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SuperMUC von innen
SuperMUC von innen (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Dach auf, Supercomputer rein

Neben dem ersten würfelförmigen Gebäude, beschriftet mit einer Null, steht seit 2010 ein zweiter Würfel mit einer Eins. Darin wurde SuperMUC im obersten der drei Stockwerke gebaut, das Prinzip hatte sich schon bei seinem Vorgänger HLRB II bewährt, der weiterhin in Gebäude Null steht. Wenn der neue Rechner umgebaut werden muss, wird das Dach abgedeckt und die neuen Komponenten werden mit einem Kran an ihren Platz gehievt.

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Das geht schneller als andere bauliche Maßnahmen, und ein ebenerdiger Zugang würde die Flexibilität verringern: Doppelte Böden wie nun für die Heißwasserkühlung lassen sich in höheren Stockwerken leichter nachträglich einziehen als bei einem durch das Fundament begrenzten Keller.

  • Die Blitzableiter im Zwischenraum der beiden Innen- und Außenwände.
  • Der Kontrollraum für das Rechnergebäude.
  • Storage-Systeme von Datadirect in den IBM-Racks
  • Ein iDataplex-Einschub von IBM mit aufwändiger Heißwasswerkühlung
  • Manche Racks sind oben per Plexiglas für bessere Kühlung abgeschlossen
  • Solche vier Meter hohen Heizkörper finden sich überall im LRZ
  • Die Kühlkörper für die CPUs mit Mikrokanälen von IBM
  • Optische und elektrische Kabel in den Führungen oberhalb der Racks
  • Datenzapfsäulen des SuperMUC
  • Teile der Klimaanlage im Zwischengang
  • v.l.: LRZ-Chef Arndt Bode, IBM-Chefin Martina Koederitz, Bundesforschungsministerin Annette Schavan und Bayerns Forschungsminister Wolfgang Heubisch beim symbolischen Knopfdruck. (Fotos: Nico Ernst)
  • Eines der Rechnerracks mit gut sichtbarer Wasserkühlung
  • Kunst am Bau im LRZ: Mit Lochkarten begann die wissenschaftliche Informatik in Deutschland
  • Damit bei Notfällen gesucht werden kann, muss jeder Besucher des Rechnergebäudes einen Magneten von dieser Tafel nehmen und an eine andere heften.
  • 4-GByte-Module von Samsung mit IBMs Heißwasserkühlung
  • Blick über die Racks
  • Die Regierungsbezirke von Bayern sind auf dieser Verzierung des SuperMUC eingezeichnet
  • Wireless Supercomputing: Der funktionslose rote Knopf vor der Zeremonie
  • Eines der etwas vom Rechnerteil abgesetzten Storage-Racks.
  • Im Inneren der Schienen sind die massiven Kupferleiter zur Stromversorgung zu sehen.
  • Über dieses weissen Stromschienen bekommt SuperMUC seine Energie.
  • Blick über den Teil der Racks mit Rechenkomponenten
  • Bürotür eines LRZ-Mitarbeiters
  • Auch das LRZ kommt nicht ohne Bandsicherung aus, hier der Blick der Überwachungskamera
  • Teil der Klimaanlage im Rechnerraum
  • Mellanox-Switches verbinden die Racks des SuperMUC
  • Menschen wirken in SuperMUC winzig.
  • Die Ventile der Wasserkühlung sind selbstsichernd.
  • Auslastung des kleineren SuperMIG am 20. Juli 2012.
4-GByte-Module von Samsung mit IBMs Heißwasserkühlung

HLRB II wird in Zukunft wohl nicht mehr so einfach umzubauen sein, denn ein Teil der Kühlanlagen für SuperMUC steht auf dem Dach des Würfels Null. Wie schon beim ersten Supercomputer in Garching wird auch die Abwärme des neuen Rechners für die Heizung der Gebäude genutzt. Das meint nicht nur die Büros, sehr flache und große Heizkörper sind überall im LRZ zu sehen, auch in Fluren und Treppenhäusern.

Auch bei der Arbeit an der Maschine selbst macht sich die neuartige Kühlung durch bessere Arbeitsbedingungen bemerkbar. Es ist nicht nur weniger warm als in anderen großen Rechenzentren, sondern auch merklich leiser. Doch "idealerweise ist im Doppelwürfel kein Mensch", wie der frühere LRZ-Chef Heinz-Gerd Hegering in seiner Rede sagt. Die gesamte Anlage lässt sich aus der Ferne nicht nur nutzen, sondern auch steuern.

Gegenüber den früheren Angaben zum Erreichen des Platz 4 der aktuellen Top500-Liste wurde SuperMUC schon jetzt erweitert. Das LRZ sprach damals von 18.432 Sockeln, was bei den acht Kernen eines Xeon E5-2600 schon 147.456 Kerne ergeben würde. Bei der Inbetriebnahme machten die Wissenschaftler nun die Angabe von rund 155.000 Kernen. Das ist bei so großen Systemen aber nicht ungewöhnlich, sie werden ständig erweitert oder es werden defekte Komponenten ausgetauscht sowie Reservesysteme kurzfristig zugeschaltet.

So nennt auch die Systembeschreibung des LRZ für den neuen Rechner eine andere Zahl der Kerne, sie wird dort mit 155.656 Cores angeben, was 19.457 Sockeln entspricht. Auf dieser Seite sind auch die weiteren technischen Daten, aber nur in zusammengefasster Form einsehbar. So sind beispielsweise für den Speicher nur ">300 TB RAM" angegeben.

Wie dynamisch ein Supercomputer genutzt wird, zeigen die Live-Statistiken für das kleinere System namens SuperMIG. Am 20. Juli 2012 waren von seinen 8.200 Cores in der Spitze nur 7.152 genutzt worden.

SuperMIG, der nicht mit SuperMUC verwechselt werden sollte - obwohl beide auf dersselben LRZ-Seite dokumentiert sind - ist das Migrationswerkzeug auf dem Weg zur Nutzung von SuperMUC. Da der vorherige Supercomputer HLRB II auf Intels Itanium-Architektur basierte, mussten sämtliche Programme auf die x86-Architektur von SuperMUC portiert werden.

 Sparsamer durch heißes WasserNächste Ausbaustufe schon geplant 

eye home zur Startseite
treegem 27. Jul 2012

Außerdem wurden die Musiker vergessen!

marsupilami72 26. Jul 2012

Ich bin mir ziemlich sicher, dass in der Löschanlage kein Halon verwendet wird - das ist...

0mega 26. Jul 2012

Leider hat drahtloser Transfer von Elektrizität physikalische Grenzen was den...

Raumzeitkrümmer 26. Jul 2012

Der Admin wird ja festlegen, ob diese Woche nur viele kleine Projekte durchgezogen werden...

NeverDefeated 25. Jul 2012

Das nennt sich Thin-Client-Lösung (leistungsstarker zentraler Rechner und lüfter- und...



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