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Banale Spiele erzeugen Angst beim Publikum

Dies gilt zumindest für das Theaterpublikum, das die Vorstellungen besucht hat, wie Richter bestätigt. Denn auch im Theater gingen die Spiele weiter. So klingelten etwa mit einer entsprechenden Ankündigung von der Bühne die Telefone all derjenigen Besucher, die auf der linken oder eben auf der rechten Seite des Rheins leben. Auch die positive Kreditwürdigkeit, wie sie eine Bank wahrscheinlich treffen würde, wurde durch ein Klingeln angezeigt.

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Mit Hilfe der zur Verfügung stehenden und freiwillig abgegebenen Daten sind derartige Taschenspielertricks natürlich einfach umsetzbar. Um die Telefone klingeln zu lassen, reicht es, die Personen schlicht anzurufen, immerhin ist ihnen zu Beginn der Vorstellung gesagt worden, sie sollten ihre Telefone nicht ausschalten. Viele kamen auch dieser Anweisung dankend nach.

Darüber hinaus ließen sich etwa Teile des multimedialen Projekts über einen Second Screen auf dem Smartphone verfolgen. Dafür hat das Theater ein völlig offenes WLAN im Zuschauerraum bereit gestellt. Über die verbundenen Geräte hätten sich dann leicht weitere Daten sammeln lassen.

Banalitäten des Grauens

Richter beschreibt diese Vorgehensweise nachvollziehbarerweise als "banal". Die Daten hätte das Team auch noch auf viel einschneidendere Weise auswerten können. So habe es Überlegungen gegeben, die Telefone derjenigen Zuschauer klingeln zu lassen, die in den vergangenen Tagen Pornos konsumiert haben. Davon rieten die beratenden Juristen zwar ab, in den Generalproben hätten dennoch an diesem Punkt im Stück wahllos etwa zwei Drittel der Geräte geklingelt.

Trotz der vermeintlich einfach zu durchschauenden Methoden und der eher wenig tiefgreifenden Datenauswertung durch die Theatermacher, sei ein großer Teil des Publikums von der Aufführung schockiert gewesen. Offenbar haben die Zuschauer ihre persönliche Verwundbarkeit durch die Preisgabe von Daten erst durch diesen direkten Kontakt begriffen.

Auf Nachfrage erklärte Richter, dass sich dieser Eindruck bei einigen noch lange nach der Vorstellung festgesetzt habe. Monate später werde sie bei anderen Veranstaltungen auf die vorgeführten Gefahren angesprochen. Oft werde Richter dabei nach Verteidigungs- und Schutzmaßnahmen gefragt, welche die Nutzer nun umsetzen könnten. Als Antwort verweist Richter dabei auf die Angebote von Vereinen wie dem CCC, die bei derartigen Fragen wohl gern weiterhelfen.

Die gesamte Vorgehensweise des Projekts zeigt, wie mit der gefühlten Ahnungslosigkeit und Ohnmacht weiter Teile der Gesellschaft gegenüber der digitalen Überwachung umgegangen werden könnte. Wesentlich einfacher als langwierige Erklärungsversuche ist es offenbar, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, in dem praktische "Angriffe" auf die Privatsphäre von Interessierten durchgeführt werden. Das führt, wie Richter eindrucksvoll gezeigt hat, zum Einlenken und Nachdenken der "Betroffenen".

Eine praktische Anleitung dazu bietet ein Mitschnitt von Supernerds. Dieser läuft kommenden Samstag, dem 5. September, um 21.50 Uhr auf 3Sat.

 Supernerds: Angst schüren gegen den Überwachungswahn
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ChriDDel 08. Sep 2015

http://www.welt.de/politik/article2249820/Offene-Grenze-senkt-die-Kriminalitaet.html

Hotohori 31. Aug 2015

Ok, stimmt, es war zu schnell. In den 80ern wars noch kein Problem, erst Ende der 90er...

eMvO 31. Aug 2015

Das Problem ist, daß Du danach persönlicher Supporter auf Lebenszeit beim Großteil...

petergriffin 31. Aug 2015

ok dann les dir mal die Artikel zur Landesverrat Affäre durch, sowie die diskreditierende...

Ach 31. Aug 2015

Genau das ist das Problem! Es müsste Teil der Sicherheitsprüfung jedes Internet...


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