Super Speed Plus: Erste USB-3.1-Gen2-Hubs könnten bald erscheinen
Bisher gibt es zwar Desktops und Notebooks mit der aktuellen USB-3.1-Gen2-Schnittstelle, aber keine Hubs. Diese sind typischerweise als dedizierte Geräte oder beispielsweise in Bildschirme integriert. Multiple Geräte an einen USB-Port zu hängen, klappt daher bisher nicht mit voller Geschwindigkeit, da bisherige Hubs diese auf USB-3.0-Durchsatz (Super Speed) drosseln.
Erste Hersteller, darunter Via Labs(öffnet im neuen Fenster), arbeiten an USB-3.1-Gen2-Hubs oder haben sie auf der Roadmap, wie Heise berichtet(öffnet im neuen Fenster). Das VL820-Modell etwa verfügt über vier Downstream-Ports für entsprechend viele Anschlüsse, die bei der gezeigten Beispielplatine als Typ A ausgelegt sind, aber kein Power Delivery beherrschen. Mit einem solchen Hub lässt sich das Problem umgehen, dass USB-3.1-Gen2-Geräte direkt am System angeschlossen werden müssen.
Notwendig ist allerdings ein Host-Controller auf dem Mainboard des Desktops und Notebooks, der genügend Leistung liefert. Der bei der Skylake-Generation gerne verwendete ASM1142-Controller von Asmedia wird über zwei PCIe-2.0-Lanes oder eine PCIe-3.0-Bahn angebunden, schafft also bei zwei Ports nur 5 GBit/s für jedes angeschlossene Gerät.
Der neuere ASM2142, wie er auf Kaby-Lake-Platinen typisch ist, hängt hingegen an zwei PCIe-3.0-Lanes und schafft so 10 GBit/s für jeden USB-Port. Abseits von Ausnahmen wie Sandisks Extreme 900 Portable SSD(öffnet im neuen Fenster), die bis zu 850 MByte/s überträgt, reizt aber kein Gerät die Bandbreite aus.
AMD hat schon natives USB 3.1 Gen2, Intel noch nicht
Bei Intel-Mainboards sowie aktuellen AMD-Platinen müssen USB-3.1-Gen2-Controller via PCIe-Lanes angebunden werden. Erst die Chipsätze für die AM4-Plattform, etwa der X370, integrierten natives USB 3.1 Gen2.