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Die Idee des Shared Universe findet den Weg ins Kino

Ein Shared Universe bezeichnet nicht nur eine Filmreihe, wie es sie in Hollywood seit Jahrzehnten gibt. Vielmehr ist es eine ganze Welt, in der die Filme angesiedelt sind. Figuren des einen Films können in kleinsten Rollen in einem anderen auftauchen, alles ist miteinander verzahnt. Ein Shared Universe soll nicht nur ein vielseitigeres Rezeptionserlebnis bieten, es soll die Leser oder Zuschauer auch stärker binden, weil sie idealerweise alles lesen oder sehen, um jedes Detail des großen Ganzen erkennen zu können.

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Es ist das Konzept der Superhelden-Universen, wie Marvel und DC sie etabliert haben. Hollywood konnte damit aber bis dato nicht viel anfangen. Vielmehr folgten Fox und die Konkurrenz der Logik vergangener Zeit: Ein Film ist erfolgreich, er bekommt eine Fortsetzung - und dieses Spiel wird so lange fortgesetzt, bis der Erfolg ausbleibt, dann ist die Reihe beendet.

Marvel wagte mit Iron Man dennoch den ersten Schritt in diese Richtung, der Startschuss für das Marvel Cinematic Universe, des MCU, war abgegeben: mit einem Sequel zu Iron Man, in dem weitere wichtige Figuren eingeführt wurden, aber auch mit weiteren Filmen, darunter Der unglaubliche Hulk (2008), Captain America (2011) und Thor (2011). Jeder dieser Helden hatte seinen eigenen Film, zum Teil auch seine eigene Reihe, aber sie alle befanden sich nun im Shared Universe.

Marvel-Studios-Boss Kevin Feige war weise genug, anfangs nicht mit diesem Ansatz hausieren zu gehen, sondern es die Zuschauer selbst herausfinden zu lassen. Der Hinweis darauf wurde in der Folge zum Standard bei Superhelden-Filmen: die Nachspann-Sequenz. Hier machte Marvel Studios klar, dass Iron Man nur ein Film war, sie aber auf etwas Größeres hinarbeiten wollten, nämlich die Gründung des Teams der Avengers.

Der Erfolg gibt den Marvel Studios Recht. Es zeigte sich zwar, dass manche Helden beim Publikum beliebter sind als andere, aber als Teil des MCU wurden auch Filme zu Erfolgen, deren Figuren schon in den Comics allenfalls in der Kategorie "ferner liefen" beheimatet waren. Selbst ein Film wie Ant-Man (2015) war erfolgreich und erhielt seine eigene Fortsetzung.

Das MCU entwickelte sich zum Markennamen. Es waren nicht länger die Stars oder die Figuren, der die Zuschauer ins Kino lockte, sondern der Umstand, dass es ein MCU-Film ist. Wie bei einer linear erzählten Fernsehserie war es jetzt so, dass die Zuschauer nichts verpassen wollten. Jeder Film war für das größere Ganze wichtig.

Das MARVEL Buch: Das Comic-Universum der Superhelden

Auch andere Studios wollen ein Shared Universe

Den Erfolg der Marvel Studios verfolgte Hollywood mit großem Interesse. Auch andere Studios wollten nun ihre Shared Universes haben. Am offensichtlichsten war das bei Warner Bros. Der Firma gehört immerhin der Comic-Verlag DC mit Superman, Batman und weiteren Erfolgsfiguren. Warner hatte zwar mit Christopher Nolans Batman-Trilogie Erfolg, mit Einzelfilmen wie Green Lantern aber nicht. Dennoch wollte Warner ein eigenes Superhelden-Universum. Eines, das genauso erfolgreich wie das von Marvel sein sollte.

Die Figuren dazu hatte man, die Geduld jedoch nicht. Denn wo sich die Marvel Studios Zeit gelassen hatten und jede Figur mit eigenen Filmen eingeführt hatte, um so das Interesse des Publikums für das große Treffen der Helden zu forcieren, wollte Warner ohne Umwege an diesen Punkt geraten. Erst kam Man of Steel, dann Batman v Superman: Dawn of Justice, das schon den Grundstein für den Team-Film Justice League mit Batman, Superman, The Flash, Aquaman, Wonder Woman und Cyborg legte. Der erhoffte Erfolg blieb aus.

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 Die Konkurrenz will auch an Superhelden verdienenWie Shared Universes untergehen 
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Achranon 05. Sep 2020 / Themenstart

Erstaunlich gut gealtert. Die Spezialeffekte sind auch heute noch völlig ok und die...

asd 01. Sep 2020 / Themenstart

Ich finde das X-Men Universum hat ein ganz anderes Problem super gelöst nämlich was...

Golressy 01. Sep 2020 / Themenstart

So wahr. Nicht jeder Geschmack. X-Men hatte auf jeden Fall Starbesetzung aus aus mehreren...

isaccdr 31. Aug 2020 / Themenstart

Also das es was es auch ist. Wobei mittelmäßig hier noch sehr wohlwollend ausgedrückt ist.

isaccdr 31. Aug 2020 / Themenstart

Äh... What? Shared Universe? Tud mir leid, ist das Ironie?

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