Wie Shared Universes untergehen

Das Shared Universe, das Warner einen Goldregen bescheren sollte, implodierte praktisch. Zwar versuchte das Studio mit weiteren Filmen noch daran herumzudoktern, lief aber stets der Marvel-Konkurrenz hinterher. Bis der Entschluss kam, dass Marvel nicht auf seinem eigenen Territorium geschlagen werden sollte, sondern Warner auf die Stärken von DC setzen würde.

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Eine Stärke des Comic-Verlags war nämlich immer, dass er ein Multiversum benutzt und damit Geschichten erzählen kann, die frei von etablierter Kontinuität sind, indem einfach gesagt wird, diese oder jene Geschichte habe auf einer parallelen Erde stattgefunden. So beschlossen die Entscheidungsträger bei Warner am Ende, sich auf Einzelfilme zu konzentrieren, die für sich stehen, aber das Potenzial haben, Teil von etwas Größerem zu sein - also so etwas wie ein softer Ausbau eines Shared Universe.

Warner hat mit diesem, sehr freien Konzept eines Shared Universe, bei dem auch durchaus verschiedene Parallel-Welten möglich sind, seinen Weg gefunden. Alle anderen sind indes gescheitert.

Sony plante etwa ein Shared Universe mit Robin Hood, bei dem praktisch jede Figur ihren eigenen Film erhalten sollte. Gleiches wurde bei Guy Ritchies King Arthur: Legend of the Sword (2017) gesagt.

Dark Universe, Spider-Man Universe - alles verpufft

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Danach kam Universal mit Tom Cruise in Die Mumie (2017) und träumte von seinem Dark Universe, in dem jedes Monster von Dracula über Frankenstein bis zum Werwolf und dem Unsichtbaren einen eigenen Film erhalten sollte, dem dann der krönende Abschluss mit einem gemeinsamen Film aller Monsterfiguren gefolgt wäre.

Das Studio hatte auch schon zahlreiche Stars wie Johnny Depp und Angelina Jolie unter Vertrag. Aber: Die Mumie floppte und Universal begrub das Dark Universe (das in neuer Inkarnation wohl von Leigh Whannell, dem Regisseur von Der Unsichtbare neu gestartet werden soll).

Sony träumte indes weiter: von einem Spider-Man-Universum. Die beiden The Amazing Spider-Man-Filme machten das jedoch zunichte, erst mit Spider-Man: Homecoming als Teil des MCU hat das Studio nun die Chance, ein Universum aufzubauen. Venom war bereits erfolgreich, Morbius kommt als nächstes.

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Jüngstes Opfer der Großträume vom Shared Universe ist Bloodshot mit Vin Diesel. Schnell wurde von einem Sequel gesprochen, von zwei Filmen zu einer weiteren Comic-Serie des Universums und zum großen Crossover beider Reihen. Der Misserfolg von Bloodshot dürfte dem aber auch einen Riegel vorgeschoben haben.

Dabei bieten sich Comic-Universen, hier das des Verlags Valiant, der wie Marvel und DC auf Superhelden setzt, für ein solches Shared Universe am meisten an. Der Kardinalfehler scheint jedoch immer zu sein, zu schnell zu viel zu wollen. Immer wird gleich ein ganzes Universum angekündigt, noch bevor der erste Film erfolgreich war.

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 Die Idee des Shared Universe findet den Weg ins KinoUnd die X-Men-Produzenten von Fox? 
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Achranon 05. Sep 2020

Erstaunlich gut gealtert. Die Spezialeffekte sind auch heute noch völlig ok und die...

asd 01. Sep 2020

Ich finde das X-Men Universum hat ein ganz anderes Problem super gelöst nämlich was...

Golressy 01. Sep 2020

So wahr. Nicht jeder Geschmack. X-Men hatte auf jeden Fall Starbesetzung aus aus mehreren...

isaccdr 31. Aug 2020

Also das es was es auch ist. Wobei mittelmäßig hier noch sehr wohlwollend ausgedrückt ist.

isaccdr 31. Aug 2020

Äh... What? Shared Universe? Tud mir leid, ist das Ironie?



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