Supersportwagen Luce präsentiert: Ein Ferrari der besonderen Art für 550.000 Euro
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Der italienische Sportwagenhersteller Ferrari hat sein erstes vollelektrisches Modell präsentiert. Der zusammen mit dem früheren Apple-Designer Jony Ive entworfene Sportwagen Luce (ital. Licht) kommt wie erwartet zum Preis von 550.000 Euro auf den Markt. Die vier Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse liefern laut Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) zusammen eine maximale Leistung von 772 kW (1.050 PS). Von null auf 100 beschleunigt der Luce in 2,5 Sekunden.
Im Gegensatz zur Konkurrenz von Lamborghini hat Ferrari an seinen Elektrifizierungsplänen festgehalten. Die "Akzeptanzkurve" für batteriebetriebene Autos in der Zielgruppe von Lamborghini flache ab und liege bei "nahe null", sagte Firmenchef Stefan Winkelmann im Februar 2026. Am Ferrari-Stammsitz Maranello sieht man das offenbar anders.
Ferrari hält an Elektromodell fest
Möglicherweise war die Entwicklung des Luce zu weit fortgeschritten. Ferrari hatte bereits im Oktober 2025 das Antriebskonzept präsentiert. Im Februar 2026 folgten dann das Cockpit sowie Teile des Innenraums. Über den hohen Preis war ebenfalls schon spekuliert worden.
Die nun genannten Leistungswerte entsprechen nicht ganz den früheren Spekulationen, die von 800 kW und damit fast 1.100 PS ausgingen. Zum Vergleich: Der neue Mercedes-AMG GT 4-Türer leistet in der Spitze 860 kW. Der vollelektrische AMG beschleunigt sogar in 2,4 Sekunden von null auf 100 km/h.
Reichweite von 530 km
Die Bruttokapazität des Akkus beträgt beim Luce 122 Kilowattstunden. Das 800-Volt-System ermöglicht eine maximale Ladeleistung von 360 kW. Das ist alles andere als ein Spitzenwert. Selbst der neue BMW iX3 kann mit bis zu 400 kW laden. Der Mercedes-AMG erreicht sogar 600 kW, von der chinesischen Konkurrenz von BYD ganz zu schweigen. An 400-Volt-Säulen sind beim Luce noch 150 kW möglich, serienmäßig ist ein Wechselstromlader mit 22 kW eingebaut.
Der Ferrari Luce wird bei 310 km/h abgeregelt und ist damit 10 km/h schneller als der AMG. Was in dieser Preisklasse ebenfalls wichtig ist: Von null auf 200 km/h benötigt der Luce 6,8 Sekunden und ist damit genauso spurtstark wie der AMG. Die Reichweite beträgt 530 km und ist damit etwa 70 km niedriger als bei der Konkurrenz aus Affalterbach.
Anders als der AMG, der über drei Axialflussmotoren verfügt, wird der Ferrari Luce von vier permanenterregten Synchronmotoren angetrieben.
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