Supersportwagen AMG GT: Mercedes modifiziert den Hyperscreen
Bei dem geplanten Supersportwagen AMG GT verzichtet Mercedes-Benz auf einen durchgängigen Hyperscreen im Innenraum. Anders als bei den bisherigen Elektroautos wie dem EQS oder dem EQE ist der Zentralbildschirm angewinkelt und damit stärker auf den Fahrer ausgerichtet. Für die Beifahrer gibt es ein zusätzliches Display, das separate Inhalte anzeigt.
Mercedes-AMG zeigte auf seiner Webseite(öffnet im neuen Fenster) erstmals Fotos vom Innenraum des kommenden elektrischen GT 4‑Türer Coupés. Demnach besteht das digitale Cockpit aus einem Kombiinstrument mit einer Diagonale von 10,2 Zoll und einem Multimediamonitor mit 14-Zoll-Diagonale. Diese bildeten eine optische Einheit. Das Beifahrerdisplay verfügt ebenfalls über eine Diagonale von 14 Zoll und ist damit so groß wie der mittlere Bildschirm.
Seit der Einführung des vollelektrischen EQS im Jahr 2021 setzt Mercedes-Benz auf einen sogenannten Hyperscreen . Dieser vereinigt hinter einer durchgängigen Glasfläche drei Monitore. Dadurch lässt sich der mittlere Bildschirm jedoch nicht anwinkeln und stärker auf den Fahrer ausrichten. Zudem sind ganz rechts angeordnete Funktionen nicht gut mit den Fingern zu erreichen. Mit dem neuen Design grenzt sich AMG vom Mutterkonzern ab und betont stärker den Fahrerkomfort.
Mittelkonsole mit Fahrdynamik-Drehstellern
Deutlich sportlicher als bei den übrigen Elektro-Pkw ist zudem die Mittelkonsole gestaltet. Dort befinden sich drei neu entwickelte, haptische Fahrdynamik-Drehsteller. "Der Drehregler Response Control koordiniert das Ansprechverhalten der Elektromotoren auf Fahrpedalbefehle. Mit Agility Control wird die Agilität um die Hochachse und somit das Kurvenverhalten verändert. Und Traction Control – also Schlupfverhalten – beeinflusst in neun Stufen den Eingriff der Traktionskontrolle" , schreibt AMG.
Optisch sind die Regler an die Lüftungsdüsen angelehnt und von der Position her auf den Fahrer ausgerichtet. Ebenfalls in der Mittelkonsole befinden sich eine Armlehne mit geschlossenem Staufach sowie zwei Ladeschalen für induktives Schnellladen von Smartphones und zwei Getränkehalter.
Bei der Software setzt AMG auf das neu entwickelte Betriebssystem MB.OS, das erstmals in der Limousine CLA zum Einsatz kam. Jedoch ergänzte die Tuningtochter die Inhalte des Infotainments. "AMG Special bietet dabei vier unterschiedliche Subscreens, und AMG Track Pace stellt situativ Telemetriedaten, Beschleunigungswerte und Renndaten dar" , hieß es weiter. Ergänzt werde die Auswahl durch den Classic-Stil mit verschiedenen Submenüs wie dem Momentanverbrauch, einer Inszenierung der Fahrerassistenzsysteme sowie einer Navigationskarte.
Bis zu 1.000 kW Motorleistung
Das einteilige Panoramaglasdach Sky Control reicht demnach bis zur Heckscheibe. Die Transparenz des Glases kann variiert werden. Zudem sei das Dach in individuell schaltbare Segmente aufgeteilt, die mehr oder weniger Licht durchließen. Am Lenkrad sind haptische Bedienelemente wie Walzen und Wippen sowie Paddels erkennbar. Unterhalb der Bedienfelder sind zusätzliche Tasten für die Federung und die Fahrprogramme.
Der vollelektrische Sportwagen soll Mitte des Jahres 2026 auf den Markt kommen. Das 4-türige Coupé basiert technisch auf dem AMG GT-XX, der im August 2025 auf der Teststrecke im süditalienischen Nardó reihenweise Langstreckenrekorde brach . Zudem ermöglicht der Akku mit direktgekühlten Batteriezellen eine Ladeleistung von bis zu 1.000 kW. Denselben Wert liefern die vier Axialflussmotoren.
- Anzeige Hier geht es zu Elektromobilität: Grundlagen und Praxis bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.