Supercomputer: Europa legt auf der Top-500-Liste am meisten zu
Im Mai berichtete Golem.de über die 59. Top-500-Liste der schnellsten Supercomputer, in der erstmals ein System die 1,1 Exaflops-Marke überschritten hat. Der Frontier des Oak Ridge National Laboratory (ORNL) aus Tenessee ist auch in der aktuellen 60. Ausgabe der Top-500-Liste(öffnet im neuen Fenster) unerreicht. Dahinter liegt der von Fujitsu entwickelte Supercomputer Fugaku aus Japan mit 442 Petaflops.
Auf Platz drei bleibt Lumi aus Finland, wobei der Computer deutlich verbessert wurde, um seinen Platz zu halten. Die FP64-Rechenleistung wurde von 151 auf 309 Pflops in etwa verdoppelt, um nicht vom ebenfalls neu hinzugekommenen Leonardo aus Italien verdrängt zu werden, welcher mit 174 Pflops einsteigt und damit auf Platz 4 der Liste landet.
Damit verdrängte Leonardo den Summit Supercomputer auf Platz 5. Summit steht ebenfalls am Oak Ridge National Laboratory(öffnet im neuen Fenster) und war einst Spitzenreiter unter den Top 500. Von Juni 2018 bis November 2019 war das auf IBM Power9 basierende System das schnellste auf der Liste, bevor es vom Supercomputer Fugaku überholt wurde.
Europa liegt auf Platz 2, Next-Gen-Architekturen laufen an
Wenn man die Rechenleistung in Europa zusammenzählt, reicht es im weltweiten Vergleich für den zweiten Platz, was die Rechenleistung betrifft. Wohl auch dank der enorm starken Systeme in Oak Ridge stehen die USA mit 2.123 Pflops an installierter Leistung an der Spitze, während die europäischen Systeme inklusive der Nicht-EU-Mitglieder Schweiz und Großbritannien auf 1.126 Pflops kommen.
Bei den Architekturen ist sticht Fugaku als einziges ARM-System am oberen Ende der Liste heraus, während viele andere Computer auf x86-Architekturen von Intel oder AMD setzen. Mit Summit ist auch ein IBM-Power9-Computer weiterhin auf den Top-Plätzen. Nvidia hat bereits einige Hopper-H100-GPUs im System Henri (Platz 405) verbaut, welches damit im Effizienzranking an die Spitze steigt.
In den nächsten Monaten sollen die Systeme El Capitan(öffnet im neuen Fenster) mit einer geplanten Leistung von über 2 Exaflos im Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) sowie der Aurora Supercomputer(öffnet im neuen Fenster) mit ebenfalls etwa 2 Exaflops geplanter Rechenleistung im Argonne National Laboratory fertiggestellt werden. Außerdem erwarten wir zur nächsten Liste weitere Systeme mit Nvidias Hopper-Beschleunigern, den neu erschienenen Zen4 und Intels Sapphire-Rapids-Prozessoren.
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