• IT-Karriere:
  • Services:

Superkondensator: Der Energiespeicher aus dem DVD-Brenner

Ein Energiespeicher aus dem DVD-Brenner: US-Forscher haben einen Superkondensator im Mikroformat entwickelt. Sie haben ihn mit einfacher Hardware hergestellt.

Artikel veröffentlicht am ,
Superkondensatoren aus dem DVD-Brenner: Kunststoff als elastisches Trägermaterial
Superkondensatoren aus dem DVD-Brenner: Kunststoff als elastisches Trägermaterial (Bild: Maher El-Kady/UCLA)

US-Forscher haben einen Superkondensator entwickelt, der klein genug ist, um ihn auf einem Chip zu platzieren. Hergestellt wird der Energiespeicher mit gewöhnlicher PC-Hardware.

Stellenmarkt
  1. über grinnberg GmbH, Bruchsal
  2. Liganova GmbH, Stuttgart

Ein Superkondensator besteht aus zwei Elektroden aus Graphit, die etwa die Form von Kämmen haben, deren Zähne in die Zwischenräume des anderen ragen. Beide sind mit einem flüssigen Elektrolyt beschichtet. Dazwischen befindet sich als Trenner eine ein Mikrometer starke Lage aus Graphitoxid, die Ionen hindurch lässt.

Elektrode aus löchrigem Graphit

Richard Kaner und Maher El-Kady von der Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA) hatten schon vor einigen Jahren herausgefunden, dass sich Graphitoxid unter Lasereinfluss in ein löchriges Graphit - oder dreidimensionales Graphen - verwandelt. Durch dieses Material bewegen sich Elektronen sehr viel schneller als durch konventionelles Graphit - es eignet sich also gut als Elektrode für den Mikrosuperkondensator.

Hergestellt wird er mit einer ganz konventionellen Hardware: einem Lightscribe-fähigen DVD-Brenner. Mit Lightscribe wird nicht die Datenseite beschrieben, sondern der Laser brennt Buchstaben oder Muster in das Label einer DVD. Entsprechend dient auch eine solche Scheibe als Träger.

Der Superkondensator entsteht auf einem Rohling

Die DVD wird mit einem Kunststoff beschichtet, der als elastisches Trägermaterial dient. Darauf wird mit einer Pipette Graphitoxid aufgebracht. Der Laser erhitzt das Material und verwandelt es in Graphen - das sind die Elektroden. Dazwischen bleibt das Graphitoxid unbehandelt - das ist die Trennschicht. Damit ist das Layout des Energiespeichers fertig. Er wird aus dem Brenner genommen, dann kommt das Gel-Elektrolyt darauf.

Die Superkondensatoren aus dem Brenner seien sehr viel kleiner als vergleichbare aktuelle, schreiben die Forscher in einem Beitrag im US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum. Sie können beispielsweise direkt auf einen Chip verbaut werden. Auch wenn sie keinen Akku ersetzen, können sie doch zumindest dessen Schwächen wie eine lange Ladezeit oder das langsame Freisetzen von Energie ausgleichen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

interlingueX 02. Okt 2015

Gewissermaßen habt ihr beide recht. Graphen ist strenggenommen nur ein Atom dick. Man...

DiCi72 02. Okt 2015

Hi, hab ne schematische Zeichnung von dem beschriebenem Kondensator gefunden, vielleicht...

DiCi72 02. Okt 2015

Ich möchte mich spaceMonster anschließen. Mir kommt es gar nicht mal so ungewöhnlich vor...


Folgen Sie uns
       


Mercedes EQA Probe gefahren

Wir sind mit dem EQA von Mercedes-Benz für ein paar Stunden unterwegs gewesen.

Mercedes EQA Probe gefahren Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /