• IT-Karriere:
  • Services:

Es gibt unter Linux vieles, aber nicht alles

Die Frage: "Windows oder Linux" ist keine ganz neue. Regelmäßig haben in den vergangenen Jahren die Vertreter beider Seiten immer wieder teils heftig darüber diskutiert, welcher Ansatz der bessere sei. Traditionell redet da auch die Mac-OS-Fraktion ein Wörtchen mit. Zumindest in der Vergangenheit haben die Windows-Befürworter die Diskussion regelmäßig damit für sich entschieden, dass auf Windows dieses oder jenes Programm verfügbar ist, das es für die anderen Plattformen einfach nicht gibt.

Stellenmarkt
  1. Rational AG, Landsberg am Lech
  2. SIZ GmbH, Bonn

Folgerichtig stellt sich ein wechselwilliger Windows-Nutzer zuerst die Frage: Benötige ich Programme, die für Linux schlicht nicht existieren? Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Programmkategorien, die das freie Betriebssystem überhaupt nicht bedient, existieren kaum noch.

Spiele fallen noch am ehesten in diese Kategorie: Zwar existieren mittlerweile für Linux eine Vielzahl von Spielen und auch Grafiktreiber, die 3D-Performance unter Linux liefern. Wer aber die aktuellsten Titel und die größte Auswahl für sich beansprucht, wird mit Linux kaum glücklich werden. Nicht wenige Nutzer, die ansonsten auf Linux schwören, betreiben deshalb eigens ein "Zockersystem" mit einem aktuellen Windows.

Spiele und Spezialanwendungen sind ein Problem ...

Problematisch wird die Sache auch, wenn bestimmte Programme benötigt werden, für die es unter Linux keine ebenbürtigen Pendants gibt. Ein Beispiel hierfür wäre Software für Video- und Tonbearbeitung, die in den meisten Fällen nur für Windows zur Verfügung steht.

Zwar ist Linux auf all diesen Gebieten mittlerweile nicht mehr blank. Gimp lässt sich etwa zumindest für Projekte zu Hause hervorragend als Ersatz für Photoshop nutzen. Scribus ist ein guter Ersatz für Indesign und auch Videoschnitt-Tools existieren für Linux mittlerweile. All diese Programme erfordern aber einiges an Umlernen für den Anwender.

Sie können oft die proprietären Formate der Firmen nicht lesen oder in diese exportieren. Wenn herstellerspezifische Tools und Erweiterungen ins Spiel kommen, etwa RAW-Filter für bestimmte Kameras, die sich in Photoshop nutzen lassen, hat der Linux-Anwender ebenfalls ein Problem. Wer Photoshop, Indesign, Final Cut oder eine andere Lösung zwingend braucht, wird seinen Bedarf mit Linux nicht abdecken können.

... Browser, Messaging, Texte und Tabellen nicht

Der Bedarf an solchen Spezialanwendungen ist aber keinesfalls die Regel, sondern eher eine Ausnahme. Die meisten Anwender benötigen ihren Computer für andere Aufgaben: Surfen, E-Mails lesen, Instant Messaging sowie das Schreiben einfacher Text-Dokumente und das Anlegen von Tabellen sind die Kernaufgaben. Bei diesen Aufgaben steht ein aktueller Linux-Desktop einem Windows in Sachen Vielfalt in nichts nach.

Wer etwa einen potenten Webbrowser sucht, landet auf Linux entweder bei Chrome oder Firefox - oder greift zu einem der anderen zahlreichen Browser. E-Mails erledigen viele Anwender mittlerweile so oder so im Browser über die Website des Anbieters. Wer doch ein eigenes Programm dafür nutzen möchte, setzt auf das Mozilla-Produkt Thunderbird oder auf Evolution, auf Sylpheed, Kmail oder einen der vielen anderen Clients.

In Sachen Instant Messaging gelten ähnliche Voraussetzungen: Meistens nutzen Anwender hierfür heute die klassischen Protokolle wie IRC oder die moderneren Alternativen wie Whatsapp, Facebook Messenger, Telegram, Threema oder Signal. Die gute Nachricht: Für die meisten Dienste dieser Art stehen wahlweise vom Anbieter selbst betriebene Webinterfaces bereit, die sich unter Linux einfach per Browser verwenden lassen. Für einige Protokolle wie IRC gibt es alternativ eine Vielzahl nativer Clients wie Xchat, Kopete oder Pidgin.

Selbst das Schreiben von Briefen oder von Tabellen bereitet dank Libreoffice heute keine Kopfschmerzen mehr. Hinzu kommt, dass Libreoffice offene Dateiformate nutzt, die auch Microsoft Office mittlerweile interpretieren kann (etwa ODT). Auch unterstützt die Software verbreitete Formate wie Xls und Xlsx. Das ist zwar noch nicht perfekt, stellt den Austausch von Dokumenten zwischen den Welten aber in der Mehrzahl der Fälle sicher - falls nicht ohnehin PDF anstelle editierbarer Dateien zum Einsatz kommt, wie es mittlerweile flächendeckend Usus ist.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Support-Ende von Windows 7: Für wen Linux eine Alternative zu Windows 10 istDistributionen für Anfänger und Profis 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Deadpool, Logan - The Wolverine, James Bond - Spectre, Titanic 3D)
  2. 379,00€ (Vergleichspreis ab 478,07€)
  3. (aktuell u. a. Xiaomi Mi 9 128 GB Ocean Blue für 369,00€ und Deepcool Matrexx 55 V3 Tower...

morob65 11:53 / Themenstart

kann ich nur bestätigen, büro für eine firma geht auch unter linux.

morob65 11:50 / Themenstart

ich habe seit 10 jahren linux im einsatz, zu hause und in der ehemaligen firma. erst...

morob65 11:48 / Themenstart

ich bin der meinung das beratungsunternehmen muss man da irgendwie in die schuld nehmen...

mike64 25. Jan 2020 / Themenstart

Richtig, warten wir ab wann dann das erste mal sein Manjaro zerschossen sein wird. Geht...

Spiritogre 22. Jan 2020 / Themenstart

Deswegen benutzt Oma keine PCs und hat es auch nie, allerdings inzwischen teils gerne...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Eigene Deep Fakes mit DeepFaceLab - Tutorial

Wir zeigen im Video, wie man mit DeepFaceLab arbeitet.

Eigene Deep Fakes mit DeepFaceLab - Tutorial Video aufrufen
IT-Gehälter: Je nach Branche bis zu 1.000 Euro mehr
IT-Gehälter
Je nach Branche bis zu 1.000 Euro mehr

Wechselt ein ITler in eine andere Branche, sind auf dem gleichen Posten bis zu 1.000 Euro pro Monat mehr drin. Welche Industrien die höchsten und welche die niedrigsten Gehälter zahlen: Wir haben die Antworten auf diese Fragen - auch darauf, wie sich die Einkommen 2020 entwickeln werden.
Von Peter Ilg

  1. Softwareentwickler Der Fachkräftemangel zeigt sich nicht an den Gehältern

SpaceX: Der Weg in den Weltraum ist frei
SpaceX
Der Weg in den Weltraum ist frei

Das Raumschiff hob noch ohne Besatzung ab, aber der Testflug war ein voller Erfolg. Der Crew Dragon von SpaceX hat damit seine letzte große Bewährungsprobe bestanden, bevor die Astronauten auch mitfliegen dürfen.
Ein Bericht von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt SpaceX macht Sicherheitstest bei höchster Belastung
  2. Raumfahrt SpaceX testet dunkleren Starlink-Satelliten
  3. SpaceX Starship platzt bei Tanktest

Europäische Netzpolitik: Die Rückkehr des Axel Voss
Europäische Netzpolitik
Die Rückkehr des Axel Voss

Elektronische Beweismittel, Nutzertracking, Terrorinhalte: In der EU stehen in diesem Jahr wichtige netzpolitische Entscheidungen an. Auch Axel Voss will wieder mitmischen. Und wird Ursula von der Leyen mit dem "Digitale-Dienste-Gesetz" wieder zu "Zensursula"?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Mitgliederentscheid Netzpolitikerin Esken wird SPD-Chefin
  2. Nach schwerer Krankheit FDP-Netzpolitiker Jimmy Schulz gestorben

    •  /