Abo
  • Services:

Supercomputer: EU investiert 1 Milliarde Euro für 1 Exaflops an Leistung

Bis 2023 will die EU stark in Supercomputer investieren. Für 1 Milliarde Euro sollen Systeme mit kombinierter Rechenleistung von einem Exaflops entstehen. Der erste Schritt: Die Anschaffung von zwei kleineren Systemen mit 10 Petaflops an Rechenleistung.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Die EU will Supercomputer für 1 Milliarde Euro anschaffen.
Die EU will Supercomputer für 1 Milliarde Euro anschaffen. (Bild: Pixabay/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Die Europäische Union soll bis zum Jahr 2023 für eine Milliarde Euro neue Supercomputer bekommen. Die EU-Kommission schlug am Donnerstag mit dem EuroHPC-Projekt einen Plan zum Aufbau einer Höchstleistungsrecheninfrastruktur vor. Diese soll spätestens 2023 in der Lage sein, mindestens eine Trillion (10 hoch 18) Berechnungen pro Sekunde auszuführen, also 1 Exaflop. Ähnliche Pläne verfolgt auch China, dessen Tianhe-3-System ebenfalls im Exaflops-Bereich rechnen soll und dessen Fertigstellung für 2020 geplant ist.

Stellenmarkt
  1. ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. KG, Teisnach
  2. brandung GmbH & Co. KG, Köln-Ehrenfeld

Um die Zeit bis 2023 zu überbrücken, sieht der Plan den Ankauf von zwei Supercomputern vor, die zusammengenommen etwa 10 Petaflops (10 hoch 16 Rechenoperationen) berechnen können sollen. Nach Angaben der Brüsseler Behörde würden die neuen Supercomputer in der Lage sein, in Echtzeit riesige Datenmengen zu verarbeiten. Dies könnte es ermöglichen, die Strom- und Wasserversorgung effizienter zu machen oder die Vorhersage von Wirbelstürmen und Erdbeben zu verbessern. Im Bereich der Medizin helfen Supercomputer bereits heute, schneller Diagnosen zu stellen und die Wirkung neuer Arzneimittel zu simulieren. Die europäische Kommission nennt weitere Beispiele wie etwa die Verkürzung des Autobaus von 60 auf 24 Monate und die Entwicklung neuer chemischer Verbindungen.

Abhängigkeit von anderen Staaten ist ein Problem

Laut der entsprechenden Pressemitteilung ist ein Grund für die Investition, dass EU-Staaten in der Datenverarbeitung mit Supercomputern zu stark von den Ressourcen außenstehender Nationen abhängen. Bedeutende Vertreter sind die USA, Japan und vor allem China, das immer mehr in Hochleistungsrechner investiert. Allerdings sind EU-Nationen wie Deutschland und Frankreich ebenfalls mit 20, respektive 18 Computern in den Top 500 vertreten. Auch das Vereinigte Königreich unterhält 15 der schnellsten Computer. Bis 2023 ist dieses aber planmäßig nicht mehr Teil der EU.

Der chinesische Sunway Taihulight ist mit einer Rechenleistung von 125 Petafops laut der Top-500-Liste der derzeit leistungsfähigste Supercomputer der Welt, gefolgt vom ebenfalls chinesischen System Tianhe-2. Beide Systeme benötigen enorme Mengen an Energie, die ungleich höher sind als der Bedarf des drittschnellsten Systems, dem Schweizer Computer Piz Daint mit 25 Petaflops bei 2,2 Terawatt Leistungsbedarf. Sunway Taihulight benötigt 15,3 Terawatt, Tianhe-2 trotz geringerer Rechenleistung sogar 17,8 Terawatt. Der schnellste Supercomputer auf EU-Territorium ist der Marconi Intel Xeon Phi in Italien, der maximal 15,4 Petaflops berechnen kann.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 106,34€ + Versand
  2. bei Alternate kaufen
  3. 57,99€
  4. ab 349€

Folgen Sie uns
       


Far Cry 5 - Fazit

Im Fazit zu Far Cry 5 zeigen wir dumme Gegner, schöne Grafik und erklären, wie Ubisoft erneut viel Potenzial verschenkt.

Far Cry 5 - Fazit Video aufrufen
Mobilfunk: Was 5G im Bereich Security bringt
Mobilfunk
Was 5G im Bereich Security bringt

In 5G-Netzwerken werden Sim-Karten für einige Anwendungsbereiche optional, das Roaming wird für Netzbetreiber nachvollziehbarer und sicherer. Außerdem verschwinden die alten Signalisierungsprotokolle. Golem.de hat mit einem Experten über Sicherheitsmaßnahmen im kommenden 5G-Netzwerk gesprochen.
Von Hauke Gierow

  1. Mobilfunk Nokia erwartet ersten 5G-Start noch dieses Jahr in den USA
  2. IMSI Privacy 5G macht IMSI-Catcher wertlos
  3. DAB+ Radiosender hoffen auf 5G als Übertragungsweg

NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test: Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit
NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test
Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit

Unter dem leuchtenden Schädel steckt der bisher schnellste NUC: Der buchgroße Hades Canyon kombiniert einen Intel-Quadcore mit AMDs Vega-GPU und strotzt förmlich vor Anschlüssen. Obendrein ist er recht leise und eignet sich für VR - selten hat uns ein System so gut gefallen.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Crimson Canyon Intel plant weiteren Mini-PC mit Radeon-Grafik
  2. NUC7CJYS und NUC7PJYH Intel bringt Atom-betriebene Mini-PCs
  3. NUC8 Intels Mini-PC hat mächtig viel Leistung

Ryzen 7 2700X im Test: AMDs Zen+ zieht gleich mit Intel
Ryzen 7 2700X im Test
AMDs Zen+ zieht gleich mit Intel

Der neue Ryzen 7 2700X gehört zu den schnellsten CPUs für 300 Euro. In Anwendungen schlägt er sich sehr gut und ist in Spielen oft überraschend flott. Besonders schön: die Abwärtskompatibilität.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ryzen 2400GE/2200GE AMD veröffentlicht sparsame 35-Watt-APUs
  2. AMD-Prozessor Ryzen-Topmodell 7 2700X kostet 320 Euro
  3. Spectre v2 AMD und Microsoft patchen CPUs bis zurück zum Bulldozer

    •  /