• IT-Karriere:
  • Services:

Superfish-Affäre: Lizard Squad hackt Lenovo-Domain

Die Webseiten unter der Domain Lenovo.com waren vorübergehend unter der Kontrolle der Hackergruppe Lizard Squad. Sie griff offenbar auch E-Mails ab. Es soll sich um Vergeltung für die von Lenovo eingesetzte Adware Superfish handeln.

Artikel veröffentlicht am , /Hanno Böck
Die Hackergruppe Lizard Squad hatte kurzzeitig die Lenovo-Domain übernommen.
Die Hackergruppe Lizard Squad hatte kurzzeitig die Lenovo-Domain übernommen. (Bild: Screenshot Golem.de)

Die Hackergruppe Lizard Squad hat sich der Domain Lenovo.com bemächtigt. Der Datenverkehr dorthin wurde zeitweilig auf einen anderen Server umgeleitet. Als Beweis veröffentlichte die Gruppe auf Twitter Screenshots interner E-Mails an Lenovo-Mitarbeiter. Lenovo bestätigte den Angriff. Offenbar steht er im Zusammenhang mit der Adware Superfish, die auf einigen Lenovo-Rechnern vorinstalliert war.

Stellenmarkt
  1. Diehl Metall Stiftung & Co. KG, Röthenbach a. d. Pegnitz / Metropolregion Nürnberg
  2. pro-beam GmbH & Co. KGaA, Gilching

Offenbar hatte sich die Hackergruppe Zugriff auf Lenovos Konto beim Domain-Registrar Web Commerce Communications verschafft und dort die IP-Adresse ihres Servers eingetragen. Dadurch wurden Besucher auf eine andere Webseite geleitet. Die neue IP-Adresse war bei Cloudflare registriert. Dort habe man das Konto sofort gesperrt und die Dienste für Lenovo wiederhergestellt, sagte der bei Cloudflare verantwortliche IT-Sicherheitsexperte Marc Rogers zu Ars Technica. Der MX-Eintrag der Lenovo-Domain wurde ebenfalls manipuliert, so dass E-Mails an den fremden Server weitergeleitet wurden. Auch der E-Mail-Dienst funktioniere inzwischen wieder, sagte Rogers.

Interne E-Mails veröffentlicht

Auf ihrem Twitter-Konto hat die Hackergruppe derweil Screenshots von abgegriffenen E-Mails veröffentlicht. In einer weist ein Mitarbeiter einer PR-Agentur mehrere Lenovo-Mitarbeiter auf eine Meldung über den Hack bei The Verge hin. In einer anderen bittet ein Mitarbeiter, einem Kunden ein neues Yoga 11 zukommen zu lassen. Der Kunde hatte sich beschwert, dass das Gerät geschrottet wurde, als er versucht habe, die Adware Superfish zu entfernen. Die Lizard Squad wolle die anderen abgegriffenen E-Mails nach interessanten Inhalten durchsehen, heißt es bei Twitter.

Auf der zeitweilig gekaperten Webseite waren mehrere zusammenhanglose Bilder zu sehen. Mit einem Klick wurden Besucher auf ein Twitter-Konto umgeleitet, in dem Lenovo für die Verbreitung der Adware Superfish kritisiert wurde.

Der Grund ist die Superfish-Affäre

Bekanntlich manipuliert das Programm den Aufruf von Webseiten und fügt Werbung für Verkaufsangebote ein, die zu Bildern auf der jeweiligen Seite passen. Dabei wird ein voreingestelltes Root-Zertifikat in den Browser eingebunden. Pinhas begründet diesen Schritt damit, dass so die Superfish-Angebote in jede Websuche eingebunden werden könnten. Lenovo hat mittlerweile ein Tool veröffentlicht, mit dem sich automatisiert die Superfish-Adware vom Computer entfernen lässt. Wer das nicht über eine Software erledigen lassen will, kann Superfisch auch manuell entfernen. Dazu hat Lenovo eine Anleitung bereitgestellt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 2100,00€
  2. 299,00€
  3. 194,99€

Soulblighter 26. Feb 2015

Scheinbar noch offen :P

Salzbretzel 26. Feb 2015

Lenovo hat Mist gebaut. Sie haben eine Firma eingestellt die von sich aus die...

Jasmin26 26. Feb 2015

damit kannst du auch die geheimdienst und ihr "treiben" rechtfertigen ! das lässt man...


Folgen Sie uns
       


SSD-Kompendium

Sie werden alle SSDs genannt und doch gibt es gravierende Unterschiede. Golem.de-Hardware-Redakteur Marc Sauter stellt die unterschiedlichen Formfaktoren vor, spricht über Protokolle, die Geschwindigkeit und den Preis.

SSD-Kompendium Video aufrufen
Smarter Akku-Lautsprecher im Praxistest: Bose zeigt Sonos, wie es geht
Smarter Akku-Lautsprecher im Praxistest
Bose zeigt Sonos, wie es geht

Der Portable Home Speaker ist Boses erster smarter Lautsprecher mit Akkubetrieb. Aus dem kompakten Gehäuse wird ein toller Klang und eine lange Akkulaufzeit geholt. Er kann anders als der Sonos Move sinnvoll als smarter Lautsprecher verwendet werden. Ganz ohne Schwächen ist er aber nicht.
Ein Praxistest von Ingo Pakalski

  1. ANC-Kopfhörer Bose macht die Noise Cancelling Headphones 700 besser
  2. Anti-Schnarch-Kopfhörer Bose stellt Sleepbuds wegen Qualitätsmängeln ein
  3. Noise Cancelling Headphones 700 im Test Boses bester ANC-Kopfhörer sticht Sony vielfach aus

Cloud Gaming im Test: Leise ruckelt der Stream
Cloud Gaming im Test
Leise ruckelt der Stream

Kurz vor Weihnachten werben Dienste wie Google Stadia und Playstation Now um Kunden - mit noch nicht ganz perfekter Technik. Golem.de hat Cloud Gaming bei mehreren Anbietern ausprobiert und stellt Geschäftsmodelle und Besonderheiten vor.
Von Peter Steinlechner

  1. Apple und Google Die wollen nicht nur spielen
  2. Medienbericht Twitch plant Spielestreaming ab 2020
  3. Spielestreaming Wie archiviert man Games ohne Datenträger?

Minikonsolen im Video-Vergleichstest: Die sieben sinnlosen Zwerge
Minikonsolen im Video-Vergleichstest
Die sieben sinnlosen Zwerge

Golem retro_ Eigentlich sollten wir die kleinen Retrokonsolen mögen. Aber bei mittelmäßiger Emulation, schlechter Steuerung und Verarbeitung wollten wir beim Testen mitunter über die sieben Berge flüchten.
Ein Test von Martin Wolf


      •  /