Supercomputer: Drei deutsche Systeme setzen auf Nvidias Ampere

Mit Epyc- oder Ice-Lake-CPUs und Nvidias Ampere gehören die Supercomputer dann zu den weltweit schnellsten.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Juwels wird mit Nvidias HGX-A100 bestückt.
Der Juwels wird mit Nvidias HGX-A100 bestückt. (Bild: Nvidia)

Drei deutsche Supercomputer werden mit Nvidias neuen Ampere-A100-Beschleunigern ausgestattet, wobei ein System über 70 Petaflops (FP64, doppelte Genauigkeit) erreichen soll und damit in der Top-10-Liste der schnellsten Rechner weltweit landen dürfte. Die beiden anderen Supercomputer sollen über 20 Petaflops und rund 17 Petaflops schaffen.

Im Sommer 2020 wird der Juwels (Jülich Wizard For European Leadership Science) des Jülich Supercomputing Centre (JSC) mit einer Booster-Erweiterung aufgerüstet, er erzielt dann besagte 70 Petaflops. Hierzu werden Atos' Bull-Sequana-X2415-Blades verwendet: Diese sind mit Nvidias HGX-A100 bestückt, jedes weist bis zu 16 der A100-Beschleuniger auf. Die Blades werden mit einer Warmwasserkühlung ausgerüstet.

Bei der Max-Planck-Gesellschaft werden 20 Millionen Euro in die Max Planck Computing and Data Facility (MPCDF) in Garching bei München investiert: Das kaltwassergekühlte System soll über 20 Petaflops liefern und stammt von Lenovo. Der Supercomputer besteht aus über 1.400 Knoten und mehr als 100.000 CPU-Kernen, hinzu kommen über 450 TByte an RAM. Die Prozessoren sind Xeon SP von Intel, höchstwahrscheinlich handelt es sich um Ice Lake SP. Zumindest einige der Nodes sollen mit Nvidias A100 bestückt werden, eine genaue Zahl wurde nicht genannt.

Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht der Hochleistungsrechner Karlsruhe (Horeka), er soll rund 17 Petaflops erreichen. Auch hier wurde Lenovo als Partner beauftragt, insgesamt werden 784 Knoten mit 59.356 CPU-Kernen und 240 TByte Arbeitsspeicher verbaut, hinzu kommen 740 der A100-Beschleuniger. Bei den Prozessoren handelt es sich um Xeon SP von Intel, aufgrund der Anzahl an Cores pro Node gehen wir von Ice Lake SP in der XCC-Version mit 38 Kernen aus. Das KIT setzt auf eine Warmwasserkühlung von Lenovo, der geplante Termin für die Fertigstellung ist der Sommer 2021. Der Horeka kostet 15 Millionen Euro.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Offener Brief an Sundar Pichai
Alphabet-Angestellte bitten ihren Chef, nichts Böses zu tun

"Don't Be Evil" war lange das Motto von Google. Mit diesen Worten endet auch ein offener Brief von Angestellten an ihren CEO Sundar Pichai.

Offener Brief an Sundar Pichai: Alphabet-Angestellte bitten ihren Chef, nichts Böses zu tun
Artikel
  1. 5G: Huawei-Infos bald in Geheimschutzstelle des Bundestags
    5G
    Huawei-Infos bald in Geheimschutzstelle des Bundestags

    Laut der Abgeordneten Anke Domscheit-Berg kommen die Informationen in die Geheimschutzstelle des Bundestags. "Was läuft, ist keine technische Prüfung" von Huawei-Komponenten.

  2. Testmonkey: Sony Santa Monica freut sich auch über einen falschen Pixel
    Testmonkey
    Sony Santa Monica freut sich auch über einen falschen Pixel

    GDC 2023 Ein Pixel ist falsch? Prima, dann wurde vielleicht ein grundlegendes Problem gefunden - erkärt Ben Hines von Santa Monica Studio.

  3. Phil Spencer: Microsoft plant eigenen Appstore für iOS-Spiele
    Phil Spencer
    Microsoft plant eigenen Appstore für iOS-Spiele

    Der Digital Markets Act der EU könnte es Microsoft erlauben, Apples App-Store-Gebühren mit Call of Duty und Diablo Immortal zu umgehen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • NBB Black Weeks: Rabatte bis 60% • PS5 + Resident Evil 4 Remake 569€ • LG OLED TV -57% • WD SSD 2TB (PS5) 167,90€ • MindStar: Ryzen 9 7900X3D 625€ • Amazon Coupon-Party • Gainward RTX 3090 1.206€ • Samsung ext. SSD 2TB 159,90€ • Neue RAM-Tiefstpreise • Bosch Professional [Werbung]
    •  /