Supercharger für alle: BP bestellt Tesla-Ladestationen
Wie BP bekanntgab(öffnet im neuen Fenster) , wurde bei Tesla Supercharger-Hardware im Wert von 100 Millionen US-Dollar bestellt. Es handelt sich um die erste Lieferung von Superchargern an einen externen Ladebetreiber. BP will die Hochleistungs-Ladestationen ab 2024 einsetzen.
Bisher waren die Supercharger von Tesla ausschließlich Tesla-Ladestationen vorbehalten. Mit dem Verkauf von Supercharger-Hardware erschließt sich für Tesla ein neuer Absatzmarkt.
Die von Tesla gelieferte Supercharger-Hardware soll künftig von BP selbst betrieben werden. Sie wird sowohl an öffentlichen Ladepunkten im BP Pulse Netzwerk als auch bei Flottenkunden eingesetzt.
BP will seine Ladeinfrastruktur bis 2030 massiv ausbauen und eine Milliarde US-Dollar investieren. Bis 2030 sollen weltweit über 100.000 Ladepunkte zur Verfügung stehen. BP Pulse hat aktuell rund 27.000 Ladepunkte installiert. Der Einsatz der Supercharger soll nun dazu beitragen, ein "außergewöhnliches Kundenerlebnis" zu bieten, wie BP-Pulse-Chef Bartlett erklärt.
Die ersten Standorte für die neuen Hochleistungslader sind bereits festgelegt. Sie sollen in Houston, Phoenix, Los Angeles, Chicago und Washington D.C. entstehen. Technisch werden die Supercharger in das BP Pulse Netz integriert. Die Ladevorgänge werden über die Software Omega abgewickelt und die Ladestationen erhalten BP-Branding. Auch die Einbindung in das Tesla-Ökosystem ist vorgesehen.
Die Ladepunkte werden mit dem Magic Dock von Tesla ausgestattet, das sowohl mit dem North American Charging Standard (NACS) als auch dem Combined Charging System (CCS) kompatibel ist. Dadurch können auch Elektrofahrzeuge anderer großer Fahrzeughersteller die Tesla-Ladestationen im BP-Pulse-Netzwerk nutzen, unabhängig davon, ob sie CCS- oder NACS-Anschlüsse verwenden. Außerdem sollen die von Tesla gelieferten Ladestationen die Verwendung des Plug-and-Charge-Protokolls unterstützen.
Tesla unterhält nach eigenen Angaben derzeit weltweit rund 50.000 Supercharger-Ladepunkte.
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