Abo
  • Services:

Supercomputer Top500: Immer mehr GPUs in den schnellsten Supercomputern

Noch immer hat China den Schnellsten, und unter den zehn fixesten Rechnern der Welt gibt es nur einen Neuzugang. Dennoch zeigt die neue Top500-Liste der Supercomputer einige inzwischen etablierte Trends auf, denn Beschleunigerkarten von AMD, Intel und Nvidia setzen sich durch.

Artikel veröffentlicht am ,
Supercomputer Tianhe-2
Supercomputer Tianhe-2 (Bild: Jack Dongorra)

In der neuen Liste der 500 schnellsten Supercomputer der Welt ist zum dritten Mal das chinesische System Tianhe-2 der Spitzenreiter. Mit 33,86 Petaflops im Linpack-Benchmark ist er weiterhin fast doppelt so schnell wie der zweitplatzierte Rechner Titan des US-Energieministeriums. Da die Werte identisch mit denen der letzten Liste sind, ist davon auszugehen, dass die Betreiber die aufwendigen Tests nicht neu durchgeführt haben - das ist wohl erst dann wieder nötig, wenn ein anderer Rechner die Rangfolge durcheinander bringt.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Hildesheim
  2. Dataport, Hamburg

Das ist jedoch bisher nicht abzusehen, denn unter den zehn schnellsten Rechnern gibt es nur auf dem letzten Platz einen Neuzugang mit 3,14 Petaflops. Die Maschine wird von der US-Regierung betrieben, ist von Cray gebaut worden und befindet sich - so die Ersteller der Liste - "an einem nicht bekanntgegebenen Ort". Das lässt viel Raum für Spekulationen, die in Richtung von Geheimdiensten und Militär gehen dürften.

Nur noch ein Deutscher und zwei Europäer in den Top 10

Dieser neue Rechner verdrängt damit den Forschungscomputer SuperMUC des Leibniz Rechenzentrums bei München vom zehnten Platz der Top500-Liste. Frühestens 2016 soll die LRZ-Maschine aber einen Nachfolger mit über 100 Petaflops erhalten. Deutschland kann sich mit Platz acht für den Juqueen des Forschungszentrums Jülich aber auch jetzt noch in den Top 10 halten. Schnellster Europäer ist weiterhin die Maschine Piz Daint aus der Schweiz.

Unter allen 500 vermessenen Rechnern gibt es nun 62, die mit Beschleunigerkarten auf Basis von GPUs arbeiten, in den Top 10 sind es sogar gleich vier. Auch die schnellste Maschine, Tianhe-2, ist mit den Beschleunigern vom Typ Xeon Phi von Intel ausgerüstet. In der letzten Liste vom November 2013 gab es nur 53 Anlagen mit Beschleunigern.

Marktführer im Bereich der Rechen-GPUs für Supercomputer ist aber weiterhin Nvidia mit 44 Maschinen, 17 Rechner arbeiten mit Intel-Karten und nur zwei mit AMD-Beschleunigern. Auch bei den Hauptprozessoren ist AMD ins Hintertreffen geraten, sie laufen nur noch in sechs Prozent der Rechner, vor einem halben Jahr waren es noch neun Prozent. Acht Prozent der Supercomputer werden von IBMs Power-CPUs angetrieben. So wie Nvidia bei den GPUs, ist Intel bei den CPUs folglich weiterhin Marktführer, Xeons stecken in über 85 Prozent der Maschinen.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen unter den Herstellern der gesamten Anlagen liefern sich weiterhin HP und IBM, derzeit steht es 36 zu 35 Prozent. IBM stellt schon länger viele Supercomputer her, die nicht mit den eigenen Power-CPUs, sondern mit Xeons laufen. Einer davon ist der SuperMUC des LRZ. Drittgrößter Anbieter in der Top500-Liste ist Cray mit zehn Prozent Anteil.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 12,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt
  2. (-78%) 8,99€
  3. 14,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt

M. 24. Jun 2014

Das Wettrüsten ist für die Center auch ein Prestige-Kampf um die nötigen Mittel, denn die...

ploedman 23. Jun 2014

Es gibt doch diese Magnet-Bänder die mehr Speicherplatz haben als Festplatten. Ultrium...


Folgen Sie uns
       


Nintendo E3 2018 Direct - Golem.de Live

Wir zeigen uns enttäuscht von fehlenden Infos zu Metroid 4, erfreut vom neuen Super Smash und entzückt vom neuen Fire Emblem.

Nintendo E3 2018 Direct - Golem.de Live Video aufrufen
Raumfahrt: Großbritannien will wieder in den Weltraum
Raumfahrt
Großbritannien will wieder in den Weltraum

Die Briten wollen eigene Raketen bauen und von Großbritannien aus starten. Ein Teil des Geldes dafür kommt auch von Investoren und staatlichen Investitionsfonds aus Deutschland.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Esa Sonnensystemforschung ohne Plutonium
  2. Jaxa Japanische Sonde Hayabusa 2 erreicht den Asteroiden Ryugu
  3. Mission Horizons @Astro_Alex fliegt wieder

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  2. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018
  3. Always Connected PCs Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen

    •  /