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Superkondensator: Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit

Ein Smartphone, das in einer halben Minute geladen ist, soll ein neuer Energiespeicher ermöglichen. Die Entwicklerin kam auf die Idee, weil sie sich über den dauernd leeren Akku ihres Mobiltelefons geärgert hat.
/ Werner Pluta
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Superkondensator-Entwicklerin Eesha Khare: 10.000 Ladezyklen (Bild: Chris Ayers/Intel)
Superkondensator-Entwicklerin Eesha Khare: 10.000 Ladezyklen Bild: Chris Ayers/Intel

Ein neuartiger Stromspeicher könnte künftig die Ladezeit von Smartphones und anderen mobilen Geräten dramatisch verkürzen: Nicht einmal eine Minute lang muss es zum Aufladen an der Steckdose hängen. Mit diesem Konzept hat eine Schülerin aus den USA einen Wissenschaftspreis gewonnen.

Der Akku ihres Mobiltelefons sei stets zu schnell leer, sagte Eesha Khare dem US-Fernsehsender NBC News(öffnet im neuen Fenster). Sie habe deshalb nach einer Alternative zum herkömmlichen Lithium-Ionen-Akku gesucht.

Elektrode aus Nanostäbchen

Die 18-Jährige aus Saratoga im US-Bundesstaat Kalifornien hat einen Superkondensator mit einer Elektrode aus Nanoröhrchen(öffnet im neuen Fenster) entwickelt. Die Nanoröhrchen bestehen innen aus hydriertem Titanoxid, das von einer Schicht aus Polyanilin, einem leitfähigen Polymer, umgeben ist.

In gerade mal 20 bis 30 Sekunden soll der Superkondensator geladen sein. Ein weiterer Vorteil sei, dass der Kondensator haltbarer sei als ein Akku: Er halte 10.000 Ladezyklen ohne Einbußen durch, sagte Khare. Ein herkömmlicher Akku lässt etwa nach 1.000-mal Laden an Kapazität nach.

Smartphone und Auto

Bislang hat die Entwicklerin mit ihrem neuartigen Superkondensator eine Lampe mit Leuchtdioden betrieben. Sie stelle sich vor, dass dieser künftig in Smartphones verbaut werde, die dann im Nu wieder einsatzbereit seien, erklärte Khare. Er könnte aber auch als Autobatterie eingesetzt werden.

Mit ihrem Energiespeicher hat Khare an einem Wissenschaftswettbewerb teilgenommen, dem Intel International Science and Engineering Fair(öffnet im neuen Fenster). Sie hat den mit 50.000 US-Dollar dotierten zweiten Platz belegt. Sieger wurde der 19-jährige Rumäne Ionut Budisteanu, der ein Konzept für ein Auto entwickelt hat, das mit Hilfe von künstlicher Intelligenz autonom fährt.


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