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SuperMUC-NG: Münchner Supercomputer wird einer der schnellsten weltweit

Am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in Garching bei München entsteht der SuperMUC-NG: Der Next-Gen- Supercomputer besteht aus Skylake -SP-Chips und ist nach derzeitigem Stand das drittschnellste System überhaupt. Mit dabei sind noch Cloud-Racks mit Nvidias Volta -GPUs.
/ Marc Sauter
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Aktueller SuperMUC (Bild: Nico Ernst)
Aktueller SuperMUC Bild: Nico Ernst

Mit einer theoretischen Spitzenleistung von 26,7 Petaflops entsteht am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in Garching bei München der schnellste deutsche Supercomputer. Der SuperMUC-NG(öffnet im neuen Fenster) – das NG steht für Next Generation – würde in der aktuellen Top500-Liste auf dem sechsten Platz landen. Die geht aber nicht nach der Rmax, sondern der Rpeak, also der Leistung im Linpack. Dort soll der SuperMUC-NG auf 20,4 Petaflops kommen und wäre damit nach den zwei chinesischen Supercomputern der weltweit drittschnellste.

Der SuperMUC-NG wird vom Bund und vom Freistaat Bayern je zur Hälfte finanziert und kostet 96 Millionen Euro bei einer Laufzeit von sechs Jahren – inkludiert sind dabei Punkte wie Energie und Wartung. Das System besteht aus 6.544 Think System SD650 DWC von Lenovo, die unterschiedlich bestückt sind ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ): 6.400 haben 96 GByte RAM und 144 haben 768 GByte RAM, alle sind mit zwei Xeon-SP-CPUs mit 24 Kernen ausgerüstet.

Die Skylake-SP von Intel werden warmwassergekühlt, zudem kommt eine Absorptionskältemaschine zum Einsatz. Die entstandene Abwärme wird also weiterverwendet. Die Nodes sind per Omni Path verknüft, auf ihnen läuft SusE Linux Enterprise (HPC Module) in der Version 12.

Aktueller Ausbau von SuperMUC auf 6,4 Petaflops
Aktueller Ausbau von SuperMUC auf 6,4 Petaflops (00:50)

Neben den eigentlichen Racks hat der SuperMUC-NG noch 64 Knoten, die per Cloud statt lokal ansprechbar sein sollen: 32 davon nutzen Xeon-Prozessoren und 32 sind zusätzlich mit Nvidias Tesla V100 versehen. Die Beschleuniger eignen sich vor allem für Deep Learning, generell hat das Leibniz-Rechenzentrum den bisherigen SuperMUC etwa für Simulationen zu Auswirkungen des Klimawandels oder für medizinische Zwecke wie der Erforschung von Brustkrebsmedikamenten verwendet.


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