Ferrari: Fahrerlebnis mit Verbrenner nicht erreichbar
Dabei verteilen sich 610 kW auf die Hinter- und 210 kW auf die Vorderachse, wobei die Leistung des Gesamtsystems wie erwähnt bei 772 kW liegt. Steuerungssysteme ermöglichen es laut Ferrari, "jedes Rad in seinen drei grundlegenden Funktionen (Beschleunigen/Bremsen, Lenken und Steuerung der Aufstandsfläche(öffnet im neuen Fenster)) unabhängig voneinander zu regeln". So entstehe eine Fahrdynamik, "die voll und ganz der DNA von Ferrari entspricht, jedoch durch die unmittelbare Reaktionsfähigkeit des Elektroantriebs noch weiter verfeinert wird".
Der Sportwagenhersteller räumt ein: "Der Ferrari Luce ist somit ein Ferrari der besonderen Art: Er vereint Leistung, Fahrspaß, Komfort und das Fahrerlebnis auf eine Weise, wie es mit einer Architektur auf Basis eines Verbrennungsmotors niemals möglich gewesen wäre – und schlägt damit ein neues Kapitel für die Marke auf, ohne ihre Philosophie zu verraten."
Drei Fahrmodi einstellbar
Die Motorleistung und Höchstgeschwindigkeit lassen sich demnach durch drei Fahrmodi einstellen. Der Modus Range ist dabei auf maximale Reichweite ausgelegt und begrenzt die Leistung auf 320 kW und die Geschwindigkeit auf 260 km/h. Nach dem mittleren Modus Tour mit 420 kW und ebenfalls 260 km/h folgt der Performance-Modus mit maximaler Leistung und bis zu 310 km/h.
Der Ferrari Luce ist 5,03 m lang, 2 m breit (ohne Spiegel) und 1,54 m hoch. Der Radstand beträgt 2,96 m. Da es keinen Mitteltunnel gibt, handelt es sich um den ersten Fünfsitzer in der Geschichte Ferraris. Der Kofferraum fasst 597 Liter. Das Leergewicht beträgt 2.260 kg. An der Front sind 23-Zoll-Räder vorgesehen, am Heck etwas größere 24-Zoll-Räder.
Aerodynamischster Ferrari aller Zeiten
Einen cw-Wert nennt Ferrari nicht. Allerdings habe der Luce den niedrigsten Luftwiderstandsbeiwert in der Geschichte des Unternehmens. Das werde erzielt durch das "Zusammenspiel aus aerodynamischem Design, aktiven Luftklappen und einer Fahrwerkslogik, die die Front bei konstanter Fahrt um 10 mm absenkt".
Wie bereits bekannt, erzeugt Ferrari über die Elektromotoren ein Motorengeräusch. "Schallwellen werden aus elektromechanischen Vibrationen der Achsen gewonnen, verarbeitet, verstärkt und gemeinsam mit visuellem Feedback eingesetzt, um den Fahrer präzise zu informieren", heißt es auf der Konfigurationsübersicht(öffnet im neuen Fenster).
Inwieweit der Luce für Ferrari ein Erfolg wird, bleibt abzuwarten. Zumindest sendet der Sportwagenhersteller ein Signal an den Markt, dass die E-Mobilität auch in diesem Segment noch nicht abgeschrieben ist.
- Anzeige Hier geht es zu Elektromobilität: Grundlagen und Praxis bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.