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SuperMUC von innen
SuperMUC von innen (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Sparsamer durch heißes Wasser

Wer aus dem Münchner Zentrum nach Garching mit dem Auto fährt, nimmt in der Regel die Autobahn - dabei kommt er dann auch an der Allianz Arena vorbei, dem Stadion des FC Bayern. Das haben offenbar viele der insgesamt zehn Redner der Eröffnungszeremonie getan, denn die Fussballanspielungen wiederholen sich: München hat die Champions League gewonnen, oder: "Deutschland ist Europameister - wie hätten wir uns gefreut, wenn wir vor ein paar Wochen hätten sagen können", sagt der bayerische Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch.

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  • Die Blitzableiter im Zwischenraum der beiden Innen- und Außenwände.
  • Der Kontrollraum für das Rechnergebäude.
  • Storage-Systeme von Datadirect in den IBM-Racks
  • Ein iDataplex-Einschub von IBM mit aufwändiger Heißwasswerkühlung
  • Manche Racks sind oben per Plexiglas für bessere Kühlung abgeschlossen
  • Solche vier Meter hohen Heizkörper finden sich überall im LRZ
  • Die Kühlkörper für die CPUs mit Mikrokanälen von IBM
  • Optische und elektrische Kabel in den Führungen oberhalb der Racks
  • Datenzapfsäulen des SuperMUC
  • Teile der Klimaanlage im Zwischengang
  • v.l.: LRZ-Chef Arndt Bode, IBM-Chefin Martina Koederitz, Bundesforschungsministerin Annette Schavan und Bayerns Forschungsminister Wolfgang Heubisch beim symbolischen Knopfdruck. (Fotos: Nico Ernst)
  • Eines der Rechnerracks mit gut sichtbarer Wasserkühlung
  • Kunst am Bau im LRZ: Mit Lochkarten begann die wissenschaftliche Informatik in Deutschland
  • Damit bei Notfällen gesucht werden kann, muss jeder Besucher des Rechnergebäudes einen Magneten von dieser Tafel nehmen und an eine andere heften.
  • 4-GByte-Module von Samsung mit IBMs Heißwasserkühlung
  • Blick über die Racks
  • Die Regierungsbezirke von Bayern sind auf dieser Verzierung des SuperMUC eingezeichnet
  • Wireless Supercomputing: Der funktionslose rote Knopf vor der Zeremonie
  • Eines der etwas vom Rechnerteil abgesetzten Storage-Racks.
  • Im Inneren der Schienen sind die massiven Kupferleiter zur Stromversorgung zu sehen.
  • Über dieses weissen Stromschienen bekommt SuperMUC seine Energie.
  • Blick über den Teil der Racks mit Rechenkomponenten
  • Bürotür eines LRZ-Mitarbeiters
  • Auch das LRZ kommt nicht ohne Bandsicherung aus, hier der Blick der Überwachungskamera
  • Teil der Klimaanlage im Rechnerraum
  • Mellanox-Switches verbinden die Racks des SuperMUC
  • Menschen wirken in SuperMUC winzig.
  • Die Ventile der Wasserkühlung sind selbstsichernd.
  • Auslastung des kleineren SuperMIG am 20. Juli 2012.
Blick über die Racks

Auch er wird vor seiner Rede zusammen mit einigen Journalisten Opfer der Sicherheitsmaßnahmen im Gebäude des SuperMUC: Für ein paar Minuten sind im Treppenhaus alle Türen zugefallen, und die LRZ-Mitarbeiter mit den Keycards stehen auf der anderen Seite. Anrufen geht auch nicht, denn das Gebäude ist durch ein Stahlgitter als Faradayscher Käfig gebaut, der nicht nur Blitze ableitet, sondern auch Mobilfunksignale abschirmt. Die Wissenschaftler bemerken die Abwesenheit des Ministers aber schnell und befreien die Gäste. Heubisch hatte sich schon gefreut: "Dann muss meine Rede leider, leider ausfallen", sagte er im Treppenhaus.

Dort ist es nur geringfügig kühler als im Rechnerraum, der 500 Quadratmeter umfasst. Wie in allen derartigen Rechenzentren gibt es eine Klimaanlage, die aber nicht die Hauptlast der Wärmeabfuhr tragen muss. SuperMUC ist der größte Rechner, der mit Heißwasser gekühlt wird, und die Leitungen dafür liegen im Boden. Die gelben Kabelablagen über den Racks dienen hauptsächlich für die Vernetzung.

Heißwasser heißt im Fall der von IBM gebauten iDataplex-Module: Prozessoren, Chipsätze und Speichermodule werden von Wasser umspült, das bis zu 60 Grad warm werden darf. Für die CPUs hat IBM eigene Kühlkörper mit Mikrokanälen entwickelt, die durch die große Fläche im Inneren sehr flach ausfallen können. Das ist wichtig, um die Packungsdichte zu erhöhen. Rund 155.000 Prozessoren vom Typ Xeon E5-2600 (Sandy Bridge-EP) bilden den SuperMUC.

Der Zulauf des Wassers darf bis zu 45 Grad warm werden. In einem Bereich von nur 15 Grad findet die Kühlung statt, und im Idealfall müssen die Wärmetauscher das Wasser nur um 15 Grad in der Temperatur senken, was den Energiebedarf nach Angaben der Ingenieure um 40 Prozent gegenüber reiner Luftkühlung reduziert.

Noch, so erklärt Deutschlands IBM-Chefin Martina Koederitz in ihrer Rede, beträgt die Temperatur des Kühlmittels im Zulauf aber nur 39 Grad, weil das Feintuning der Anlage noch nicht abgeschlossen ist. Ebenso wie der Rechner selbst ist auch das Kühlsystem die größte Installation ihrer Art, die so nur durch eine Erweiterung des Rechnergebäudes möglich war.

 SuperMUC am LRZ: Europas schnellster Computer von innenDach auf, Supercomputer rein 

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treegem 27. Jul 2012

Außerdem wurden die Musiker vergessen!

marsupilami72 26. Jul 2012

Ich bin mir ziemlich sicher, dass in der Löschanlage kein Halon verwendet wird - das ist...

0mega 26. Jul 2012

Leider hat drahtloser Transfer von Elektrizität physikalische Grenzen was den...

Raumzeitkrümmer 26. Jul 2012

Der Admin wird ja festlegen, ob diese Woche nur viele kleine Projekte durchgezogen werden...

NeverDefeated 25. Jul 2012

Das nennt sich Thin-Client-Lösung (leistungsstarker zentraler Rechner und lüfter- und...



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