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Superhot
Superhot (Bild: Golem.de)

Superhot im Test: Zeitlupenaction in der DOS-Matrix

Superhot
Superhot (Bild: Golem.de)

Es ist vielleicht eines der wichtigsten Spiele des Jahres: Im Indiegame Superhot gibt es Action in Zeitlupe auf ganz neue Art - und eine interessante Handlung in einer Art DOS- und ASCII-Matrix.
Von Peter Steinlechner

Schon Einstein hat gewusst: Zeit ist relativ. In Superhot hängt der Ablauf der Millisekunden und Sekunden von einem einzigen Element ab - nämlich von uns. Wenn wir uns normal schnell bewegen, dann tickt die Uhr auch für alle anderen um uns herum wie gewohnt. Wenn wir stillstehen, friert um uns herum alles ein. Das erinnert an Klassiker wie Max Payne oder Breed, fühlt sich aber ganz anders an - warum, erklären wir später.

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Zuerst das Grundsätzliche: Superhot ist ein Indiegame, das vom polnischen Entwicklerstudio Superhot Team stammt. Im Mai 2014 hat die Community dem Projekt über Kickstarter mehr als 250.000 US-Dollar zur Verfügung gestellt. Seitdem wurde der Titel in Zusammenarbeit mit Spielern produziert; wer ein bisschen sucht, findet einen sehr frühen, kostenlosen Prototypen als Download im Netz.

Wenn wir Superhot starten, landen wir in einem an DOS und ähnliche Betriebssysteme erinnernden Menü. Ganz oben steht ein Eintrag namens "Superhot.exe", mit dem das eigentliche Spiel beginnt. Absolvierte Abschnitte sind unter "Levels" direkt anwählbar, dazu kommen weitere selbsterklärende Menüpunkte wie "Readme.txt" und "Replays.exe".

  • Mit lautem Scheppern zerspringt einer der Computergegner. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Hauptmenü von Superhot erinnert an DOS und ähnliche Betriebssysteme. (Screenshot: Golem.de)
  • In einer schneeweißen U-Bahn-Station liefern wir uns eine Schießerei. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Bahn von Kugeln können wir im Stehen sehen. (Screenshot: Golem.de)
  • Nur wenige Abschnitte wie dieser Raum sind etwas größer. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Handlung wird per Texteinblendungen ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... und mit ASCII-Zeichen erhellt. (Screenshot: Golem.de)
  • Fensterscheiben zerplatzen mit einem lauten Knall. (Screenshot: Golem.de)
  • Feinde in der Nähe können wir mit Boxhieben angreifen. (Screenshot: Golem.de)
  • Ab und zu stürmen viele Gegner nacheinander auf uns zu. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Grafikmenü der Windows-Version ist sehr spartanisch gehalten. (Screenshot: Golem.de)
Mit lautem Scheppern zerspringt einer der Computergegner. (Screenshot: Golem.de)

Das Menü ist mehr als ein Gag: Superhot erzählt, ganz ähnlich wie der Film Matrix, eine Handlung um eine verschachtelte Wirklichkeit, hinter die wir erst nach und nach kommen. Statt aufwendiger Zwischensequenzen gibt es blinkende ASCII-Zeichen, anstelle von ausgearbeiteten Figuren gibt es - ach, das findet jeder Spieler am besten selbst heraus. Die Story ist sehr einfach gehalten, Wunder soll bitteschön niemand erwarten - aber uns hat sie positiv überrascht.

Das viel wichtigere Element sind natürlich die Abschnitte, in denen wir in den Levels um unser Überleben kämpfen. Die Kampagne besteht aus 30 Einsätzen, jeder ist im einzigen verfügbaren Schwierigkeitsgrad normalerweise in rund fünf bis 15 Minuten absolviert. Das Geschehen sehen wir aus der Ich-Perspektive, die Steuerung erfolgt wie in einem Shooter mit der Kombination aus den WASD-Tasten und der Maus.

Virtueller Schnell-Neustart

Immer geht es darum, dass wir alle Gegner ausschalten und selbst überleben - jeder einzelne Treffer einer Kugel ist tödlich, bei uns wie bei den Feinden. Falls es uns erwischt, müssen wir den Abschnitt ganz neu starten. Das geht per Druck auf die R-Taste zwar sehr schnell, fies klingt es trotzdem. In Superhot ist diese Designentscheidung aber ein wesentlicher Teil des Spielprinzips und hat uns nicht gestört.

Um nicht sofort über den Haufen geballert zu werden, können wir die Zeit anhalten - einfach, indem wir uns nicht bewegen. Unseren Kopf können wir weiterhin drehen und uns so umsehen: Wie viele Feinde gibt es gerade, wie gelangen wir an Waffen und wo finden wir möglicherweise Deckung? Aber: Die Zeit steht nicht ganz still: Feinde bewegen sich gaaaanz langsam weiter, Kugeln sausen seeeehr langsam durch die Luft - ein bisschen müssen wir uns also schon beeilen, was die Sache insgesamt etwas dramatischer und spannender macht.

Neben dem Element Zeit haben wir weitere Vorteile: Wir können den roten Feinden einen Boxhieb verpassen und uns dann ihre Pistole, Schrotflinte oder MP schnappen. Ganz ungefährlich ist das aber nicht, denn beim Greifen nach Waffen läuft die Zeit wiederum immer ein kleines bisschen schneller ab. Wir müssen also nachdenken: Nehmen wir uns den Schießprügel jetzt und riskieren, dass uns eine Kugel in der Nähe erwischt? Oder versuchen wir, erst einmal zur Seite zu springen?

Verfügbarkeit und Fazit 

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Schnarchnase 29. Feb 2016

Kurz ja, aber endlich mal wieder ein ganz neues Spielprinzip und daher meiner Meinung...

Schnarchnase 29. Feb 2016

Nein braucht man offensichtlich nicht. Jedenfalls läuft es auf meinem uralten Rechner...

manudrescher 29. Feb 2016

Ich muss meinem Vorposter zustimmen. Ich habe jetzt schon einen ganzen Batzen Levels...

TheBigLou13 26. Feb 2016

Leider komplett falsch - die Gegner spawnen durch Triggerzones (also nicht immer gleich...

luarix 26. Feb 2016

Sondern ... ? Alternativ verstehe ich unter "wichtig" ein Meilenstein in der...



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