Abo
  • IT-Karriere:

Superfish: Für Adware muss Lenovo 7,3 Millionen US-Dollar zahlen

Der Skandal um die Adware von Superfish kostet Lenovo noch einmal 7,3 Millionen Dollar. Die Software unterwanderte Sicherheitsmechanismen von Nutzern und ermöglichte Man-in-the-Middle-Angriffe. Lenovo sieht den Fehler noch immer nicht ganz ein, sei aber froh, dass die Sache geklärt sei.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Superfish-Vorfall begleitet Lenovo schon fast drei Jahre.
Der Superfish-Vorfall begleitet Lenovo schon fast drei Jahre. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Vor drei Jahren fiel der Hardwareanbieter Lenovo durch Adware auf seinen Geräten auf, die die Sicherheitssoftware von Nutzern untergraben hatte. Jetzt zahle das Unternehmen 7,3 Millionen US-Dollar an die Teilnehmer einer Sammelklage (PDF), da diese ihre Privatsphäre aufs Spiel gesetzt haben. Das berichtet das IT-Security-Blog Hackread. Betroffen waren demnach 750.000 Laptops des Herstellers.

Stellenmarkt
  1. Dataport, verschiedene Standorte
  2. MGRP - Management Group Dr. Röser & Partner, Crailsheim

Die infrage kommende Applikation wurde von Superfish entwickelt und ermöglichte durch schlechtes Softwaredesign einfache Man-in-the-Middle-Angriffe, auch wenn Nutzer andere Security-Software auf ihren Geräten installiert hatten.

"Während Lenovo mit den Anschuldigungen nicht übereinstimmt, sind wir erleichtert, den Fall nach 2,5 Jahren abschließen zu können. Heute sind uns keine Vorfälle bekannt, in denen eine dritte Partei die Schwachstellen ausgenutzt und Zugriff auf die Kommunikation der Nutzer erhalten hat", sagt Lenovo in einer Stellungnahme zum Fall. Das klingt danach, dass der Hersteller wohl noch immer nicht vollständig einsieht, dass er einen Fehler begangen hat. Das war bereits zum Anfang des Prozesses 2015 der Fall.

Bereits schon einmal eine Strafe gezahlt

Dabei hat das Unternehmen im Jahr 2017 schon einmal eine Strafe von 3,5 Millionen US-Dollar zahlen müssen - aus dem gleichen Grund. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch festgelegt, dass Lenovo 20 Jahre lang strikte Auflagen erfüllen muss.

Dabei ist das chinesische Unternehmen nicht der einzige Kandidat, der unsichere Software auf Kundengeräten installiert. Auch der US-Anbieter Dell hatte ein sehr ähnliches Problem. Dort konnten Angreifer sogar recht einfach den privaten Schlüssel des Rootzertifikats von Nutzern erhalten. Der Konzern entschuldigte sich für den Vorfall und brachte später ein Update für die betroffene Software Dell Foundation Services heraus.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. The Elder Scrolls Online: Elsweyr für 15,99€, Diablo 3 Battlechest für 17,49€, Iratus...
  2. 99,00€
  3. (u. a. Acer KG241QP FHD/144 Hz für 169€ und Samsung GQ55Q70 QLED-TV für 999€)
  4. (heute u. a. iRobot Roomba 960 für 399€ statt ca. 460€ im Vergleich)

User_x 29. Nov 2018

Und Dell musste noch nicht mal was zahlen, selbst da wird nochmal mit zweierlei ma...


Folgen Sie uns
       


Raspberry Pi 4B - Test

Der Raspberry Pi kann endlich zur Konkurrenz aufschließen, aber richtig glücklich werden wir mit dem neuem Pi-Modell trotz bemerkenswerter Merkmale nicht.

Raspberry Pi 4B - Test Video aufrufen
IT-Arbeit: Was fürs Auge
IT-Arbeit
Was fürs Auge

Notebook, Display und Smartphone sind für alle, die in der IT arbeiten, wichtige Werkzeuge. Damit man etwas mit ihnen anfangen kann, ist ein anderes Werkzeug mindestens genauso wichtig: die Augen. Wir geben Tipps, wie man auch als Freiberufler augenschonend arbeiten kann.
Von Björn König

  1. IT-Fachkräftemangel Freie sind gefragt
  2. Sysadmin "Man kommt erst ins Spiel, wenn es brennt"
  3. Verdeckte Leiharbeit Wenn die Firma IT-Spezialisten als Fremdpersonal einsetzt

Whatsapp: Krankschreibung auf Knopfdruck
Whatsapp
Krankschreibung auf Knopfdruck

Ein Hamburger Gründer verkauft Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen per Whatsapp. Ist das rechtens? Ärztevertreter warnen vor den Folgen.
Von Miriam Apke

  1. Medizin Schadsoftware legt Krankenhäuser lahm
  2. Medizin Sicherheitslücken in Beatmungsgeräten
  3. Gesundheitsdaten Gesundheitsapps werden beliebter, trotz Datenschutzbedenken

Raspberry Pi 4B im Test: Nummer 4 lebt!
Raspberry Pi 4B im Test
Nummer 4 lebt!

Das Raspberry Pi kann endlich zur Konkurrenz aufschließen, aber richtig glücklich werden wir mit dem neuen Modell des Bastelrechners trotz bemerkenswerter Merkmale nicht.
Ein Test von Alexander Merz

  1. Eben Upton Raspberry-Pi-Initiator spielt USB-C-Fehler herunter
  2. 52PI Ice Tower Turmkühler für Raspberry Pi 4B halbiert Temperatur
  3. Kickstarter Lyra ist ein Gameboy Advance mit integriertem Raspberry Pi

    •  /