stellt sich ein wechselwilliger Windows-Nutzer zuerst die Frage: Benötige ich Programme, die für Linux schlicht nicht existieren? Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Programmkategorien, die das freie Betriebssystem überhaupt nicht bedient, existieren kaum noch.

Spiele fallen noch am ehesten in diese Kategorie: Zwar existieren mittlerweile für Linux eine Vielzahl von Spielen und auch Grafiktreiber, die 3D-Performance unter Linux liefern. Wer aber die aktuellsten Titel und die größte Auswahl für sich beansprucht, wird mit Linux kaum glücklich werden. Nicht wenige Nutzer, die ansonsten auf Linux schwören, betreiben deshalb eigens ein "Zockersystem" mit einem aktuellen Windows.

Spiele und Spezialanwendungen sind ein Problem ...

Problematisch wird die Sache auch, wenn bestimmte Programme benötigt werden, für die es unter Linux keine ebenbürtigen Pendants gibt. Ein Beispiel hierfür wäre Software für Video- und Tonbearbeitung, die in den meisten Fällen nur für Windows zur Verfügung steht.

Zwar ist Linux auf all diesen Gebieten mittlerweile nicht mehr blank. Gimp lässt sich etwa zumindest für Projekte zu Hause hervorragend als Ersatz für Photoshop nutzen. Scribus ist ein guter Ersatz für Indesign und auch Videoschnitt-Tools existieren für Linux mittlerweile. All diese Programme erfordern aber einiges an Umlernen für den Anwender.

Sie können oft die proprietären Formate der Firmen nicht lesen oder in diese exportieren. Wenn herstellerspezifische Tools und Erweiterungen ins Spiel kommen, etwa RAW-Filter für bestimmte Kameras, die sich in Photoshop nutzen lassen, hat der Linux-Anwender ebenfalls ein Problem. Wer Photoshop, Indesign, Final Cut oder eine andere Lösung zwingend braucht, wird seinen Bedarf mit Linux nicht abdecken können.

... Browser, Messaging, Texte und Tabellen nicht

Der Bedarf an solchen Spezialanwendungen ist aber keinesfalls die Regel, sondern eher eine Ausnahme. Die meisten Anwender benötigen ihren Computer für andere Aufgaben: Surfen, E-Mails lesen, Instant Messaging sowie das Schreiben einfacher Text-Dokumente und das Anlegen von Tabellen sind die Kernaufgaben. Bei diesen Aufgaben steht ein aktueller Linux-Desktop einem Windows in Sachen Vielfalt in nichts nach.

Wer etwa einen potenten Webbrowser sucht, landet auf Linux entweder bei Chrome oder Firefox - oder greift zu einem der anderen zahlreichen Browser. E-Mails erledigen viele Anwender mittlerweile so oder so im Browser über die Website des Anbieters. Wer doch ein eigenes Programm dafür nutzen möchte, setzt auf das Mozilla-Produkt Thunderbird oder auf Evolution, auf Sylpheed, Kmail oder einen der vielen anderen Clients.

In Sachen Instant Messaging gelten ähnliche Voraussetzungen: Meistens nutzen Anwender hierfür heute die klassischen Protokolle wie IRC oder die moderneren Alternativen wie Whatsapp, Facebook Messenger, Telegram, Threema oder Signal. Die gute Nachricht: Für die meisten Dienste dieser Art stehen wahlweise vom Anbieter selbst betriebene Webinterfaces bereit, die sich unter Linux einfach per Browser verwenden lassen. Für einige Protokolle wie IRC gibt es alternativ eine Vielzahl nativer Clients wie Xchat, Kopete oder Pidgin.

Selbst das Schreiben von Briefen oder von Tabellen bereitet dank Libreoffice heute keine Kopfschmerzen mehr. Hinzu kommt, dass Libreoffice offene Dateiformate nutzt, die auch Microsoft Office mittlerweile interpretieren kann (etwa ODT). Auch unterstützt die Software verbreitete Formate wie Xls und Xlsx. Das ist zwar noch nicht perfekt, stellt den Austausch von Dokumenten zwischen den Welten aber in der Mehrzahl der Fälle sicher - falls nicht ohnehin PDF anstelle editierbarer Dateien zum Einsatz kommt, wie es mittlerweile flächendeckend Usus ist.

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stan__lemur 30. Jan 2020

oder zVM und zVSE und ja, auch zLinux. Finde es lustig, wie sich manche, die durchaus...

phex 29. Jan 2020

Wenn man nur wüsste, wie man eine #bash nutzt, dann würden mehrfache Passworteingaben...

Tuxinator 28. Jan 2020

Genau... Die brauchen nur ein sicheres, schnelles Betriebssystem und einen Browser.

Tuxinator 28. Jan 2020

Tja das hat M$ mit Win7 aber auch schon seit 2013 gemacht... die Schnüffelupdates sind...

Tuxinator 28. Jan 2020

Ja ist doch egal wenn M$ alle Daten absaugt, das nächste Update schrottet den PC...


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