Supercomputer: HPE und BASF kooperieren für die industrielle Chemie
Neue Verbundstoffe sollen schneller entwickelt werden: Das IT-Unternehmen HPE und der Chemiekonzern BASF wollen zusammen einen Supercomputer für chemische Forschungen(öffnet im neuen Fenster) entwickeln. Grundlage ist das von HPE gefertigte System Apollo 6000, das für High Performance Computing (HPC) verwendet wird und auf Intels Xeon-Prozessoren basiert. Der Computer soll am BASF-Hauptstandort in Ludwigshafen aufgebaut werden.
Ein einzelnes Apollo 6000 ist laut HPE in der Lage, 56 Teraflops zu berechnen. Verantwortlich für die Berechnungen sind bis zu acht Grafikkarten. Außerdem lassen sich bis zu 16 RAM-Bänke mit DDR4-Arbeitsspeicher und 2.400 MHz Taktrate belegen.
Der Supercomputer soll sich aus mehreren Hundert dieser Systeme zusammensetzen, die gleichzeitig über ein Omni-Path-Netzwerk untereinander kommunizieren können. Gemeinsam arbeiten sie mit bis zu einem Petaflops Geschwindigkeit bei einfacher Präzision. Zum Vergleich: Chinas Supercomputer Sunway Taihu Light kann etwa 93 Petaflops berechnen.
Schneller und kostengünstiger Produkte liefern
BASF will den Supercomputer größtenteils für die industrielle Chemie verwenden. Er soll nach Fertigstellung durch "Simulationen und Modellierung die Anwendung und Entwicklung komplexer Modellierungen und Simulationen ermöglichen", sagt Martin Brudermüller, stellvertretender Vorsitzender von BASF.
Das Unternehmen legt mit der Maschine einen Fokus auf virtuelle Experimente und erhofft sich dadurch, schneller neue Produkte auf den Markt bringen zu können und dabei Kosten zu sparen. Ein Beispiel ist die Entwicklung neuer Verbundstoffe und Polymere für die Verwendung in der Industrie. Der Entwicklungsprozess verkürzt sich mit Hilfe des Supercomputers von Monaten auf Tage.
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